Presseschau KW39

Stuttgarter Zeitung vom 28.09.2013: Nahverkehr in Stuttgart
S-Bahn-Misere: Verkehrsclub rügt Politik

Nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nimmt der Verband Region Stuttgart (VRS) seine Rolle als politisch verantwortlicher Aufgabenträger für die S-Bahn nicht ausreichend wahr. „Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge sind spätestens seit dem Baubeginn von Stuttgart 21 aus dem Tritt gekommen“, erklärte der VCD-Landes­vorsitzende Matthias Lieb am Freitag auf einer Pressekonferenz.[..]


Waiblinger Kreiszeitung vom 28.9.2013
„Mit Stuttgart 21 droht das Chaos“

Schon heute fahren die S-Bahnen an ihren Grenzen. „Mit dem Bau von Stuttgart 21 droht das Chaos“, schreibt die Internationale Eisenbahn-Revue über die Probleme, die auf die Pendler zukommen werden, wenn in Stuttgart die Bauarbeiten des Tiefbahnhofs wirklich beginnen. Einen Vorgeschmack bot das Chaos im Oktober 2012, als Züge wegen der für S 21 verlegten Weichen entgleisten.[..]


Waiblinger Kreiszeitung vom 27.09.2013
S-Bahn erstickt am eigenen Erfolg

Die häufigen Verspätungen, die dauernden Pannen und ständigen Ausfälle der S-Bahn hat inzwischen selbst deren Auftraggeber bemerkt. Der Verband Region Stuttgart hat auf 9. Oktober eine Sondersitzung angesetzt, in der Regionalräte erfahren, was Eisenbahnexperten längst wissen: Die S-Bahn erstickt nicht zuletzt am eigenen Erfolg.


Stuttgarter Nachrichten vom 27.09.2013: S-Bahnchaos in Stuttgart
Kabelschaden! S1 und Fernverkehr schon wieder ausgebremst

Eine Kabelstörung hat am Freitagmorgen die Züge der S-Bahnlinie S1 und den Fernverkehr bei Stuttgart durcheinander gebracht. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage erklärte, konnten zwischen Plochingen und Esslingen die Signale nicht bedient werden. Alle Züge fuhren daher „auf Befehl“ und sehr langsam, so die Sprecherin weiter. Am späten Vormittag konnte der 15-Minuten-Takt auf der S1 wieder aufgenommen werden, um 12.50 Uhr war der Schaden behoben.


Stuttgarter Zeitung vom 24.09.2013: Nahverkehr und Stuttgart 21
Bürger sagen der Region gehörig die Meinung

Zum ersten Mal hat der Verband Region Stuttgart (VRS) eine repräsentative Umfrage erstellen lassen, in der die Bürger zwischen Kirchheim am Neckar und Kirchheim/Teck nach den wichtigsten Politikfeldern, den größten Problemen und nach der Zufriedenheit mit der Arbeit des Regionalverbandes befragt wurden – die Ergebnisse sind spannend. Für die Umfrage hat die Forschungsgruppe Wahlen Anfang Juli 1366 Bürger in der Region Stuttgart telefonisch befragt.

2 Gedanken zu „Presseschau KW39

  1. Wolfgang Maier

    Ich nutze täglich morgens und nach 16:00 die S1 Strecke Herrenberg-Goldberg .
    Nachmittags versuche ich immer vor meinem Füßweg zur Haltestelle Goldberg (10 min) eine evtl. Verspätung mittels des -DB Live Fahrplans- -http://www.s-bahn-stuttgart.de/s_stuttgart/view/fahrplan/live-fahrplan_anwendung.shtml – zu erkennen.
    Leider ist auch diese Möglichkeit äusserst mangelhaft. In der Regel wird in Richtung Herrenberg eine Pünktlichkeit (Verspätung max 1 min.) angezeigt. Nach anschliessendem Fußweg zur Goldberg Haltestelle (10 min) wird dort eine Verspätung von 5-10 minuten angezeigt. Wie kommt diese zustande? Machen die Fahrer im Tunnel Kaffeepause? Ein Ausweichen auf eine spätere Verbindung ist dann nicht mehr möglich. Leider muss ich somit fast jeden 2. Tag um meine anschließende Busverbindung fürchten- und folgend um einen 1,5 Stunden längeren Nachhauseweg.

    Antworten
    1. Marc Braun

      Guten Tag Herr Maier!
      Ihre Darstellung bestätigt einen Verdacht den wir bereits hatten. Die im DB Live Fahrplan dargestellten Verspätungen der Stuttgarter S-Bahn korrespondierten in den letzten Tage und Wochen in einigen Fällen nicht mit den auf Twitter gemeldeten Verspätungen. Stand Heute sollte man nicht von einer bewussten Manipulation der dort ausgewiesenen Verspätungen ausgehen. Viel eher ist es wohl ein technischer Mangel bei der Erfassung der genauen Position einer S-Bahn. Der DB-Dienstleister HaCon schreibt hierzu in seiner FAQ für den DB Live-Fahrplan der Münchner S-Bahn:
      „Wie werden die Echtzeitpositionen der Münchner S-Bahnen errechnet?
      Über einen Vergleich der fahrplanmäßigen Position der Züge mit der tatsächlichen Position wird errechnet, ob eine S-Bahn planmäßig verkehrt oder mit Verspätung. Um die Position der S-Bahnen in der Karte anzuzeigen, werden die Positionsmeldungen der Züge an ausgewählten Signalstandorten erfasst und dazwischen hochgerechnet. Es handelt sich derzeit also um keine GPS-Ortung. Für das Frühjahr 2012 ist vorgesehen, eine optimierte Datenquelle zu verwenden, um eine noch beseere Datenqualität zu erreichen.“
      Uns sind die ausgewählten Signalstandorte im Stuttgarter S-Bahn Netz nicht bekannt. Wir nehmen aber an dass es zu wenige sind um Verspätungen aller Linien zuverlässig auszuweisen. In diesem Fall wird die Position einer S-Bahn hochgerechnet woraus sich, je nach Entfernung des zuletzt erfassten Signalstandorts, enorme Ungenauigkeiten ergeben können. Verständlicherweise ist dies für Sie unbefriedigend denn auch hier gilt, eine grob unzutreffende Information ist für den Fahrgast meist schlechter als keine Information!
      Besten Dank für diese Mitteilung & Grüße,
      Marc Braun

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.