Komplett- und Teilausfälle der S-Bahn Stuttgart am 19.01.2015

Seit der S-Bahn Ausfallwarner auf S-Bahn-Chaos.de in Betrieb ist, kommt mehr Licht in die gar nicht so wenigen Ausfälle, die in der Pünktlichkeitsstatistik der DB Regio leider nicht berücksichtigt werden und was vom Aufgabenträger, dem Verband Region Stuttgart (VRS) leider immer noch ohne erkennbare Gegenwehr akzeptiert wird.  Übrigens, S-Bahn-Chaos.de hat die aus den Daten der DB ermittelten Pünktlichkeitswerte für den Monat Dezember 2014  bereits am 1.1.2015 veröffentlicht, die DB Regio bis heute, Di, 20.01.15 immer noch nicht.

Gestern, am Montag, den 19.01.2015 gab es bei den vom Ausfallwarner erkannten Ausfällen einen bisherigen Tages-Negativrekord. Daher weiter unten eine Liste der Komplett- und Teilausfälle am 19.01.2015 wie sie der Ausfallwarner aus den DB-Seiten ermittelt hat. Es sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass die Bahn versucht hat, einige Ausfälle durch Ersatzfahrten zu kompensieren.

Bitte beachten Sie, dass die Angaben nicht immer ganz eindeutig die tatsächliche Situation abbilden. Das liegt zum Einen an der notwendigen Verkürzung auf Grund der Maximallänge einer Twitter-Meldung und zum Anderen an nicht immer gleichen Meldungen auf den DB-Seiten. So heißt es z.B. bei einer Umleitung einer S1 stadteinwärts aus Richtung Vaihingen über die Panoramastrecke  meist nur, dass die Halte Österfeld, Universität, Schwabstraße, Feuersee, Stadtmitte und Hbf (tief) entfallen, manchmal heißt es bei Hbf  (tief) Gleiswechsel  Stuttgart Hbf (oben). Und die Meldung S2 ab Filderstadt nach Schorndorf entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt bis Stuttgart-Sommerrain bedeutet nicht, dass die S-Bahn, sondern lediglich die Halte an diesen Haltestellen entfallen, weil die S-Bahn über die Ferngleise umgeleitet wurde. Wir arbeiten daran, diese Fälle automatisch im Programm abzufangen, aber es wird immer wieder einmal Fälle geben, bei denen die Angaben event. missverständlich oder falsch sind.

Hier die Liste der Ausfälle wie sie unser Ausfallwarner den ganzen Tag über registriert hat und anschließend was insgesamt über den VVS-Störungsmelder gemeldet wurde.

Die angegebenen Zeiten sind die Fahrplanzeiten, und daher nicht unbedingt die tatsächlichen.

  • S2 4:48 ab Schorndorf nach Filderstadt 5:56 an, endet schon in Endersbach um 5:02
  • S2 5:35 ab Stuttgart-Vaihingen nach Schorndorf 6:25 an, ist Komplettausfall
  • S2 6:33 ab Schorndorf nach Stuttgart-Vaihingen 7:24 an, ist Komplettausfall
  • S2 7:35 ab Stuttgart-Vaihingen nach Schorndorf 8:25 an, ist Komplettausfall
  • S60 9:34 ab Böblingen nach Renningen 9:50 an, fährt erst ab Sindelfingen um 9:37
  • S60 9:39 ab Renningen nach Böblingen 9:56 an, endet schon in Sindelfingen um 9:52
  • S60 10:04 ab Böblingen nach Renningen 10:20 an, fährt erst ab Sindelfingen um 10:07
  • S2 9:34 ab Filderstadt nach Schorndorf 10:40 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 10:09 bis Stuttgart-Sommerrain 10:14
  • S3 9:18 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 10:17 an, endet schon in Stuttgart-Bad Cannstatt um 9:49
  • S3 10:41 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 11:42 an, fährt erst ab Stuttgart-Bad Cannstatt um 11:11
  • S3 9:48 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 10:47 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 10:19 bis Stuttgart-Sommerrain 10:24
  • S60 10:09 ab Renningen nach Böblingen 10:26 an, endet schon in Sindelfingen um 10:22
  • S60 10:34 ab Böblingen nach Renningen 10:50 an, fährt erst ab Sindelfingen um 10:37
  • S3 10:18 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 11:17 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 10:49 bis Stuttgart-Sommerrain 10:54
  • S2 11:18 ab Schorndorf nach Filderstadt 12:26 an, fährt erst ab Stuttgart-Bad Cannstatt um 11:51
  • S2 10:04 ab Filderstadt nach Schorndorf 11:10 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 10:39 bis Stuttgart-Sommerrain 10:44
  • S2 10:34 ab Filderstadt nach Schorndorf 11:40 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 11:09 bis Stuttgart-Sommerrain 11:14
  • S3 10:48 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 11:47 an, entfällt von Stuttgart-Bad Cannstatt 11:19 bis Stuttgart-Sommerrain 11:24
  • S2 12:48 ab Schorndorf nach Filderstadt 13:56 an, endet schon in Waiblingen um 13:09
  • S3 13:11 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 14:12 an, endet schon in Waiblingen um 13:29
  • S3 12:48 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 13:47 an, endet schon in Stuttgart-Bad Cannstatt um 13:19
  • S2 13:18 ab Schorndorf nach Filderstadt 14:26 an, endet schon in Waiblingen um 13:39
  • S2 13:04 ab Filderstadt nach Schorndorf 14:10 an, endet schon in Stuttgart-Bad Cannstatt um 13:39
  • S2 14:04 ab Filderstadt nach Schorndorf 15:10 an, fährt erst ab Stuttgart-Bad Cannstatt um 14:39
  • S2 14:34 ab Filderstadt nach Schorndorf 15:40 an, fährt erst ab Stuttgart-Bad Cannstatt um 15:09
  • S4 14:33 ab Stuttgart Schwabstr. nach Backnang 15:22 an, fährt erst ab Stuttgart Nord um 14:41
  • S3 15:03 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 16:03 an, ist Komplettausfall
  • S3 15:03 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 16:03 an, fährt erst ab Stuttgart-Vaihingen um 15:15
  • S2 14:48 ab Schorndorf nach Filderstadt 15:56 an, fährt erst ab Grunbach um 14:58
  • S3 14:41 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 15:42 an, endet schon in Stuttgart-Vaihingen um 15:29
  • S3 15:48 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 16:47 an, fährt erst ab Stuttgart-Vaihingen um 16:00
  • S6 16:13 ab Stuttgart Schwabstr. nach Weil der Stadt 16:57 an, fährt erst ab Stuttgart-Zuffenhausen um 16:27
  • S60 15:04 ab Böblingen nach Stuttgart Schwabstr. 16:03 an, endet schon in Stuttgart-Zuffenhausen um 15:48
  • S3 15:03 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 16:03 an, endet schon in Winnenden um 15:53
  • S3 15:56 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 16:57 an, fährt erst ab Winnenden um 16:05
  • S1 15:53 ab Plochingen nach Herrenberg 16:58 an, ist Komplettausfall
  • S1 17:02 ab Herrenberg nach Plochingen 18:07 an, ist Komplettausfall
  • S2 16:35 ab Stuttgart-Vaihingen nach Schorndorf 17:25 an, ist Komplettausfall
  • S2 17:33 ab Schorndorf nach Stuttgart-Vaihingen 18:24 an, ist Komplettausfall
  • S6 16:58 ab Stuttgart Schwabstr. nach Böblingen 17:56 an, fährt erst ab Stuttgart Nord um 17:06
  • S6 16:58 ab Stuttgart Schwabstr. nach Weil der Stadt 17:42 an, fährt erst ab Stuttgart Nord um 17:06
  • S6 16:03 ab Weil der Stadt nach Stuttgart Schwabstr. 16:48 an, endet schon in Stuttgart Nord um 16:38
  • S3 15:48 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 16:47 an, endet schon in Waiblingen um 16:29
  • S3 16:41 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 17:42 an, fährt erst ab Waiblingen um 17:00
  • S1 18:23 ab Plochingen nach Herrenberg 19:28 an, ist Komplettausfall
  • S3 16:26 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 17:27 an, endet schon in Stuttgart-Vaihingen um 17:14
  • S3 17:33 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 18:33 an, fährt erst ab Stuttgart-Vaihingen um 17:45
  • S1 16:32 ab Herrenberg nach Plochingen 17:37 an, endet schon in Esslingen(Neckar) um 17:27
  • S1 17:53 ab Plochingen nach Herrenberg 18:58 an, fährt erst ab Esslingen(Neckar) um 18:03
  • S1 16:47 ab Herrenberg nach Kirchheim(Teck) 18:08 an, entfällt von Stuttgart Neckarpark 17:32 bis Stuttgart-Obertürkheim 17:37
  • S1 17:21 ab Kirchheim(Teck) nach Herrenberg 18:43 an, ist Komplettausfall
  • S3 17:26 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 18:27 an, endet schon in Stuttgart-Vaihingen um 18:14
  • S3 18:33 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 19:33 an, fährt erst ab Stuttgart-Vaihingen um 18:45
  • S3 18:03 ab Stuttgart Flughafen/Messe nach Backnang 19:03 an, endet schon in Winnenden um 18:53
  • S3 19:11 ab Backnang nach Stuttgart Flughafen/Messe 20:12 an, fährt erst ab Winnenden um 19:20
  • S2 19:18 ab Schorndorf nach Filderstadt 20:26 an, fährt erst ab Grunbach um 19:28
  • S2 18:35 ab Stuttgart-Vaihingen nach Schorndorf 19:25 an, endet schon in Grunbach um 19:15
  • S2 19:04 ab Filderstadt nach Schorndorf 20:10 an, endet schon in Stuttgart Schwabstr. um 19:30

Über den Störungs-Benachrichtigungsdienst des VVS wurde am 19.01.2015 folgendes gemeldet:

1a. Aufgrund einer Weichenstörung am Haltepunkt Nürberger Str. werden die S-Bahnen der Linien S2 und S3 in Richtung Waiblingen über die Ferngleise umgeleitet. Dadurch kommt es bei der S2 und S3 in Richtung Schorndorf bzw. Backnang zu Haltausfällen in Cannstatt, Nürnberger Str. und Sommerrain. (Stand: 19.01.2015 10:13)

1b. Die Weichenstörung am Haltepunkt Nürnberger Str. ist beseitigt und die S-Bahnen der Linien S2 und S3 verkehren wieder planmässig auf dem Regelweg. (Stand: 19.01.2015 11:34)

2. Wegen Personen im Gleisbereich ist der Streckenabschnitt Cannstatt-Waiblingen in beide Richtungen gesperrt. Betroffen sind die S-Bahn Linien S2 und S3 sowie die Regiolinien Stuttgart-Aalen bzw. Stuttgart-Crailsheim. (Stand: 19.01.2015 13:21)

zu 2. gab es keine Entwarnung der DB über den VVS.

3a. Aufgrund einer Weichenstörung im Bad Cannstatt kommt es auf den Linien S1, S2 und S3 derzeit zu Verspätungen und Ausfällen. (Stand: 19.01.2015 14:16)

3b. Die Weichenstörung in Bad Cannstatt wurde behoben. Auf den Linien S1, S2 und S3 kommt es noch zu Verspätungen und Teilausfällen. (Stand: 19.01.2015 14:43)

7 Gedanken zu „Komplett- und Teilausfälle der S-Bahn Stuttgart am 19.01.2015

  1. Markus O. Robold

    Nette Statistik. Bei 720 täglichen Zugfahrten und den zitierten Großstörungen mit rund 30 Teil- oder Komplettausfällen, sind diese gerade mal 5 % der täglichen Betriebsleistung, die ganz oder teilweise entfallen sind. Aber was ist die Alternative? Wenn die Strecke nicht funktioniert oder durch dritte Personen nicht voll nutzbar ist, kann man halt nicht fahren bzw. muss frühzeitig wenden, oder ist es in Eurem Sinne die Verspätungen den ganzen Tag mit sich umherzutragen?

    Zitate: „Das eigentliche Problem ist doch die marode Infrastruktur der DB, denn wenn ich bedenke, wie oft es allein in Waiblingen zu solchen Störungen kommt, kann das eigentlich nicht ohne Folgen für den Infastrukturbetreiber bleiben, eigentlich“ U. Fetzer für s-bahn-chaos.de bei zvw.de

    „und was vom Aufgabenträger, dem Verband Region Stuttgart (VRS) leider immer noch ohne erkennbare Gegenwehr akzeptiert wird“ Artikel „Komplett- und Teilausfälle der S-Bahn Stuttgart am 19.01.2015“ bei s-bahn-chaos.de

    Richtig erkannt. Es ist die Infrastruktur. Das sehe ich 100 % Prozent genau so. Und wer ist dafür verantwortlich? Die DB Netz AG. Und wem gehört der Laden? Uns! Dem deutschen Staat! Es macht also keinen Sinn auf S-Bahn und VRS einzuprügeln, wenn ich mir den Infrastrukturbetreiber nicht aussuchen kann. Da es nur einen gibt, bringt das halt nichts. Der diktiert die Netzzugangsbedingungen, Tarife und Verfügbarkeit. Das ist eben bei einem Monopolisten so. Ich kann mir die Autobahn, die ich fahre, auch nicht aussuchen, auch wenn es dort reihenweise Baustellen gibt. Wenn ich das was ändern will, muss ich an den Eigentümer wenden, vertreten durch unsere lieben Bundestagsabgeordneten. Und wer sammelt Unterschriften in Backnang und Schorndorf? Der Herr Abgeordnete Gruber, seines Zeichens MdL. Soll er doch lieber mal auf seinen MdB Christian Lange aus dem gleichen Lager zugehen, der in Berlin mit in der Regierung sitzt und ihm sagen, „lieber Christian, die marode Infrastruktur der DB braucht viel mehr Mittel, damit wir diese besser erhalten können. Bitte spreche mit dem Wolfgang, wir brauchen da noch ein paar Milliarden mehr jedes Jahr“. Das wäre vermutlich besser als auf dem Bahnsteig nach Unterschriften zu lechzen…

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    1. ÖPNV-Nutzer

      Herr Robold hat wohl Hin- und Rückfahrt als einen Ausfall zusammengezählt. Dabei ist es aber doch so, dass z.B. sowohl der S2-Fahrgast nach Schorndorf als auch der Fahrgast aus Schorndorf unter einer vorzeitigen Wende in Grunbach leidet, denn es handelt sich um 2 verschiedene Fahrgäste bei 2 verschiedenen Fahrten, die beide nicht erreicht werden. Daher sind die Ausfälle selbstverständlich doppelt zu zählen, nämlich für beide Richtungen. Die angeblichen 5% sind dann plötzlich 10% aller Fahrten an einem ganzen Tag. Das ist keinesfalls mehr als Bagatelle anzusehen und jegliche Schönfärberei bzw. Verharmlosung ist absolut Fehl am Platze.

      Im übrigen ist es für mich als Kunden vollkommen egal, welcher DB-Unternehmensteil (Holding, Netze, Regio, Station&Service etc.) schuld ist. Fakt ist, dass die DB ein Staatsunternehmen ist und der einzige Anteilseigner der Staat ist, auch wenn die DB privatwirtschaftlich geführt ist. Der Chef ist die Bundesregierung und darin der Bundesverkehrsminister Dobrindt. Der VRS ist quasi eine Behörde und wird wie der Staat ebenfalls von den Parteien nach Proporz dominiert. Soll doch mal der Präsident Bopp mit seinem Parteikollegen Dobrindt reden und ihm empfehlen, dass die DB endlich ihre reichlichen Gewinne aus dem Regional- und Nahverkehr in die Infrastruktur reinvestieren soll, anstatt in China eine Hafenlogistik zu kaufen.

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    2. Klaus Wößner

      Hallo Herr Robold,
      eine „nette“ Rechnung, die Sie da aufmachen. Wenn Sie 720 S-Bahnfahrten pro Tag rechnen — ich habe nicht nachgezählt, aber Ihre Zahl ist plausibel –, sind die aufgelisteten 58 Ausfälle immerhin 8% und eben nicht nur 5%. Man kann ja die Anzahl der Störungen nicht einfach halbieren. Denn wenn z. B. die S2 in Grunbach wendet, ist die Fahrt nach Schorndorf ausgefallen, und diese zieht den Ausfall einer zweiten Fahrt von Schorndorf nach Grunbach nach sich. Da kann man nichts zusammenfassen.
      Natürlich gäbe es keinen Sinn, eine Verspätung einige Stunden oder gar den ganzen Tag vor sich herzuschieben. Denn während der Hauptverkehrszeit würde diese Verspätung auf der Stammstrecke für alle anderen Linien der gleichen Richtung auch Verspätung nach sich ziehen. Aber man würde es sich zu einfach machen, sich mit der Begründung der zweifellos kritikwürdigen Infrastruktur zufrieden zu geben, und die Ausfälle als unabwendbares Schicksal hinzunehmen. Sie werden hoffentlich der Forderung zustimmen, dass man bei dieser bekannt problematischen Infrastruktur bitteschön das Beste aus der Situation macht. Wann endlich wird man — wenigstens in der Hauptverkehrszeit — die 6-Minuten- oder 8-Minutenwenden durch überschlagene Wenden ersetzen. Das kann niemand anderes als der VRS in die Wege leiten. Der mag sich dann durchaus mit der Netzbetreiberin streiten, wer wie viel der Mehrkosten trägt. Aber er muss initiativ werden und folglich muss man ihn triezen, das zu tun.
      Der Herr Gruber MdL darf gerne den Herrn Lange (MdB) in Berlin auf den Weg schicken, um mehr Geld für die Bahninfrastruktur zu verlangen. Wenn er dort überhaupt Gehör bekommt — was bedeutet in Berlin schon die Stuttgarter S-Bahn — dann wird die konkrete Verbesserung der Infrastruktur näher dem Sankt-Nimmerleins-Tag als dem Morgen liegen.
      Wie lange wollen wir denn die S-Bahnreisenden noch im Regen stehen lassen, die an genau den Streckenteilen ein- und aussteigen, die durch die vorzeitigen Wenden oft abgeschnitten werden? Und damit ausgerechnet die Reisenden, die ohnehin schon jeden Tag durch eine lange An- und Rückreise zum/vom Arbeitsplatz benachteiligt sind. Sie hätten wenigstens so viel Solidarität verdient, dass der VRS in der beschriebenen Weise initiativ wird. Den Druck in Richtung der Verbesserung der Bahninfrastruktur muss man deswegen ja nicht aufgeben.
      MfG
      K. Wößner

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    3. morgenbummler

      Hallo Herr Robold,

      wenn in der Firma, in der ich beschäftigt bin „gerade mal“ 8 Prozent der zu erbringenden Tagesleistungen ausfallen und ein in diesem Prozess Beteiligter einen Kommentar von Ihrer Qualität abgeben würde, gehe ich davon aus das dies nicht ohne Konsequenzen für ihn bliebe.
      Ihr Kommentar verrät viel über Ihre Einstellung gegenüber dem Kunden S-Bahn Nutzer.

      Morgenbummler

      Antworten
      1. Markus O. Robold

        An „Morgenbummler“

        Sofern Sie sich nicht hinter Pseudonymen verstecken, denke ich über ihre unqualifizierten Kommentare wie „eine Schneeflocke hat sich in einer Weiche verklemmt“ oder „was sind bei 2500 Millionen Umsatz die paar Millionen in die verrottete Infrastruktur der S-Bahn Stuttgart“ nach… Ich hoffe in Ihrer Firma kennt man den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn…

        Sie können mit mir über Mängel bei der S-Bahn Stuttgart diskutieren, die die S-Bahn als EVU unmittelbar betreffen, aber nicht über die Infrastruktur, für die Dritte verantwortlich sind und bei denen ich gezwungen werden, diese zu nutzen.

        P.S.: Ich bin auch S-Bahn Kunde, täglich, mehrfach, 7 Tage die Woche. Seit über 20 Jahren. Und mir ist genau bekannt, wer welchen Mist verbockt, wenn etwas nicht läuft. Ihnen aber anscheinend nicht…

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        1. morgenbummler

          Hallo Herr Robold,

          sofern Sie zwischen zynischen Bemerkungen und Beiträgen zur Sachdiskussion unterscheiden können.

          Ihre groteske Aufteilung der Verantwortlichkeiten bei der Deutschen Bahn verfängt bei mir nicht.

          Der VVS Kunde schließt mit seinem Fahrkartenerwerb nicht mehrere getrennte Verträge ab sondern nur einen. Und hier entsteht die Verpflichtung zu einer ordnungsgemäßen Dienstleistung.

          Die von Ihnen vorgetragene Geschäftsphilosophie hieße auf die Firma Daimler Benz übertragen:
          Kunde kauft ein Fahrzeug, Motor geht nach einem Monat kaputt. Daimler Benz erklärt sich für unzuständig, weil der Motor im Motorenwerk Cannstatt bezogen wurde und verweist den Kunden auf das Motorenwerk Cannstatt.
          Mit solch kruden Empfehlungen sollten Sie meinen Zynismus nicht kritisieren.

          Und genau diese ignoranten Einlassungen aus den Reihen der DB potenzieren auch den Unwillen der Kunden dem Unternehmen gegenüber.

          Die DB selber muss gegenüber Ihrem „Zulieferer“ für Ordnung sorgen, so wie das auch jeder andere Hersteller gestaltet, der sich marktkonform verhält.

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  2. Daniel S

    „muss frühzeitig wenden, oder ist es in Eurem Sinne die Verspätungen den ganzen Tag mit sich umherzutragen?“ (Markus O. Robold)

    Wan kommen endlich die überschlagenen Wenden in Schorndorf, Filderstadt und Weil der Stadt, wo die Wendezeit acht Minuten oder weniger beträgt? Auch die S3 nimmt am Flughafen ständig Verspätungen mit in die Rückfahrt. Der Tf-Wechsel an den Endhaltestellen reicht offenbar nicht aus.

    Netter Nebeneffekt: Wenn die Rückfahrt trotz Teilausfall auf der Hinfahrt trotzdem stattfindet, dann sind wir tatsächlich nur bei den angesprochenen 30 Ausfällen…

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