Die Realität der Stuttgarter S-Bahn sieht derzeit so aus: Immer schlechtere Pünktlichkeit und, ebenso häufig wie andauernd, irgendwelche Streckensperrungen teilweise mehrfach für die gleichen Streckenabschnitte. Dazu kommt eine geradezu paradoxe Terminsituation: Die Fertigstellung der Stuttgarter Megaprojekte Stuttgart 21 (S21) und Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) befinden sich, so wird behauptet, auf der „Zielgerade“, die Deutsche Bahn muss sich aber gleichzeitig mehr als ein halbes Jahr Zeit bis zu einer standfesten Aussage nehmen, ob, wann und in welchen Etappen man das Ziel wirklich erreichen wird. Der aktuell gefühlte Dauerzustand im Stuttgarter S-Bahnnetz ist Schienenersatzverkehr, dessen Abkürzung SEV gute Chancen hätte, in Stuttgart zur Abkürzung des Jahres gewählt zu werden. Und anscheinend wird es 2027 noch erheblich mehr SEV geben wie 2025 oder 2026.
Wenn man etwas genauer auf den SEV schaut, findet man zudem Erstaunliches: Der SEV bei der S-Bahn scheint für den Verband Region Stuttgart (VRS) preisgünstiger zu sein als regulär gefahrener S-Bahnverkehr.










