Fragen an RAN und Partner

Hier finden Sie nach Art einer FAQ eine Auswahl unserer Fragen an das RAN-Team Baden-Württemberg der DB, deren Partner wie VRS und VVS und deren Antworten. Falls Sie einen sachdienlichen Kommentar zu einer Frage oder Antwort abgeben wollen, dürfen Sie das gerne tun, wir werden ihn aber anschließend unmittelbar hinter die jeweilige Frage/Antwort verschieben um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Falls Sie selbst Fragen an das RAN-Team Baden-Württemberg, dem offiziellen Ansprechpartner der Deutschen Bahn und auch der S-Bahn Stuttgart haben, schreiben Sie einfach eine Email an RAN BaWue. Sie bekommen dann zwar sofort eine Eingangsbestätigung, die Antwort dauert aber meist recht lange, manchmal sogar bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, wenn Sie die ausstehende Antwort nicht nach einer angemessenen Zeit anmahnen.

Themenübersicht

ET 430
Pünktlichkeitsstatistik

Falsche Echtzeitanzeigen auf den Zuganzeigetafeln

Frage an RAN – 14.01.2014 

heute morgen war die S6 (in Richtung Feuerbach) am Stuttgarter Hauptbahnhof um 09:51 Uhr noch mit 7 Minuten Wartezeit (Verspätung damit 10 Minuten) angezeigt. Dies, obwohl die S3 nach Backnang um 09:51 (6 Minuten verspätet) raus fuhr und damit gemäß Anzeige kein Zug mehr vorfahren sollte. Auf Rückfrage bei der Fahrgastinformation auf dem Bahnsteig wurde mit gesagt, dass die Vorleistung verspätet war, in Feuerbach hätte es eine Signalstörung gegeben.

Umso überraschter war ich dann als die S6 mit Anzeige Abfahrt in 5 Minuten einfuhr, was sich erst kurz vor dem Halt in eine Abfahrt ohne Zeitangabe geändert hat.

Hier funktioniert also das Echtzeitsystem nicht, ich bitte um Klärung.

Man kann doch nicht Verspätungen von 5 Minuten anzeigen, wenn der Zug schon einfährt. Zusätzlich bekommt man bei Nachfrage auch noch falsche Information vor Ort.

Spoiler

Antwort durch Bahnhofsmanagement Stuttgart – 23.1.2014

Ich gebe Ihnen Recht, dass die visuelle Information zu den S-Bahnen an diesem Vormittag nicht optimal verlaufen. Hintergrund dabei kann sein, dass die Echtzeitdaten durch eine Prognose seitens der Verkehrsleitung S-Bahn überschrieben wurden. Wird diese dann nicht aktualisiert – was hier vermutlich geschehen ist – kann es passieren das die Züge bereits einfahren aber der Contdown noch „5 Minuten“ anzeigt.

Auf Grund das der Vorgang schon einige Tage her ist, kann in den Systemen leider nicht mehr nachvollzogen werden wie hier der Ablauf genau war. Sollten Sie solche Abweichungen wiederholt feststellen, kommen Sie bitte einfach auf mich zu.

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Erneute Rückfrage an Bahnhofsmanagement Stuttgart

vielen Dank für die Antwort – aber so recht kann ich das nicht verstehen.

Das Thema ist ja nicht neu, auch die in „Schwabstraße“ abfahrenden S-Bahnen gelten so lange als pünktlich, bis diese abfahren. Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits klar ist, dass sich eine S5 hinter die (verspätete) S1 einreihen wird, steht die S5 vor ihrer Abfahrt mit der Abfahrtszeit nach Fahrplan da. Und das ist dann einfach falsch.

Bitte um entsprechende Veranlassung einer Verbesserung.

Es sollten auch wieder 2 Minuten angezeigt werden, das Ausblenden unter 3 Minuten Wartezeit ist ja nur bedingt eine Lösung.

Sie schreiben: Hintergrund dabei kann sein, dass die Echtzeitdaten durch eine Prognose seitens der Verkehrsleitung S-Bahn überschrieben wurden.

Dann bitte technisch lösen.

Antwort des Bahnhofmanagement Stuttgart

Ihren Hinweis auf die fehlerhafte Anzeige habe ich an unseren verantwortlichen Fachbereich weitergeleitet. Da diese Fahrgastinformation nicht in „Echtzeit“ erfolgt, können wir Abweichungen leider nicht grundsätzlich ausschließen.

Kommentar S-Bahn-Chaos

Ich habe in Stadtmitte schon erlebt, dass ein Zug einfuhr, der zuvor nicht in der Dreierliste der nächsten Abfahrten enthalten war. Er wurde zwar kurz vor der Einfahrt noch angezeigt, eine Lautsprecherdurchsage erfolgte jedoch nicht. Dabei ist die Zugreihenfolge spätestens ab Schwabstraße unumkehrbar. In Bad Cannstatt habe ich es schon erlebt, dass eine S-Bahn noch nicht abgefertigt auf dem Bahnsteig stand und auf der Anzeige S1 Richtung Esslingen stand. Als die Bahn abfuhr, habe ich auf der hinteren Zielanzeige am Zug (es war noch ein ET 420, der bekanntlich noch nicht mit einer seitlichen Anzeige aufwarten konnte) gesehen, dass es eine S3 nach Backnang war, mit der ich eigentlich fahren wollte. Shit happens! Leider habe ich die Vorfälle nicht an RAN gemeldet.

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Meldung 02.02.2015 Anzeige in Stadtmitte falsch: Eben hat wurde in Stadtmite (Plan ab Schwabstraße S5 20.35 Uhr) drei Minuten bis zur Abfahrt angezeigt. Die Bahn ist aber bereits weggefahren und die Anzeige 3 Minuten blieb auch dann noch kurz stehen.

Was stimmt am Anzeigesystem nicht? So werden Fahrgäste irritiert!

Antwort vom Fahrplanbüro des Bahnhofsmanagement Stuttgart

Es muss sich um eine einmalige Störung an diesem Tag gehandelt haben. Die Anzeiger hat unser Fahrplanbüro gestern längere Zeit beobachtet und die Anzeiger haben einwandfrei funktioniert.

Erneute Rückfrage des Kunden

Ich denke nicht, dass es sich hier um ein einmalige Störung handelt oder dass das Problem jetzt gelöst ist. Falsche Abfahrtszeiten (S-Bahn, Minuten wurde noch angezeigt) sind mir schon des öfteren aufgefallen – an unterschiedlichen Haltepunkten. Ich werde das weiter beobachten und ggf. melden. Inzwischen sollte das System überprüft werden, warum es zu solchen falschen Angaben kommen kann. Funktionieren hier Positionsabnehmer nicht mehr? Kann ein Abgleich mit den RIS Daten (Echtzeit Info) erfolgen? Wird der Zug dort auch später angezeigt? Ich meine nicht, also ist das Problem technisch lösbar. Stichproben sind aus meiner Sicht zu wenig.

Was auch auffällt: Es fahren S-Bahnen ein, und erst wenn der halbe Zug in einen Haltepunkt wie Stadtmitte oder Feuersee eingefahren ist erfolgt die „Bitte Vorsicht“-Durchsage. Manchmal auch erst nachdem die S-Bahn eingefahren ist. Bitte dieses Steuerungsproblem klären, dies dürfte auch sicherheitsrelevant sein.

Wann wird das besser gelöst?

Bisher keine Antwort

Kommentar S-Bahn-Chaos

Ich habe die Ansage „Zug fährt ein“ auch schon gehört und zwar nachdem bereits die Türen freigegeben wurden und der Fahrgastwechsel im Gang war. In der Tat ein Sicherheitsrisiko.

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Fahrgastrechte und Erstattung von Kosten

Fragen an RAN

  • bitte teilen Sie mir die Ursache des Kabelschadens am Nordbahnhof am Mo. 17.2.2014 mit.
  • Was gedenkt die Bahn zu tun um solche Schäden zukünftig zu verhindern?
  • Habe ich als Jahreskartenkunde aufgrund der extremen Verspätungen und Zugausfälle ein Recht auf Entschädigung?

Bitte beantworten Sie ALLE meine Fragen!

Spoiler

Antworten von RAN

Der Kabelschaden wurde bei Bauarbeiten auf der zentralen Logistikfläche für Stuttgart 21 verursacht. Hier entsteht in Stuttgart Nord der zentrale Umschlagplatz vom Lkw auf die Schiene.

So sehr wir die Auswirkungen bedauern, lassen sich bei Bauarbeiten Schäden nicht grundsätzlich ausschließen.

… bei Verspätungen oder Ausfälle der S-Bahn oder Regionalzügen können wir folgende Regelungen anbieten:

Zunächst die Fahrgastrechte zu denen Sie nähere Informationen unter www.bahn.de/fahrgastrechte finden.

Ab 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof erhalten Kunden mit einer Zeitkarte des Nahver-kehrs eine Entschädigung von 1,50 EUR. Eine Auszahlung erfolgt jedoch erst ab einem Betrag von 4,00 EUR.

Zur Wahrnehmung von Terminen haben VVS-Zeitkartenkunden gegebenenfalls Anspruch auf die Mobilitätsgarantie: www.vvs.de/service/mobilitaetsgarantie

Wenn Sie Ihr Fahrziel wegen einer Zugverspätung oder eines Zugausfalls um mehr als 30 Minuten später erreichen, können Taxikosten bis zur Höhe von 35,00 EUR (persönliche Zeitkarte) bzw. 50,00 EUR (TicketPlus) erstattet werden.

Voraussetzung ist, dass die Ursache der Verspätung beim Verkehrsunternehmen liegt. So ist z. B. bei einer Streckensperrung infolge von Personen im Gleisbereich eine Erstattung ausgeschlossen.

Bei Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr können wir Ihnen ggf. nähere Informationen hierzu geben. Sollten Alternativen für Ihre Fahrt bestehen, erhalten Sie diese auch bei uns, dem regionalen Kundendialog. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag an Werktagen von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter der Rufnummer 0711 /  2092 7087. Außerhalb dieser Zeiten können Sie sich an die Mitarbeiter der 3-S-Zentrale Stuttgart unter der Telefonnr. 0711 /  2092 1055 wenden.

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Suboptimale Dispositionsentscheidungen

Anfrage an RAN am 26.1.2015

Am 13. Januar 2015 kam es auf der S6 zu einer Störung wegen „Personen auf dem Gleis im Bf Korntal“. Ich kam an diesem Tag um 17:20 auf dem Bahnsteig im Bf Weilimdorf an. Dort bemerkte ich die Zugschlussleuchten einer S6, die bereits aus dem Bf Weilimdorf in Richtung Korntal ausgefahren war und dort jedoch stand, vermutlich schon seit mindestens 10 Minuten. Als die nächste S6 schon längst überfällig war fuhr die ausgefahrene S6 wieder rückwärts in den Bf Weilimdorf um die wartenden Fahrgäste einsteigen zu lassen.

Soweit so gut, die „Störung“ schien behoben. Jedoch wurde uns dann mitgeteilt, dass dieser Zug in Korntal enden solle. Der Tf war sehr bemüht das seinen Fahrgästen zu vermitteln und entschuldigte sich reichlich für diese Disposition.

Spoiler

Die Disposition hat also entschieden die Fahrgäste dieser S6, die ohnehin schon am längsten warten mussten, nochmal am Bahnsteig in Korntal warten zu lassen! Als dann die nächste S6 nach über 5 Minuten endlich einfuhr, teilte mir deren Tf zu meinem Erstaunen mit er sei „pünktlich“.

Als unsere S6 in Korntal angekommen ist, hatte sie bereits weit über 15 Minuten Verspätung. Daher kann die nachfolgende S6 unmöglich pünktlich gewesen sein! Es sei denn es handelte sich hier um die übernächste S6 – das würde zeitlich passen, dann wären aber zwei S6 „ausgefallen“.

In diesem Zusammenhang möchte ich zum Einen wissen wie diese Störung sich auf die Verspätungsstatistik ausgewirkt hat, d.h. welche S6 mit welchen Verspätungen in diese Statistik eingegangen sind.

Zum Anderen interessiert mich wieso eine für die Fahrgäste derart ungünstige Dispositionsentscheidung getroffen wurde, die für mich überhaupt nicht nachvollziehbar war und ist.

Antwort von RAN am 9.2.2015

Der Grund für den S-Bahnausfall waren Personen im Gleisbereich. Zugausfälle und Verspätungen konnten wir nicht vermeiden. Pünktliche Züge und zufriedene Fahrgäste stehen bei uns neben der Sicherheit an erster Stelle. In solchen Fällen haben wir allerdings auf die Ermittlungen der Einsatzkräfte vor Ort keinerlei Einfluss.

Da die Dauer der Störung auch oftmals nicht absehbar ist und Entscheidungen von den Mitarbeitern unserer Betriebsleitung teilweise sehr kurzfristig getroffen werden müssen, bitten wir Sie um Nachsicht, dass es vorkommt, dass verbindliche Informationen leider nicht immer möglich sind.

Erneute Rückfrage an RAN vom 9.2.2015

Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass Personen im Gleis ein Problem für die Bahn sind, und dass derartige Probleme unvorhersehbare Verspätungen mit sich bringen.

Ich habe jedoch kein Verständnis für:

  • das Ausbleiben jeglicher Information am Bahnsteig
  • das Nichtbeantworten meiner konkreten Fragen

Meine konkreten Fragen waren und sind:

  • wie hat sich diese Störung auf die Verspätungsstatistik ausgewirkt hat, d.h. welche S6 ist mit welchen Verspätungen in diese Statistik eingegangen?
  • wieso wurde eine für die Fahrgäste derart ungünstige Dispositionsentscheidung getroffen?

Hiermit bitte ich nochmals eindringlich um Beantwortung der konkreten Fragen.

Antwort von RAN vom 17.2.2015

Es tut mir leid, dass Sie mit meiner Antwort, bezüglich der Personen im Gleis, nicht vollauf zufrieden waren.

Leider bringt ein solches Ereignis stets enorme Unannehmlichkeiten für unsere Kunden und extreme Schwierigkeiten für uns mit sich. Zum einen können wir Sie nicht so informieren, wie wir dies tun wollen, da wir nicht wissen, wie lange die Strecke gesperrt sein wird und wann welches Gleis freigegeben werden kann. Auch ergeben sich für uns Probleme, da Personal und Fahrzeuge an einem Ort sind, wo sie sich in diesem Moment fahrplanmäßig eigentlich nicht befinden sollten. Dies macht uns eine weitere Planung extrem schwer und kann dazu führen, dass auch eine gewisse Zeit nach einem solchen Ereignis der Betrieb noch nicht gänzlich reibungslos ablaufen kann. Seien Sie jedoch versichert, dass unsere zuständigen Mitarbeiter mit hohem Einsatz daran arbeiten, Verzögerungen so gering wie möglich zu halten. Diese verfügen über den dafür notwendigen Betriebsüberblick.

… bitte haben Sie Verständnis, dass wir Daten zu Verspätungen erfassen aber über keine Einzelheiten Auskunft geben.

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Fragen zum Live-Fahrplan

Frage an RAN vom 3.2.2015

Es ist mir bekannt, dass die Anzeige der aktuellen Position der S-Bahnen (noch) nicht von den S-Bahnen selbst gemeldet wird, sondern nur bei der Vorbeifahrt an ausgewählten Punkten registriert und dazwischen mit der laut Fahrplan erforderlichen Zeit interpoliert wird.

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wie viele solcher Messpunkte sich auf der Stammstrecke und dem Tunnel von der Einfahrt bei Hbf tief bis Österfeld befinden. Gibt es einen solchen Messpunkt an/vor/hinter jeder der unterirderirdischen Stationen und event. zusätzlich auch noch dazwischen, d.h. im Hasenbergtunnel zwischen Schwabstraße und Universität oder gibt es im S-Bahn-Tunnel keinen solchen Messpunkt?

Hintergrund meiner Frage ist die Beobachtung, dass eine S-Bahn realiter von Vaihingen stadteinwärts über die Gäubahnstrecke nach Hbf (oben) umgeleitet wurde, aber im Live-Fahrplan trotzdem im S-Bahn-Tunnel gefahren ist und brav an jeder Station gehalten hat.

Spoiler

Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn Sie mir zur Information eine Karte aller Messpunkte innerhalb des S-Bahn-Netzes zur Verfügung stellen würden, ganz im Gegenteil!

Dann ist mir aufgefallen, dass die 3-Minuten-Linienpüntlichkeit zuerst in der mobilen App S-Bahn Stuttgart Navi, mittlerweile auch in der Webversion nicht mehr zur Anzeige kommt. Was ist der Grund hierfür?

Antwort von RAN vom 25.02.2015 auf die Anfrage vom 3.2.2015

Sie haben uns in der letzten Zeit zahlreiche Mails zukommen lassen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf die Vielzahl der von Ihnen angesprochen Punkte nicht im Einzelnen eingehen können.

Ihrem Wunsch nach einer Übersichtskarte, auf der alle Messpunkte im S-Bahn Netz abgebildet sind, können wir nicht nachkommen, da es sich hierbei um verkehrsvertraglich vereinbarte Daten handelt, die der Vertraulichkeit unterliegen. Was die Messmethodik betrifft, stellen wir hierzu Informationen auf der Internetseite der S-Bahn Stuttgart bereit.

Die in Ihren Schreiben über dieses Thema hinausgehenden Hinweise haben wir an die zuständigen Fachabteilungen weitergeleitet.

Wie Sie sicher bereits festgestellt haben, ist die Darstellung der aktuellen 3- und 6-Minuten-Pünktlichkeit pro Linie auf unserer S-Bahn App wieder verfügbar, hier handelte es sich um ein vorübergehendes technisches Problem seitens unseres Dienstleisters, das mittlerweile behoben wurde.

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Verzögerte Türfreigabe/-Schließung bei Fahrzeugen des Typs ET 430

Antwort von RAN am 2.6.2014 auf eine Anfrage wegen der Wartezeit von einigen Sekunden vor der Türfreigabe und nach der Abfertigung:

Die von Ihnen wahrgenommenen Verzögerungen beim Türöffnungsprozess treten tatsächlich auf, lassen sich jedoch bei Inbetriebnahmen von Neufahrzeugen jedweder Baureihe nicht vermeiden.

Grund hierfür ist, dass die erforderliche Zulassung von Neufahrzeugen durch das zuständige Eisenbahn-Bundesamt (EBA) nur dann erteilt wird, wenn ein erhöhter Nachweis an Sicherheitsanforderungen erbracht wird. Diese technischen Vorgaben haben Gesetzescharakter und bedeuten, dass Fahrzeughersteller in Schienen-Neufahrzeuge, die national zum Einsatz kommen, ein System einbauen müssen, das sicherstellt, dass der Türöffnungsvorgang nur im sicheren Stillstand des Fahrzeugs erfolgt. Es besteht für uns als Eisenbahnverkehrs-unternehmen keine Möglichkeit, an dieser Sachlage, die der Sicherheit der Fahrgäste dient, etwas zu ändern, da wir ansonsten die Zulassung für die Fahrzeuge durch das EBA verlieren würden.

Spoiler

Die Einführung neuer Fahrzeuge ist auch für uns als Betreiber immer eine gewisse Herausforderung. Unsere fast 300 Triebfahrzeugführer müssen sich in der Praxis ebenfalls erst auf die neuen Fahrzeuge und die neue Türöffnungsmechanismen einstellen. Wir ergreifen zudem alle in unserem eigenen Einflussbereich stehenden Maßnahmen, damit unsere Züge insbesondere zur Hauptverkehrszeit pünktlich abfahren können. So setzen wir an der Station Hauptbahnhof (tief) seit einiger Zeit S-Bahn Helfer ein, die die Aufgabe haben, den Triebfahrzeugführer bei der pünktlichen Abfahrt der Züge zu unterstützen.

Insbesondere in der Hauptverkehrszeit reißt der Strom der Fahrgäste oftmals nicht ab. Etliche Fahrgäste wollen auch dann noch in die stehende S-Bahn einsteigen, wenn der Triebfahrzeugführer bereits die Durchsage „bitte zurückbleiben“ getätigt hat. Dies trägt ebenfalls zu Überschreitungen der vorgegebenen Standzeiten der Züge und somit zu Verspätungen bei, die sich auf das ganze Netz auswirken.

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Durchsagelautstärke bei den neuen Fahrzeugen ET 430

Anfrage

… möchte Ihnen mitteilen, dass eine S-Bahn Fahrt im neuen ET430 – zumindest in der ersten Klasse – sehr laut ist. Können die Durchsagen hier bitte grundsätzlich leiser eingestellt und durchgeführt werden? Ein Mitreisender berichtet: die Ansagen sind immer zu laut. Kaum fährt man von der Haltestellen weg: „S1 nach Kirchheim Teck, nächste Station <Station>, Ausstieg in Fahrtrichtung <links/rechts>“

Dass die S1 nach Kirchheim – Pause – Teck fährt muss nun wirklich nicht nach jeder Haltestelle durchgesagt werden. Hier auf der Trasse fährt doch nur die S1!

Ferner geht die Türe immer wieder auf und zu (wenn die Schieneninfrastruktur das begünstigt), und das bei einem neuen Zug.
Das Piepsen an der Türe ist für viele (jüngere, in höherem Frequenzbereich besser hörende) Fahrgäste auch sehr unangenehm.

Bitte um Klärung dieser Punkte.

Spoiler

Antwort RAN

Ihre Verärgerung über die Warnsignale und Ansagen bei unseren neuen S-Bahnen der Baureihe 430 können wir verstehen.

Bei der Konzeption der Neufahrzeuge mussten die Vorschriften der Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) eingehalten werden.

Dies sind technische Vorschriften mit Gesetzescharakter. Deren Einhaltung ist unabdingbare
Voraussetzung dafür, dass Neufahrzeuge eine Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt
erhalten.

Eine dieser Vorschriften ist die TSI PRM (Persons with Reduced Mobility). Sie gilt seit 1.7.2008 für alle Neufahrzeuge und soll „eingeschränkt mobilen Personen“ den Zugang zum ÖPNV erleichtern. Zu diesem Personenkreis zählen alle Personen, die (dauerhaft oder vorübergehend) bei der Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln Schwierigkeiten haben, also unter anderem sehbehinderte oder blinde, hörbehinderte oder gehörlose Personen.

Mit Blick auf diese Personengruppe schreibt die TSI PRM u.a. ein akustisches Signal sowohl
bei der Türfreigabe als auch bei der Einleitung des Türschließprozesses vor. Beide Signale
müssen sich akustisch voneinander unterscheiden, zudem ist die Lautstärke beider Warn-signale verbindlich vorgegeben.

… wir können nachvollziehen, dass diese Warnsignale für Pendler,
die täglich mit der S-Bahn unterwegs sind, gewöhnungsbedürftig sind und ggf. als störend
empfunden werden.

Wir bitten aber um Ihr Verständnis, dass es für uns als Eisenbahnverkehrsunternehmen
im Interesse unserer mobilitätseingeschränkten Fahrgäste keine Möglichkeit gibt, von den
Vorgaben der TSI PRM abzuweichen.

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Weitere Antwort nach Nachfrage

Wir bedauern, dass Sie die Durchsagen im ET 430 als zu laut empfinden.

Natürlich ist die Lautstärke dieser akustischen Fahrgastrauminformationen durch bestimmte Anforderungen begrenzt.

Die Lastenheftanforderungen zum Schalldruckpegel im Fahrgastraum geben maximal zulässige Werte von 68dB im Fahrgastraum der 2. Klasse sowie 69dB im 1. Klasse Abteil vor. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist nachgewiesen.

Die Lastenheftanforderungen zur akustischen Fahrgastrauminformation definiert Werte oberhalb des vorzufindenden Geräuschpegels von 10 bis 20 dB aber nicht höher als 80dB. Auch diese Anforderungen sind erfüllt und die Erfüllung lt. Meßbericht nachgewiesen.

Nicht zuletzt ist auch die Erfüllung der TSI- Anforderungen (von denen wir Ihnen in unserem Schreiben vom 04.03.2014 berichteten) zur Sprachverständlichkeit unter den o.g. Bedingungen mit einem entsprechenden Prüfbericht nachgewiesen.

… nichtsdestotrotz werden wir nochmals eine Änderung bzw. Anpassung der Lautstärke prüfen.

Erneute Rückfrage

Sie schrieben: „nichtsdestotrotz werden wir nochmals eine Änderung bzw. Anpassung der Lautstärke prüfen.“ Gehört habe ich dann nichts mehr.

Was ergab diese Prüfung?

Was nützen maximale Werte von 68 bzw. 69 dB, wenn diese zu hoch sind?

Bei Lärmskala steht nämlich:

65 dbA Beginn der Schädigung des vegetativen Nervensystems. Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Das BGA schätzt, dass 2 % aller Herzinfarkte auf das Konto Verkehrslärm gehen)

Was bringt die Erfüllung der TSI- Anforderungen zur Sprachverständlichkeit, wenn diese laute Sprache in der Regel weniger Nutzen hat, als sie Schaden anrichtet? Warum muss ich mir, wenn ich allein in der ersten Klasse sitze, das antun lassen?

Gab es im Lastenheft eine zu hohe Vorgabe? Wie sieht der VRS dieses Problem?

Warum muss die Durchsage in der ersten Klasse denn eigentlich 1 dB lauter sein? Gibt es da einen Grund dafür?

Kann ich das auch unter Betriebsstörung verbuchen, wenn die S-Bahn fahrlässig mit den besten Kunden umgeht. Sie riskiert offensichtlich gesundheitliche Einbußen der Fahrgäste.

Macht die Bahn noch mobil? Ja, im gegebenen Fall mit Bezug zu Fahrgästen die sich über zu laute Durchsagen beschweren.

Ich würde es aber besser finden, wenn dieses doch recht überflüssige Problem bald behoben wird.

Update

ich meine die Lautstärke in der ersten Klasse ist nicht mehr überlaut. Wenn das nach unten angepasst wurde: vielen Dank! Könnte aber auch sein, ich höre schlechter 😉

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Monitore in den Fahrzeugen des Typs ET 430

Anfrage an RAN – 26.01.2015

die Anzeige auf den Monitoren der ET 430 (und auch auf den nachgerüsteten ET 423) wirft einige Fragen auf, z.B.

  1. Bei der Anzeige der Ankünfte an den nachfolgenden Stationen wird nur die Fahrplanzeit angezeigt.
  2. Bei der Anzeige der Anschlussbeziehungen wird zumindest bei DB-fremden Verkehrsmitteln ebenfalls nur die Fahrplanzeit angezeigt.
  3. Bei der Anzeige der Anschlussbeziehungen werden kryptische Bezeichnungen für die Verkehrsmittel verwendet, die nicht einmal der mit gesundem Menschenverstand ausgestattete Fahrgast versteht.

Zu 1. Bei größeren Verspätungen werden nach meinen Beobachtungen außer der aktuellen Uhrzeit überhaupt keine Zeiten angezeigt. Wo liegt die Grenze? Ist es die sogenannte Mehdorn-Pünktlichkeit, d.h. ab 6 min Verspätung?

Zu 2. Die Anschlussbeziehungen, sofern überhaupt angezeigt, werden selbst bei Fahrten innerhalb der 3-Minuten-Pünktlichkeit selbst von einem Spitzensportler oft nicht mehr erreicht.

Zu 3. Wer hat diese Art von Anzeige beauftragt oder gab es event. gar kein Pflichtenheft mit einem entsprechenden Detaillierungsgrad? Wurde die Lieferung in dieser Form abgenommen oder wurde sie sofort beanstandet?

Mir ist bekannt, dass Sie viele Anfragen zu diesem Thema erhalten und Sie immer wieder lediglich die gleiche Antwort parat haben, nämlich dass das Problem bekannt sei und dass die Änderung bereits beauftragt sei, Sie aber auf Grund der dazu erforderlichen umfangreichen Softwareänderungen keinen Fertigstellungstermin nennen können.

Das ist mir vollkommen unverständlich, denn welcher Auftraggeber gibt sich denn mit einem offenen Termin zufrieden? Vor allem erfolgte die Beauftragung ja nicht erst gestern, denn das Thema ist ja schon seit langem bekannt!

Ich möchte Sie bitten, meine Fragen bzw. Feststellungen zeitnah und vollumfänglich zu beantworten.

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Details zur Berechnung der offiziellen Pünktlichkeitsstatistik

Die Frage nach den genauen Werten für die 3- und 6-Minuten-Pünktlichkeit wurde von RAN am 23.10.2013 folgendermaßen beantwortet:

Nach Rücksprache mit unserem zuständigen Fachbereich liegt bei den Werten „bis 3 Minuten“ die Grenze bei 2:59, „bis 6 Minuten“ bei 5:59.

Auf die Anfrage bezüglich der Linienpünktlichkeit im Livefahrplan erhielten wir am 30.10.2013 folgende Stellungnahme:

Der Livefahrplan stellt nur die momentane Pünktlichkeit dar. Er ist also lediglich ein Überblick über die Situation und keine sekundengenaue Angabe. Daher auch die Abweichung in der Berechnung.

Die Pünktlichkeitsstatistik wird aus den Daten der DB Netz AG in 1/10 Sekunden gemessen und durch einen externe Firma am Ende des laufenden Monats verarbeitet und ermittelt.

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Berücksichtigung ausgefallener Züge in der Pünktlichkeitsstatistik

Anfrage an RAN – 30.01.2015

die heutige Signalstörung im S-Bahn-Tunnel der S-Bahn-Stuttgart hat u.a. dazu geführt, dass die Bahnen der Linien S1-S3 nicht über den Hasenbergtunnel in Richtung Vaihingen fahren konnten, sondern über die Panoramastrecke umgeleitet werden mussten oder früher endeten.

Da sich die Fahrzeit von Stuttgart Hbf (oben) über die Panoramastrecke nach Vaihingen nur unwesentlich von der Fahrzeit durch den Tunnel unterscheidet, geht der umgeleitete Zug nach meinen Informationen als pünktlich in Ihre Statistik ein, sofern er nicht schon unpünktlich in Stuttgart Hbf ankam. Ist das richtig?

Wenn ja, mag das einem Fahrgast, der bereits vor Stuttgart Hbf eingestiegen ist und nach Vaihingen oder weiter will, egal sein, ja die Fahrt auf der Panoramastrecke ist für die meisten sowieso viel schöner als die über 10 minütliche Fahrt im Tunnel. Der Fahrgast, der zwischen Stuttgart Hbf und Österfeld ein- oder aussteigen will, wird sich jedoch wundern, dass seine Fahrt pünktlich gewesen sei, obwohl er sich nach alternativen Verkehrsmitteln umsehen musste und deutlich länger unterwegs war.

Ich habe das Thema schon einmal bei Ihnen angesprochen (aber noch keine Antwort erhalten), aber wann und wie wollen Sie in Zukunft ausgefallene, teilausgefallene und umgeleitete Züge in der Statistik berücksichtigen? Antworten Sie mir jetzt bitte nicht, dies sei keine Forderung des Verbands Region Stuttgart und demzufolge kein Thema für Sie sei. Mich als Kunde interessiert es, ob die S-Bahnen nicht nur statistisch, sondern auch gefühlt pünktlich sind.

Bisher keine Antwort

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