„Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, …

… damit sich diese schließen und wir unsere Fahrt fortsetzen können“!

Es gibt wohl wenige Nutzer der S-Bahn Stuttgart, die diesen Spruch nicht schon mindestens einmal gehört haben. Regelmäßige S-Bahnnutzer können ihn im Schlaf aufsagen, denn er ist insbesondere bei der neuesten Baureihe 430 sehr oft zu hören, dort kommt nämlich das „technikbasierte Abfertigungsverfahren“ zum Einsatz. Ein Lichtgitter im Türbereich prüft bei geöffneter Tür permanent, ob der Eingangsbereich frei ist, und die Tür schließt nur dann automatisch, wenn der gesamte Türbereich frei ist. Ein in diesen Bereich ragender Ellbogen oder Rucksack verhindert somit zuverlässig die Türschließung.

Manche Fahrgäste fragen sich sicher des Öfteren wie es ein kann, dass jemand eine solche Tür blockiert, ohne es zu merken. Schließlich blinkt doch an der Decke eine rote Lampe und aus einem Lautsprecher piepst es lautstark, wenn die Tür schließen will. Das stimmt zwar, jedoch startet dieses Blinken und Piepsen erst dann, wenn der Türbereich frei ist. Während ein Gegenstand in das Lichtgitter des Türbereichs ragt, bleiben die Blinklampe dunkel und der Lautsprecher still. Erst wenn der Türbereich frei ist, startet das Blinken und Piepsen und nach ca. 2 Sekunden beginnt das Schließen der Tür. Der Blockierende wird somit gar nicht darauf hingewiesen, dass der Zug seinetwegen nicht losfahren kann.

Wir hatten die S-Bahn Stuttgart schon vor langer Zeit auf diesen Missstand hingewiesen, aber bislang ist anscheinend nichts zur Verbesserung dieser Situation geschehen. Eine sofortige, automatische Durchsage an der blockierten Tür wäre sicherlich viel wirksamer als eine vom Fahrer veranlasste Durchsage im gesamten Zug.

4 Gedanken zu „„Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, …

  1. Seed

    Was ein Schwachsinn, so viel Intelligenz kann man doch wohl erwarten das man bei seiner offenen (!!!) Tür nach schaut wenn die Durchsage kommt – eigentlich sollte die gar nicht erst nötig sein wenn man selbst schaut das man richtig steht, was nicht schwer ist Dank der Markierungen am Boden.
    Es würde auch sehr viel helfen wenn nicht viele meinen würden der Türbereich ist der beste Platz, selbst wenn der Zug fast leer ist.

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    1. Bahnsinniger

      Der eigentliche Schwachsinn ist das:
      „jedoch startet dieses Blinken und Piepsen erst dann, wenn der Türbereich frei ist.“

      Und das Piepen (fiep – fiep – fiep) gleicht eher einem zarten, schüchternen Hilferuf, als einer Warnung und einem deutlichen Signal, das sagt: „Bleib bloß weg, sonst bist du Matsch!“ — Das müsste es aber sein, auch wenn die Türen einem natürlich nicht wehtun dürfen.

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  2. Bernhard

    Bei den SSB ertönt sofort nach Zurücknahme der Türfreigabe bei blockierter Lichtschranke ein Signalton, der die Leute aufscheucht. Aber bei den SSB kann man auch den Türtaster betätigen, bevor die Tür freigegeben wurde, welche sodann öffnet. Bei der S-Bahn „Jede Sekunde zählt“, dass ich nicht lache …

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    1. H. Winter

      Naja, vor allem bei Bussen der SSB (auch die neuen C2-Busse), gibt es auch einige Modelle, wo man zwar an der Tür davor drücken kann, aber die Tür trotzdem nicht öffnet, bevor man ein zweites Mal drückt, wenn der Bus steht. Das ist noch blöder, als bei der S-Bahn-Stuttgart, weil man denkt, man hätte gedrückt…
      Außerdem funktionieren die Touch-Knöpfe bei der Stadtbahn noch schlechter als bei der S-Bahn.

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