Was ändert sich am Mittwoch 13. Juli 2016 ?

Am Mittwoch 13. Juli startet die Streckensanierung zwischen Stuttgart Rohr und Böblingen, die insgesamt bis 10. September dauern wird (wir berichteten ausführlich in unserem Beitrag Zwischen Stuttgart und Böblingen wird es eng …). Auf den ersten Blick scheint nur die Linie S1 von der Sanierungsmaßnahme betroffen zu sein, aber dies ist keineswegs der Fall. Vielmehr sind zusätzlich auch Nutzer der Linie S3 betroffen.

Ein Gleisbauzug wartet im Bahnhof Böblingen auf seinen Einsatz

Ein Gleisbauzug wartet im Bahnhof Böblingen auf seinen Einsatz

Hier eine Übersicht der Änderungen bei den Linien S1 und S3 im Zeitraum vom 13. Juli bis zum 15. August:

S1 – Herrenberg Kirchheim (Teck)

Die Linie S1 verkehrt nur noch zwischen Kirchheim (Teck) und Stuttgart-Vaihingen. Die Züge von/bis Plochingen/Esslingen verkehren nur von/bis Schwabstraße.

Wer weiter Richtung Herrenberg fahren möchte muss die neue Linie S31 nutzen, die in Backnang startet und bis Herrenberg fährt. Auf der Strecke zwischen Vaihingen und Herrenberg verkehrt sie ganztägig alle 30 Minuten in etwa zu den Zeiten der bisherigen S1 Verstärkerzüge zur Hauptverkehrszeit. Dadurch kommt es bei der Schönbuchbahn in Böblingen und der Ammertalbahn in Herrenberg zu längeren Umsteigezeiten. Ähnliches gilt für diverse Buslinien entlang der Strecke.

Im Zeitraum 13. – 29. Juli 16, nur Mo-Fr werden zwischen Böblingen und Herrenberg zusätzlich Schülerzüge der Linie S1 das Fahrplanangebot verstärken. Sie verkehren alle 30 min. zu den üblichen Zeiten.

Die letzten zwei Züge der S1 nach Herrenberg enden schon in Vaihingen.

Im Nachtverkehr der S1 wird zwischen Vaihingen und Herrenberg ein Busersatzverkehr angeboten.

Von Mittwoch, 13. Juli bis Montag, 15. August 2016 (Betriebsbeginn) und am Wochenende 20./21. August 2016 gelten für Fahrgäste mit Start/Ziel aus dem Einzugsgebiet entlang der Schönbuchbahn bzw. südwestlich von Böblingen (Raum Ehningen/Gärtringen/Herrenberg) folgende tarifliche Sonderregelungen:

Diese Fahrgäste können mit ihren Tickets auch alternative Fahrwege ohne Aufpreis nutzen, selbst wenn diese über andere bzw. mehr Tarifzonen als üblich führen. Zudem dürfen Fahrgäste mit Tickets mit zeitlicher Einschränkung (z. B. 9-Uhr-UmweltTicket) bis zu 30 Minuten früher als üblich losfahren.

Quelle: https://www.s-bahn-stuttgart.de/s-stuttgart/baustellen/s1_Buendel_Gaeubahn.html

S3 – Backnang Stuttgart Flughafen/Messe

Die Linie S3 verkehrt nur noch zwischen Backnang und Stuttgart-Vaihingen.

Wer weiter Richtung Flughafen/Messe fahren möchte, muss die neue Linie S13 nutzen, die in Kirchheim (Teck) startet und bis Flughafen/Messe fährt. Auch die Linie S13 fährt ganztägig alle 30 Minuten, gegenüber der in Vahingen endenden S3 aber um 10 Minuten versetzt. Alternativ kann ggf. auch auf die Linie S2 ausgewichen werden.

Aufgrund der vielen Änderungen ist es ratsam sich vor der Fahrt im Internet bzw. per App über die zur Verfügung stehenden Fahrtmöglichkeiten zu informieren. Wir versuchen Sie in dieser schwierigen Zeit mit unserem @SBahnStgt Warner und dem S-Bahn Stuttgart Monitor für Smartphones bestmöglich zu unterstützen, sind hierbei aber von der Datenqualität der Deutschen Bahn abhängig und können deshalb aktuell noch nichts versprechen.

Fahrplantabellen als PDF:
Fahrplantabelle Gesamtverkehr S1-S13.pdf
Fahrplantabelle Gesamtverkehr S3-S31.pdf

12 Gedanken zu „Was ändert sich am Mittwoch 13. Juli 2016 ?

  1. Angie

    So today I was waiting for my S-Bahn to Stuttgart from Goldberg. About three minutes before its scheduled arrival, an announcement was made to switch to Gleis 1. Immediately, about 100 people made their way across. A train arrived richtung Herrenberg also on the wrong side, an everything seemed in Ordnung.

    Then something strange happened. Both platforms (1 and 2) displayed BACKNANG as the destination. Then both platforms had an announcement, which began five seconds apart so it sounded just like noise, which told people to go to Gleis 1 (die Gleis richtung Herrenberg). During this confusion, the S31 pulls into Gleis 2!!!! Everyone had to run up and over to where they originally were waiting. It was pure chaos! The train sat in Goldberg 5 extra minutes while everyone ran sometimes with Gepäck from one side to another.

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  2. Musenrössle

    Da ich heute Nachmittag zufällig das ‚Vergnügen‘ hatte, den neuen Baustellen-Fahrplan anzutesten hier auch von mir ein kurzer Bericht:

    Mit der Ammertalbahn aus Richtung Tübingen kommend, erwartete einen in Herrenberg dann nicht wie gewohnt schon eine startklare S-Bahn, sondern es hieß erstmal auf diese warten.

    Nach einer zusätzlichen Wartezeit von ca. 15 Minuten ging es dann immerhin los mit der S 31 Richtung Backnang.

    ‚Dank‘ diverser Bummel-Phasen unterwegs, nicht nur an der Baustelle und einem längeren Stopp in Böblingen wegen warten auf den Gegenzug vor der eingleisigen Baustelle, hatte sich die Fahrtzeit von Herrenberg nach Schwabstraße dann nochmal um ca. 15 Minute gegenüber dem bisherigen Fahrplan verlängert.

    Ich weiss nicht, ob das dem aktuellen Fahrplan entspricht, würde es aber vermuten, da die S 31 zu derselben Zeit in Schwabstraße war wie bisher die S 3.

    Das heisst, wer aus Richtung Tübingen mit der Ammertalbahn kommt, muß mindestens mit einer halben Stunde längerer Wegezeit bis Schwabstraße rechnen.

    Da bin ich froh, daß ich die Strecke nicht regelmäßig fahren muss…

    Den Umgekehrten Weg habe ich nicht probiert, aber ich vermute mal da gilt dasselbe.

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  3. Pendler

    Auf dem Streckenast von Rohr zum Flughafen herrschte heute morgen einige Konfusion. Natürlich hatte die Deutsche Bahn seit geraumer Zeit in diversen Printmedien auf baubedingte Fahrplanänderungen hingewiesen. Nur – wann die eigene S-Bahn nun konkret fährt, das ließ sich lediglich mit einigem Aufwand in irgendwelchen Internet-Fahrplänen nachvollziehen. Hingegen sah sich die Bahn außerstande, ihre treuesten Kunden, die Pendler, mit Plakaten oder markanten Aushangfahrplänen rechtzeitig auf aktuelle Änderungen hinzuweisen. So warteten etwa hunderte Pendler vergeblich auf ihre S3. Nachmittags erweis sich der Fahrplan als völlig chaotisch: Zugverspätungen, falsche Gleisanzeigen, überfüllte Vollzüge und der ungewohnte Fahrplan trugen zu erheblicher Verwirrung der Reisenden bei. Kundenorientierung: Fehlanzeige. Dankeschön Deutsche Bahn!

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    1. Daniel Stubbacher

      In S-Rohr hängen die Baustellenfahrpläne aus. Entgegen Ihrer Aussage sind diese durchaus markant, da diese als Hintergrund ein rotes Baustellensymbol tragen.

      Dort können Sie erkennen, dass die S1 (als Linie S31 nach Herrenberg) nur noch einen Halbstundentakt fährt. Im Norden fahren die Linien ihren regulären Weg zu ihren regulären Zeiten. Das gilt für beide Richtungen. Ab S-Vaihingen ändert sich in und aus Richtung Süden im Wesentlichen der Linienweg.

      Dass die Deutsche Bahn im Verspätungsfall unzureichend und z.T. falsch informiert, ist leider Realität. Dass diese Baustelle ansteht und wo man weitere Informationen bekommt, hat sie lange genug und deutlich angekündigt. Gerade als Pendler sollten Sie in der Lage sein, sich die Infos zu seinem baustellenbedingt veränderten Reiseweg selbstständig zu beschaffen.

      Auch ich hatte heute Morgen das Vergnügen, mit der S31 von Böblingen nach S-Rohr zu fahren. Wegen eines verspäteten Gegenzugs musste meine S31 warten. Die Lokführerin informierte uns darüber und sagte wenige Minuten Wartezeit an. Im Endeffekt waren dies dann doch 20 Minuten, was die Lokführerin offenbar nicht in Erfahrung bringen konnte. Die Reisendenauskunft der Deutschen Bahn hat diese 20 Minuten jedoch genau so vorausgesagt.

      Im Grunde konnte man die 20 min Verspätung auch an der Abfahrtsanzeige des Gegengleises ermitteln, denn der Zug Richtung S-Rohr konnte ja erst abfahren, wenn der Zug Richtung Herrenberg in Böblingen angekommen ist und das dauerte noch 20 min.

      Die Ansagen am Bahnsteig waren nicht hilfreich und steigerten sich allmählich von 5 über 10 und 15 auf 20 Minuten Verspätung. Die Ansage sagte sozusagen die aktuelle Verspätung an, die sich durch das Warten stets erhöht hat.

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      1. Pendler

        Nun ja, eine Zugverspätung anhand der Abfahrtsanzeige am Gegengleis zu ermitteln, ist doch eher eine Sache für Experten und hat mit Kundenorientierung wenig zu tun. Und ich bleibe dabei: Die direkte Information der S-Bahn-Reisenden bei der gestrigen Fahrplanumstellung war verbesserungswürdig. Ansonsten hätten alleine in Leinfelden morgens nicht etwa 30 Pendler auf die S3 gewartet, die fahrplanmäßig gar nicht verkehrte. Warum setzt die Bahn nicht etwa temporäre Ansprechpartner vor Ort ein? Oder macht zumindest entsprechende Lautsprecherdurchsagen. Es ist bezeichnend, dass sich die prägnantesten Informationen zur Fahrplanänderung unter http://www.s-Bahn-Chaos.de finden …

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  4. Simone

    Ich hatte gestern das vermeindliche ‚Vergnügen‘ mit der neuen Linie s31 zu fahren. Neben den nicht unerwarteten Verzögerungen, das Warten bis die eingleisige Strecke frei wird und das Schleichen über den einen Gleis hat mich eines doch sehr verwundert:

    in keinem der Bahnhöfe auf der Strecke wo ich war, war eine aktuelle Übersicht des S-Bahnliniennetzes ausgehängt! Es gab nur die neuen Fahrpläne für die Baustellenzeit zu sehen. Da die neuen Linien, ihre Start-und Endpunkte doch sehr verwirrend sind, fehlte der Überblick. An einem Bahnhof gab es einen Aushang des Liniennetzes, der war allerdings veraltet und beinhaltete nicht die neuen Linien.

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  5. Klaus Wößner

    Vom 13.07. – 14.08. gibt es, wie im Beitrag beschrieben, neben den S-Bahnlinien S1 und S3 auch noch die S13 und die S31. Das ist für viele S-Bahnreisenden etwas verwirrend, weil sich auch die Abfahrtzeiten auf den einzelnen Streckenabschnitten verändert haben. Mancher wird daher zur Klärung in die offiziellen Fahrpläne sehen wollen. Da kann man aber auch einen (offiziellen) Fahrplan erwischen, der die Verwirrung vergrößert!

    Die VVS-Fahrplanbuchseiten sind relativ klar. Dort sind die Linien S3 und S31 sowie die Linien S1 und S13 jeweils in einer gemeinsamen Tabelle dargestellt. Auch die offizielle DB-Kursbuchtabelle 790.1 die im Normalfahrplan die S1 betrifft, ist mittlerweile verständlich. Hier wurde eine Änderung nachgereicht. Sogar die S31 ist darin aufgenommen.
    Vorsicht aber mit Tabelle 790.2-3, die im Normalfahrplan die S2 und die S3 betrifft, hier wird es in der Tat verwirrend. Die Züge der S31 von Backnang nach Herrenberg sind sowohl mit S3 als auch mit S1 überschrieben. Die S31 gibt es gar nicht.
    Aber vielleicht merkt man es noch und reicht auch hier Klarheit nach.

    K. Wößner

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  6. Earl Y. Bird Beitragsautor

    Am Wochenende bin ich auch mal zwischen Böblingen und Stuttgart gefahren und bin hierbei auf einige verwirrte Fahrgäste getroffen. Kein Wunder, es ist ja auch ein merkwürdiges Gefühl wenn man informiert in Böblingen am Bahnsteig steht und auf die angezeigte S31 nach Backnang wartet, dann aber völlig unerwartet eine S1 nach Backnang einfährt. Zumindest wurde die falsche Linie S1 am Zug sowohl außen als auch innen angezeigt und auch in den Durchsagen im Zug war immer von S1 die Rede. Nur auf den blauen Monitoren in den Zügen wurde korrekt S31 angezeigt.

    Vor Stuttgart-Rohr lautet die Durchsage, man solle zum Flughafen auf die S2 oder S3 umsteigen. Die S3 fährt in den nächsten Wochen aber gar nicht zum Flughafen. Stattdessen fährt die temporäre Linie S13 zum Flughafen, diese wurde in der Durchsage aber gar nicht erwähnt.

    Auf der Rückfahrt nach Böblingen waren die englischen Durchsagen nicht in Ordnung. Die Linie S31 wurde als „S Train“ angesagt.

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  7. Markus O. Robold

    Um eine Entlastung und einen Verspätungsabbau auf dem anfälligen Abschnitt zwischen TSRO und TBO zu erreichen, werden ab Montag in der nachmittäglichen HVZ einige RE-Züge über die Rankbachbahn/Württ. Schwarzwaldbahn umgeleitet bzw. enden und beginnen in Leonberg.

    Betroffen sind die Züge RE 19036 RE 19039 RE 19038 RE 19040 RE 19043.

    Details folgen in Kürze. Bitte informieren Sie sich.

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  8. Daniela

    Neue Gleise müssen sein, das verstehe ich.
    Da ich beruflich auch in der Planung von Projekten bin sowie täglich erheblichen Verlust meiner wertvollen Freizeit oder auch meiner Arbeitszeit aushalten muss, stelle ich mir die Frage, wie man die Fahrpläne und die Streckenführung hätte besser organisieren können.
    Gleich mehrfach werden die Fahrgäste (unnötig) belastet:
    1/ Einschränkung durch 30-Minuten-Takt statt 15-Minuten-Takt: das schränkt ein, man kann sich aber drauf einstellen.
    2/ Einschränkung durch Umsteigen: 15 min Zeitverlust durch Umsteigen wegen der geänderten Streckenführung: warum fahren die S-Bahnen jetzt von Kirchheim nach Flughafen, von Herrenberg nach Backnang? Viele Leute haben ihr Leben nach der „alten“ Streckenführung der S1 und der S3 ausgerichtet, wofür ist der Tausch gut?
    3/ Bis zu 20 min Zeitverlust durch Warten an der Baustelle. Warum ist es trotz 30-Minuten-Takt nicht möglich, dass die S-Bahnen
    durchfahren? Wegen der ICs und REs?
    4/ Zeitverlust durch geänderte Fahrpläne: Fahrgäste, die Anschlüsse an andere S-Bahnen, Busse und Straßenbahnen benötigen, warten auch hier. Beispiel S60 laut Fahrplan:
    8:16 Uhr Böblingen: Ankunft S31 von Stuttgart nach Herrenberg
    8:34 Uhr Böblingen: S60 nach Renningen
    Wieder 18 min warten.
    5/ Früher fuhr jede Stunde ein RE von und nach Böblingen (Singen, etc..). Jetzt wurde jeder zweite gestrichen, es fahren ICs. Die IC Fahrt wird in der Reiseempfehlung VVS immer angezeigt.
    Es hat mich 2 Gänge zum Reisezentrum der Bahn am Stuttgarter Bahnhof gekostet, plus 1 Anruf bei der Bahnauskunft, um heraus zu finden, dass mein VVS-Ticket hier nicht gilt. Das lief so:
    1/ 13.Juli 16 Reisezentrum Stuttgart Bahnhof: „Wissen wir nicht, da müssen wir uns erkundigen“ (13.Juli begann die Baustelle)
    2/ 14.Juli 16 telefonische Auskunft der Bahn: „Ja, die ICs sind für normale Tickets frei gegeben bis Horb bis 14.August.“
    3/ 18.Juli 16 Endlich steht was bei der Website des VVS: VVS-Tickets gelten nicht im IC
    4/ 18.Juli 16 Reisezentrum Stuttgart Bahnhof: „Zeitkarten gelten nicht im IC, auch nicht ausnahmsweise wegen der Baustelle.“
    Zusammenfassung
    1/ 15 min Zeitverlust wegen 30-Minuten_Takt
    2/ 15 min Zeitverlust wegen umsteigen in die andere S-Bahn-Linie
    3/ 20 min Zeitverlust durch Warten auf den Gegenzug in Rohr (nicht immer, aber zu oft)
    4/ 18 min Zeitverlust, weil der Anschluss nicht mehr passt
    1h 8 min möglicher Zeitverlust in Summe.
    Bei einer Fahrt, die eh schon 60 min dauert, ist das echt bitter.
    5/ Dann noch keine Chance, im IC besser durchzukommen, außer man zahlt pro Fahrt Stgt-Böblingen 7,50 Euro extra.
    Macht in Summe 5 Einschränkungen, einige davon tun echt weh. Das hätte man doch garantiert besser machen können! Wer hat das geplant? Wie leichtfertig wird hier mit meiner Lebenszeit umgegangen?
    Alternativ fahren die Leute dann eben Auto, wenn sie eins haben. Die Umwelt wird zusätzlich belastet – wieder meine Lebenszeit.

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