Archiv der Kategorie: S-Bahn Stuttgart

Verbesserungsfähiges Informationssystem an den Stationen und in den Zügen

Erst neulich habe ich es wieder einmal erlebt, dass die Anzeigetafeln an den Stationen die Realität nicht abbilden:

7.8.2014, Stuttgart Hauptbahnhof tief 19:45, Gleis 102. Ich warte auf die S3 nach Waiblingen. Nun kommt die Anzeige S4 Marbach und der Zug fährt ein. Ich ärgere mich, denn ich nehme an, dass die S3 wieder einmal so viel Verspätung hat, dass ich den letzten Bus direkt zu mir nach Hause wohl nicht erreiche. Ich habe der Anzeige vertraut und bin natürlich nicht in die Bahn eingestiegen. Das war ein Fehler, denn es war entgegen der Anzeige und Ansage doch die S3. Auch der nachfolgend einfahrende Zug wurde falsch angezeigt. Ich habe den Bahnmitarbeiter im auf dem Bahnsteig stehenden Häuschen namens Fahrgastinformation darüber informiert. Er hatte es noch gar nicht bemerkt und war nicht in der Lage, die Fahrgäste über die Diskrepanz zu informieren, sondern hat lediglich zum Telefonhörer gegriffen.

Als zweites Beispiel zeigt das unten stehende Bild aus Bad Cannstatt, dass die Anzeigen teilweise auch schwer verständlich sind. Hoffentlich haben die auf die S2 wartenden Fahrgäste in Stuttgart-Bad Cannstatt auch die etwas schwierig zu lesende Laufschrift auf der Anzeigetafel gelesen, sonst hätten sie nämlich umsonst gewartet.

Anzeigetafel in Bad Cannstatt

Anzeigetafel in Bad Cannstatt

Ist es so schwierig, für solche Fälle eine gut lesbare und verständliche Anzeige einzuprogrammieren?

Beispiel Nr. 3: Im Bahnhof Waiblingen ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass die Uhr für das Informationssystem nachgeht, d.h. an der Sammelanzeigetafel am Abgang zur Bahnsteigunterführung waren Züge aufgeführt, die schon vor ein paar Minuten abgefahren waren oder gleich einfahren. Dumm, wenn jemand meint, er könne vor der Abfahrt seines Zuges noch schnell eine Zeitung kaufen.

Monitore in den Zügen

Auf den Monitoren in den S-Bahn-Zügen der neuen Baureihe 430 (und bereits umgerüsteten Zügen der Baureihe 423) werden die nächsten Stationen und gegebenenfalls die Anschlussinformationen zu anderen S-Bahnen, Zügen, Straßenbahnen und Bussen angezeigt.

Monitor mit nächsten Halten

Monitor mit nächsten Halten

Im Prinzip eine feine Sache. Doch leider ist nur die Uhrzeit oben rechts aktuell, die Ankunftszeiten in den weiteren Stationen geben lediglich den Fahrplan wieder. Hat ein Zug Verspätung, treffen die planmäßigen Ankunftszeiten natürlich nicht mehr zu und die angezeigten Anschlüsse werden häufig nicht mehr erreicht.

Der Leser Morgenbummler twitterte von der Anzeige in der S4 kurz vor dem Haltepunkt Favoritepark in Richtung Ludwigsburg-Stuttgart. Um 8:02 wird angezeigt, dass der Zug fahrplanmäßig um 7:55 in Favoritepark ankomme und um 7:58 in Ludwigsburg abfahre. Dummerweise gibt es zu dieser Zeit fahrplanmäßig gar keine S4, da sie erst um 8:01 in Freiberg und um 8:06 in Ludwigsburg abfährt. Morgenbummler twitterte weiter, dass der falsche Fahrplan schon seit einem halben Jahr so angezeigt würde. Klar, Fehler kommen immer vor, Wenn sie aber wie in diesem Fall leicht korrigiert werden können, ist es ein untragbarer Zustand, sie nicht kurzfristig zu beseitigen. Der Verdacht drängt sich auf, dass die Bahn im Rahmen eines größeren Updates, bei dem Sonderwünsche des VRS einfließen sollen, auch gleich eigene Fehler beseitigen will, die dann ebenfalls vom VRS bezahlt werden.

Gelegentlich stimmt auch die Angabe der Seite des Ausstiegs nicht, nämlich dann, wenn der Zug nicht am fahrplanmäßig vorgesehenen Bahnsteig, sondern an einem anderen hält. Dann muss der Triebwagenführer die automatische Anzeige und Ansage durch eine nachfolgende Ansage korrigieren. Das kann man derzeit auf dem Weg von Fellbach nach Stuttgart im Überfluss erleben. Die automatische Ansage und Anzeige lautet: Nächster Halt Fellbach, Ausstieg in Fahrtrichtung links, der Triebwagenführer korrigiert: Ausstieg rechts. Nächste Ansage: Nächster Halt Sommerrain. Stimmt auch nicht, denn im Moment kann die S2/S3 wegen Erneuerung der S-Bahn-Gleise in Sommerrain und Nürnberger Straße überhaupt nicht halten. Korrektur: Nächster Halt: Bad Cannstatt. Nächste Ansage: Nächster Halt Nürnberger Straße, Korrektur: Nächster Halt Bad Cannstatt. Nun muss jemand einen Reset ausgelöst haben, denn die nächste Ansage lautete: Nächster Halt Stuttgart Hauptbahnhof. Korrektur: Nächster Halt Bad Cannstatt.

Anschlussinformationen in den Zügen

Informationssystem in den Zügen der BR 430

Informationssystem in den Zügen der BR 430

Leider werden im obigen Beispiel Anschlüsse angezeigt, die selbst bei pünktlicher Ankunft nicht erreichbar sind: Bei Ankunft im Hauptbahnhof tief um 18:45 Uhr schafft es kaum jemand, die Stadtbahn um 18:48 nach Stammheim oder den Bus um 18:48 zum Killesberg zu erreichen. Dass auch noch Informationen ausgerechnet für eine Fahrt zurück (18:45 Uhr zurück zum Flughafen oder 18:48 zurück zur Schwabstraße) angezeigt werden, ist eigentlich Platzverschwendung auf dem Monitor. Von all den angezeigten Anschlüssen ist allenfalls die S-Bahn nach Weil der Stadt um 18:48 für den Fahrgast verwertbar.

Unglücklicherweise werden auch bei Verspätung des S-Bahnzuges nur die fahrplanmäßigen Anschlüsse angezeigt und leider nicht durch die tatsächlich erreichbaren ersetzt. Im obigen Beispiel wird bei einer Verspätung von 2 min kein einziger dieser Anschlüsse erreicht.

Ganz unverständlich für den Fahrgast sind die betrieblich-technischen Abkürzungen der Züge, Stadtbahnen und Busse auf dem Monitor. Wie soll er denn  wissen, dass sich hinter S7379 die S-Bahn-Linie S3, hinter S7660 die Linie S6, hinter STB6536 ein Stadtbahnzug der Linie U5 und hinter BUS38845 ein SSB-Bus der Linie 44 verbirgt? Viel wichtiger zu wissen wäre doch, auf welchen Bahn- oder Bussteig sich der Fahrgast begeben sollte.

Dazu twitterte die DB Bahn am 20. August 2014:

Die Problematik ist vor Ort bekannt. Änderung ist bereits beauftragt, Softwareumstellung erfolgt bis Ende 2014.

Man darf gespannt sein.

Nochmals: Die Anzeigen vor allem in den neuen S-Bahntriebwagen sind sehr zu begrüßen. Aber für die tägliche Praxis gibt es reichlich und dringend Verbesserungsbedarf!

Güterzug-Entgleisung bei Burgstall (Murr) am 8. August 2014

Nutzer der S-Bahnlinie S4 zwischen Marbach am Neckar und Backnang werden sich noch lange an den 8. August 2014 erinnern. Um 0:15 entgleiste kurz nach der Durchfahrt durch den Bahnhof Burgstall an der Murr die hintere Achse des letzten Waggons eines Güterzugs. Der Zug fuhr trotz entgleistem Waggon noch gut 2 km weiter, bevor er aufgrund der durch den Unfall beschädigten Oberleitung zum Stehen kam.

Der Güterzug kam aus Nürnberg und hatte das Ziel Kornwestheim. Er bestand insgesamt aus 9 Waggons, von denen 8 Kohle und Stahl geladen hatten. Der letzte, entgleiste Waggon war leer. Durch den Unfall wurden eine Weiche, zwei Oberleitungsmasten, die Oberleitung sowie ca. 2000 Stahlschwellen beschädigt. Die Reparaturen werden voraussichtlich bis Ende August dauern. Solange fährt die S4 aus Marbach nur bis Kirchberg (Murr) und wendet dort. Zwischen Kirchberg (Murr) und Backnang ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Mögliche Unfallursache

Die Ermittlungen zur Unfallursache hat die Bundespolizeiinspektion Stuttgart übernommen und solche Untersuchungen dauern oft sehr lange. Deshalb kann derzeit über die Ursache der Entgleisung nur spekuliert werden.

Im Forum von Drehscheibe online beklagen Lokführer den schlechten Zustand der Strecke. Ein uns bekannter Lokführer, der die Strecke ebenfalls befährt, bestätigt diese Einschätzung. Die von Backnang aus zunächst eingleisige, kurvenreiche Strecke durch das Murrtal bis Kirchberg (Murr) wurde im Personenverkehr früher von Regionalzügen zwischen Backnang und Ludwigsburg bedient und vor ca. 2 Jahren für den S-Bahn Betrieb zwischen Marbach und Backnang ertüchtigt. Seit Ende 2012 ist die S4-Verlängerung von Marbach bis Backnang in Betrieb. Ob sich der Zustand in diesen knapp zwei Jahren verschlechtert hat ist mir nicht bekannt.

In einem Artikel der Backnanger Kreiszeitung vermuten Anwohner überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Unfallursache. Laut Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der DB, wird der Ort Burgstall an der Murr und somit auch die Unfallstelle von Güterzügen mit 80 km/h durchfahren. Weiter unten im Artikel behauptet ein Bahnsprecher, auf diesem Streckenabschnitt wären bis zu 100 km/h erlaubt. Dies Aussage bezieht sich entweder auf einen längeren Streckenabschnitt (z.B. zwischen Marbach am Nackar und Backnang) oder sie ist schlechtweg falsch. In Burgstall an der Murr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, vor dem Ort sind in beiden Richtungen maximal 90 km/h erlaubt.

Dass eine schlechte Strecke in Verbindung mit einer hohen Geschwindigkeit das Risiko einer Entgleisung erhöht klingt zumindest plausibel.

Wir von S-Bahn-Chaos.de überwachen mit Hilfe des Live-Fahrplans der DB Regio nicht nur die Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart, sondern protokollieren im Fall von größeren Verspätungen auch deren Ursache. Hierbei war die Linie S4 bisher immer recht unauffällig. Ausgerechnet in dieser Nacht kam es aber bei der letzten Fahrt der S4 von Backnang nach Stuttgart Schwabstraße zu einer störungsbedingten Verspätung:

Verspätung S4 bei Erdmannhausen

Verspätung S4 bei Erdmannhausen

Die Ursache für diese Verspätung war laut RIS (ReisendenInformationsSystem) eine Stellwerksstörung bzw. ein Stellwerksausfall:

Stellwerksstörung bzw. -ausfall

Stellwerksstörung bzw. -ausfall

Hier noch einmal die Daten der Fahrt der letzten Fahrt der Linie S4 Richtung Stuttgart, sowie mit dem Stern markiert der von der Entgleisung betroffene Streckenabschnitt:

Letzte S4 nach Schwabstraße

Daten der letzten S4 nach Schwabstraße (Stern markiert Unfallstrecke)

Da die Informationen im Live-Fahrplan der Realität immer etwas hinterherhinken, spricht viel dafür, dass diese Stellwerksstörung im Bereich Burgstall (Murr) auftrat. Die ZVW Redaktion ging diesem Hinweis nach und fragte bei der Bahn nach, ob es vielleicht einen Zusammenhang zwischen der Stellwerksstörung und der Entgleisung knapp eine Stunde später geben könnte. Die Bahn bestritt dies umgehend:

Laut Bahn besteht kein Zusammenhang zwischen der Stellwerksstörung und der Entgleisung

Laut Bahn besteht kein Zusammenhang zwischen der Stellwerksstörung und der Entgleisung

Diese Aussage der Bahn ist insofern verwunderlich, weil sie sich bei Unfällen normalerweise mit Aussagen hinsichtlich möglicher Ursachen sehr zurückhält und stattdessen auf die ermittelnde Behörde verweist. Ob die mit der Untersuchung der Unfallursache betraute Bundespolizeiinspektion Stuttgart diesem Aspekt bei ihren Ermittlungen nachgeht ist uns nicht bekannt.

Schließung des S-Bahn Zugangs im Hauptbahnhof Stuttgart

Als die Bahn am 5. August offiziell mit dem Ausbaggern der 1. Baugrube für den neuen Tiefbahnhof begann, waren die Meinungen dazu gespalten. Die einen freuten sich über den Baubeginn, die anderen protestierten lauthals dagegen.

Eine Woche später, am Dienstag 12. August steht nun ein weiterer „Meilenstein“ an, bei dem es aber selbst eingefleischten Projektbefürwortern sehr schwer fallen dürfe, ihm etwas positives abzugewinnen.

An diesem Dienstag wird nämlich der Zugang zur S-Bahn zwischen dem ehemaligen Gleis 3 und 4 im Stuttgarter Hauptbahnhof (oben) für immer geschlossen, weil er dem Trogbauwerk des S21-Tiefbahnhofs im Wege steht. Dieses Treppenhaus mit Freitreppe und zwei Rolltreppen wird jeden Tag von vielen Tausend Pendlern und Reisenden genutzt, um schnell von den im Hauptbahnhof (oben) verkehrenden Fern- und Nahverkehrszügen auf die S-Bahn umzusteigen sowie umgekehrt. Aber auch Pendler, die nur die S-Bahn nutzen, haben das Treppenhaus oft genutzt, weil bei größeren S-Bahnstörungen auf der Stammstrecke der Hauptbahnhof (oben) von manchen S-Bahnen mitverwendet wurde, um wenigstens einen Notbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Abgang zur S-Bahn

Abgang zur S-Bahn

Ab Dienstag sind diese Umsteigenden dann gezwungen das Gebäude des Hauptbahnhofs über einen der Ausgänge zu verlassen, um über die in Stoßzeiten stark frequentierte Klett-Passage und eines der drei noch verbleibenden Treppenhäuser über die große, die kleine Schalterhalle, den Mittelausgang und außerdem den Nordausgang zur Klett-Passage und von dort zur unterirdischen S-Bahn Station zu gelangen. Nur der Ausgang über die große Schalterhalle ist komplett mit Rolltreppen ausgerüstet, der Mittelausgang erst ab Straßenniveau. Der Zugang über den Nordausgang geht ohne entsprechenden Wetterschutz ins Freie und von dort über eine im Freien liegende Treppenanlage direkt in die Klett-Passage. Fahrgäste, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, müssen entweder den total unterdimensionierten Aufzug von der Kopfsteighalle direkt zum S-Bahnsteig oder den weiten Weg vom Nordausgang um das neue Technikgebäude herum und dann entlang des Arnulf-Klett-Platzes zur Klett-Passage gehen. Das hat sogar den als glühenden S21-Befürworter bekannten Stadtrat A. Kotz (derzeit CDU-Fraktionsvorsitzender im Stuttgarter Gemeinderat) zu Protesten gegenüber der Bahn veranlasst. Nach der Verlegung der Bahnsteige um rund 120 m weg vom Bahnhofsgebäude und der Schließung des unterirdischen Querbahnsteigs wird dies nun ein zusätzlicher Umweg, der das Umsteigen weiter erschwert und im Extremfall von 7 auf 13 Minuten verlängert. Verpasste Anschlüsse werden dadurch zunehmen.

Wer von Zügen des Fernverkehrs auf die S-Bahn umsteigt und umgekehrt ist von der Schließung massiv betroffen, da er meist keine Alternative hat und im Hauptbahnhof umsteigen muss.

Pendler die von Nahverkehrszügen auf die S-Bahn umsteigen können teilweise an einem anderen Bahnhof (z.B. in Bad Cannstatt) aussteigen, um dann schon dort auf die S-Bahn oder U-Bahn umzusteigen.

Nutzer der S-Bahn erfahren leider oft zu spät von größeren Störungen und den damit verbundenen S-Bahnzügen die dann oft im Hauptbahnhof (oben) verkehren. Schon jetzt bleibt für den Weg von oben nach unten bzw. umgekehrt zu wenig Zeit und diese Situation wird sich durch die Schließung des Treppenhauses und den damit verbundenen längeren Wegen weiter verschlechtern.

Aufgang zum Hauptbahnhof

Aufgang zum Hauptbahnhof

Sicher ist, dass es auf den verbleibenden Treppen und Rolltreppen zukünftig noch enger zugehen wird. Speziell in der Hauptverkehrszeit wird die Infrastruktur an ihre Grenzen stoßen.

Ich mag mir nicht vorstellen, was passiert, wenn es in der S-Bahn Station Hauptbahnhof (tief) zur Hauptverkehrszeit zu einem Brand kommt und der Bahnsteig über diese verbleibenden schmalen Treppen schnell geräumt werden muss, ganz abgesehen davon, dass die Treppen-Einhausungen nicht gerade für eine ungehinderte Flucht geeignet sind. Es kann bezweifelt werden, ob die vorgegebene Entfluchtungszeit bei der festgesetzten Personenzahl auch noch über die verbleibenden Treppen erreicht wird. Nicht zuletzt deswegen werde ich persönlich diese S-Bahn Station zukünftig meiden.

Weitere Informationen zur Schließung sind beim VVS zu finden.

Offizielle Pünktlichkeitswerte der DB Regio für Juli 2014

Mittlerweile hat auch die DB Regio ihre offiziellen monatlichen Pünktlichkeitswerte mit den Werten für Juli 2014 ergänzt.

Aus besagten Gründen liegen die Werte der DB und die unsrigen zwar etwas auseinander, tendenziell sind sie aber gleich.

Leider werden von der DB Regio die Statistiken der einzelnen Linien und eine Unterscheidung zwischen nur HVZ und dem ganzen Tag immer noch nicht veröffentlicht.

Im Juli 2014 haben sich die Werte für die 3-Minuten-Pünktlichkeit gegenüber dem Vormonat ganz minimal verbessert. Diese Tendenz hält jetzt schon seit April 2014 an. Trotz den verschiedenen vorgenommenen Verbesserungsmaßnahmen liegt die Pünktlichkeit im Juli 2014 trotzdem nur auf Vorjahresniveau und weiterhin deutlich unter dem Sollwert.

Werte der DB Regio für die 3-min-Pünktlichkeit

Werte der DB Regio für die 3-min-Pünktlichkeit

Die Werte für die 6-Minuten-Pünktlichkeit haben sich gegenüber dem Vormonat um fast einen Prozentpunkt verbessert und liegen im Juli 2014 knapp über dem Vorjahresniveau.

Werte der DB Regio für die 6-min-Pünktlichkeit

Werte der DB Regio für die 6-min-Pünktlichkeit

Wegen der Urlaubszeit ist zu erwarten, dass sich die Werte im August wie im Vorjahr verbessern.

Pünktlichkeitsstatistik Juli 2014

Unsere – aus dem Live-Fahrplan der DB Regio ermittelten – Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien haben sich insgesamt betrachtet im Juli 2014 bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit gegenüber dem Vormonat etwas verbessert und sind bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit praktisch gleich geblieben.

Pünktlichkeit aller Linien im bisherigen Jahresverlauf 2014

Pünktlichkeit aller Linien im bisherigen Jahresverlauf 2014

Hier die Juli-Werte der einzelnen S-Bahnlinien im Balkendiagramm:

Pünktlichkeitswerte Juli 2014

Pünktlichkeitswerte Juli 2014

Die obigen Werte zusätzlich als Tabelle:

Linien 3-Minuten
(ganzer Tag)
6-Minuten
(ganzer Tag)
3-Minuten
(nur HVZ)
6-Minuten
(nur HVZ)
Gesamt 84,1 % 95,1 % 75,3 % 93,7 %
S1 79,9 % 95,1 % 70,2 % 92,0 %
S2 80,8 % 94,4 % 71,0 % 91,8 %
S3 83,0 % 95,9 % 70,2 % 93,1 %
S4 89,7 % 97,4 % 83,5 % 96,2 %
S5 84,9 % 97,3 % 77,5 % 95,8 %
S6 89,7 % 97,0 % 81,8 % 95,0 %
S60 88,8 % 96,7 % 82,9 % 95,1 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:00, außer an Feiertagen)

Die leichte Verbesserung der 6-Minuten-Pünktlichkeit und die gleichbleibende 3-Minuten-Pünktlichkeit ist zwar erfreulich, darf jedoch nicht darüber wegtäuschen, dass insbesondere die für Anschlusserreichung wichtige 3-Minuten-Pünktlichkeit immer noch sehr deutlich unter dem Sollwert liegt. Allmählich muss man leider die Hoffnung aufgeben, dass hier eine wesentliche Verbesserung eintritt.

  • Die S1 hat sich gegenüber dem Vormonat erneut verbessert und hat jetzt in etwa das Niveau der S2 erreicht.
  • Die S2 ist weiter auf dem absteigenden Ast, eventuell wegen des teilweisen Einsatzes von Zügen der BR (Baureihe) 430 und konkurriert jetzt bereits mit der S1 um den Titel ‚Unpünktlichste Linie‘
  • Die S3 ist bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit schlechter geworden
  • Bei der S4-S6 sind die Werte etwas besser geworden
  • Bei der S60 sind die Werte im Mittel praktisch unverändert geblieben

Dazu der bisherige Pünktlichkeitsverlauf 2014 aller Linien zusammen und der einzelnen S-Bahn-Linien: Alle | S1 | S2 | S3 | S4 | S5 | S6 | S60
Alle Verlaufsdiagramme auf einer Seite

Nachtrag zur Pünktlichkeitsstatistik Juni 2014

Inzwischen hat auch die DB Regio ihre offiziellen monatlichen Pünktlichkeitswerte für Juni 2014 veröffentlicht.

Pünktlichkeitsvergleich zwischen DB und S-Bahn-Chaos für 2014

Pünktlichkeitsvergleich zwischen DB und S-Bahn-Chaos für 2014

Aus besagten Gründen liegen die Werte der DB Regio und die unsrigen zwar etwas auseinander, bei beiden Kurven erkennt man aber, dass die Werte seit April 2014 fast gleich geblieben sind und nur im 0,5%-Bereich schwanken.

Anders als 2013 sind die Werte der DB-Regio im Juni 2014 gegenüber dem Vormonat etwa gleich geblieben, was aber keinesfalls einer Trendwende entspricht, da im Juni 2013 das bekannte Desaster mit den Schiebetritten der neuen S-Bahnen der Baureihe 430 auftrat.

Im Juni 2014 haben sich die Werte für die 3-Minuten-Pünktlichkeit gegenüber dem Vormonat ganz leicht verbessert,

3 Minuten-Pünktlichkeit der DB-Regio 2013-2014

3 Minuten-Pünktlichkeit der DB-Regio 2013-2014

dafür haben sich die Werte für die 6-Minuten-Pünktlichkeit leicht verschlechtert.

6 Minuten-Pünktlichkeit der DB-Regio 2013-2014

6 Minuten-Pünktlichkeit der DB-Regio 2013-2014

Pünktlichkeitsstatistik Juni 2014

Unsere – aus dem Live-Fahrplan der DB Regio ermittelten – Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien haben sich insgesamt betrachtet im Juni 2014 nach einer leichten Verbesserung im Vormonat Mai bis auf die 3-Minuten-Pünktlichkeit in der HVZ (Hauptverkehrzeit) wieder etwas verschlechtert und sind wieder etwa auf die April-Werte zurückgefallen.

Pünktlichkeitsverlauf aller Linien im bisherigen Jahresverlauf 2014

Pünktlichkeitsverlauf aller Linien im bisherigen Jahresverlauf 2014

Hier die Werte der einzelnen S-Bahnlinien im Diagramm:

Pünktlichkeitswerte Juni 2014

Pünktlichkeitswerte Juni 2014

Die obigen Werte zusätzlich als Tabelle:

Linien 3-Minuten
(ganzer Tag)
6-Minuten
(ganzer Tag)
3-Minuten
(nur HVZ)
6-Minuten
(nur HVZ)
Gesamt 83,9 % 95,1 % 75,2 % 92,6 %
S1 79,1 % 93,7 % 68,8 % 91,1 %
S2 84,0 % 94,7 % 73,4 % 91,4 %
S3 84,4 % 95,3 % 71,9 % 91,7 %
S4 87,7 % 96,1 % 81,6 % 95,1 %
S5 82,7 % 95,9 % 76,3 % 93,6 %
S6 86,9 % 95,8 % 81,0 % 93,8 %
S60 89,9 % 96,8 % 82,7 % 94,5 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:00, außer an Feiertagen)

Welchen Einfluss die Pfingstfeiertage, die Pfingstferien und der Feiertag (Fronleichnam) mit dem anschließendem Brückentag auf die Fahrgastzahlen und damit auch der Pünktlichkeit ausgeübt hat ist uns nicht bekannt. Nach den sehr schlechten Werten zu Monatsbeginn ist aber anzunehmen, dass sich die Feiertage positiv ausgewirkt haben.

  • Die S1 bleibt zwar Schlusslicht, hat sich aber gegenüber dem Vormonat erneut verbessert
  • Die S2 ist wieder auf dem absteigenden Ast, eventuell wegen des teilweisen Einsatzes von Zügen der BR (Baureihe) 430
  • Der S3 hat die temporäre Umstellung auf die alte BR 420 offensichtlich gut getan
  • Bei der S4-S60 ist die Entwicklung eher negativ, außer teilweise während der HVZ. Es ist davon auszugehen, dass das mit der Umstellung auf Züge der BR 423 und dessen technikbasierten Abfertigungsverfahrens zusammenhängt.

Dazu der bisherige Pünktlichkeitsverlauf 2014 aller Linien zusammen und der einzelnen S-Bahn-Linien: Alle | S1 | S2 | S3 | S4 | S5 | S6 | S60
Alle Verlaufsdiagramme auf einer Seite

Informationen von der VRS Verkehrsausschuss-Sitzung am 25. Juni 2014

Am 25. Juni 2014 fand die 47. VRS Verkehrsausschuss-Sitzung statt, die zumindest zum TOP 1 „Pünktlichkeits- und Qualitätsoffensive bei der S-Bahn sowie Bericht zum aktuellen Stand der Ausstattung der S-Bahn-Stationen mit Videokameras“ öffentlich war. Der Tagesordnungspunkt ist Anträgen der SPD Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu verdanken, die nach der Sondersitzung des Verkehrsausschusses zur S-Bahn-Qualität vom Oktober 2013, dem sogenannten S-Bahn Gipfel, die von der Bahn angekündigten Maßnahmen nicht aus dem Blick verlieren wollten.

Ich bin der Meinung, dass die Pressemitteilung des VRS den Verlauf der Sitzung recht gut wiedergibt. Sie verlinkt auch auf die Sitzungsvorlage, die Präsentation der Bahn, sowie die Pressemitteilung jeweils als PDF, sodass ich im folgenden nur einen kurzen Überblick über die Sitzung gebe und mich ansonsten auf meine Kommentare zur Sitzung beschränken werde.

Etwa eine Stunde lang trugen verschiedene Vertreter diverser Bahntöchter, ein Vertreter des VVS und der Deutschland-Chef des Zugherstellers Bombardier den Stand ihrer Bemühungen vor. Dabei wurde recht schnell klar, dass die Vortragenden zumindest den Eindruck vermitteln wollten, dass in den letzten Monaten viel Geld investiert und viel Aufwand betrieben wurde, diese Aktivitäten sich noch 1-2 Jahre hinziehen werden, bis das Geplante komplett umgesetzt und wirksam sein wird. Herr Krause von der S-Bahn Stuttgart sprach am Ende zwar noch nicht von einer Trendwende, aber immerhin von einer Stabilisierung und versuchte das anhand von aktuellen Pünktlichkeitswerten zu belegen

Danach folgten eine weitere Stunde Wortmeldungen der einzelnen Fraktionen. Kritik gab es wie nicht anders zu erwarten von den Grünen, der SPD, den Linken und erstaunlicherweise auch von der CDU. Deren Vertreter machte auf mich den kompetentesten Eindruck und legte den Finger in die richtigen Wunden. Die Kritik der Grünen hingegen war mir zu unkonkret und der Vorschlag einzelne S-Bahnzüge in der HVZ regelmäßig über den Kopfbahnhof zu leiten nicht zielführend. Die FDP und die FW hingegen nahmen die Bahn in Schutz und warnten davor die S-Bahn Stuttgart schlechtzureden. Im Vergleich zu S-Bahnen in manchen anderen Städten wäre die Lage doch gar nicht so schlecht.

Obwohl ich die Maßnahmen der Bahn durchaus für geeignet halte die Probleme zu entschärfen, zählt für mich letztendlich nur, ob sie messbare oder noch besser spürbare Erfolge zeigen. Mir ist klar, dass die Bahn die von uns selbst ermittelten Pünktlichkeitswerte in Zweifel zieht, deshalb nutze ich im folgenden lediglich offizielle, von der Bahn veröffentlichte Zahlen.

Die von der Bahn auf den letzten Folien ihrer Präsentation vorgelegten Pünktlichkeitsverbesserungen vergleichen das erste Halbjahr 2013 mit dem 1. Halbjahr 2014. Normalerweise veröffentlicht die Bahn die Pünktlichkeitswerte eines Monats erst zur Mitte des Folgemonats. Die Zahlen des 2. Halbjahrs 2014 enden laut Folienvermerk in KW 24. Nach diesen Zahlen kann die Bahn Pünktlichkeitsverbesserungen von 0,4 – 2.8 % bei sämtlichen Werten verbuchen.

Was auf den ersten Blick schon wie eine Trendwende aussieht, entpuppt sich bei genauerer Analyse als eine geschickte Mogelpackung, die leider keinem der anwesenden VRS-Mitglieder auffiel. Stellt man die entsprechenden monatlichen Pünktlichkeitswerte grafisch dar, ergibt sich folgendes Bild:

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Man erkennt auf einen Blick, dass die Pünktlichkeitswerte im Juni 2013 miserabel waren und dass sich die Werte von 2014 nicht wesentlich von denen aus dem Jahr 2013 unterscheiden. Grund für die schlechten Werte im Juni 2013 waren die Züge der neuen Baureihe 430, die im Juni (und auch schon davor) mehrfach wegen klemmender Schiebetritte liegengeblieben waren, was für massive Verspätungen, teilweise auf allen Linien führte. Aus diesem Grund wurden diese Züge Anfang Juli aus dem Verkehr gezogen, wonach die Pünktlichkeitswerte sofort wieder nach oben schnellten.

Vergleicht man stattdessen nur die ersten 5 Monate der Halbjahre miteinander, ergibt sich ein anderes Bild. Bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit ist der Wert 2014 auf dem Niveau von 2013 und bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit sogar 0,3 % schlechter.

Machen wir uns also nichts vor:
Bis zu einer messbaren Verbesserung der Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart ist es noch ein weiter Weg, und messbar heißt noch lange nicht spürbar. Ob die Anstrengungen und Investitionen der Bahn ausreichen um eine Trendwende auszulösen wird die Zukunft zeigen. Und in dieser wartet spätestens mit der Wiederinbetriebnahme der überarbeiteten Schiebetritte der neuen Baureihe 430 ein Faktor, der das System S-Bahn Stuttgart erneut negativ belasten wird. Selbst falls die Tritte problemlos ihren Dienst verrichten sollten, werden sich die Haltezeiten auf den Linien S1-S3 erneut verlängern.

Der aktuelle Slogan der S-Bahn Stuttgart lautet „Jede Sekunden zählt„.
Das ist zwar richtig, gilt jedoch auch in die andere, nicht beabsichtigte Richtung.

Nachtrag zur Pünktlichkeitsstatistik Mai 2014

Ungewöhnlich früh nach dem Monatsende hat auch die DB Regio ihre Pünktlichkeitswerte für Mai 2014 vorgelegt.

Die Werte der DB sind insbesondere bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit zwar etwas besser als die von uns aus dem offiziellen Live-Fahrplan ermittelten Werte, liegen aber weitab von den vereinbarten Zielwerten und bestätigen, dass sich die Pünktlichkeit nach dem bisherigen Jahrestiefstand im April 2014 nur unwesentlich verbessert hat.

Vergleich der Pünktlichkeitswerte von S-Bahn-Chaos.de  (Juni bis einschließlich 6.6.2014, 19:00) und der DB-Regio

Vergleich der Pünktlichkeitswerte von S-Bahn-Chaos.de (Juni bis einschließlich 6.6.2014, 19:00) und der DB-Regio

In diesem Diagramm ist bereits die Tendenz für die ersten Juni-Tage bis einschließlich 6.6.2014, 19:00 (in helleren Farben) dabei. Hoffen wir im Interesse der S-Bahn-Benutzer, dass es nicht so weitergeht.

Sie fragen sich vielleicht, warum die Werte der DB etwas besser sind. Nun, die Bahn kann intern mit Pünktlichkeitswerten im 1/10 Sekunden-Bereich arbeiten, liefert aber im Live-Fahrplan nur ganzzahlige Minutenwerte. Wir wissen nicht, ob sie die Werte rundet oder abschneidet. Dadurch ist zwangsläufig mit einer gewissen Diskrepanz der Werte zu rechnen. Außerdem nehmen wir nur alle 5 Minuten eine Messreihe auf und bekommen bei einem Ausfall des Live-Fahrplans keine Daten mehr. Wir haben deshalb nicht den Anspruch mit unseren Auswertungen auf die selben Werte wie die Bahn zu kommen, können aber Tendenzen wie Verschlechterungen oder Verbesserungen wie aus dem Diagramm ersichtlich sehr wohl nachweisen.

Die Bahn schweigt bisher, warum die Werte trotz der mittlerweile bereits umgesetzten Maßnahmen nicht wirklich verbessert werden konnten. Entweder haben sich einige Einflussfaktoren (z.B. Stellwerks-, Weichen-, Signal- und Zugstörungen) weiter verstärkt oder die Maßnahmen sind nicht so wirkungsvoll wie erhofft.

Auch in diesem Monat hat sich die DB im Interesse der Transparenz und Ehrlichkeit nicht dazu durchringen können, auch die Werte für die einzelnen Linien getrennt nach Gesamttageswerten und den Werten für die HVZ zu veröffentlichen, obwohl der DB diese Werte ganz sicher vorliegen.

Wir möchten Sie als Betroffene animieren, sich immer wieder und hartnäckig bei den diversen Stellen (Bahn, VRS, VVS, Stadt Stuttgart, bzw. Ihre Gemeinde usw., vielleicht auch durch Leserbriefe an Ihre Zeitung) über die ständige Unpünktlichkeit, die Ausfälle und die unzureichenden Informationen im Störungsfall zu beschweren, aber bitte nicht beim Triebwagenführer, der kann im allgemeinen nichts dafür. Bereits in einem guten halben Jahr steigen die Preise im VVS schon wieder um 2,9%, das kann bei der Qualität der S-Bahn einfach nicht akzeptiert werden.

Pünktlichkeitsstatistik Mai 2014

Die Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien haben sich insgesamt betrachtet im Mai 2014 gegenüber dem Vormonat April leicht verbessert.

Pünktlichkeitsverlauf aller Linien 2014

Pünktlichkeitsverlauf aller Linien 2014

Hier die Werte im Einzelnen:

Pünktlichkeitswerte Mai 2014

Pünktlichkeitswerte Mai 2014

Die obigen Werte zusätzlich als Tabelle:

Linien 3-Minuten
(ganzer Tag)
6-Minuten
(ganzer Tag)
3-Minuten
(nur HVZ)
6-Minuten
(nur HVZ)
Gesamt 84,2% 95,5% 74,5% 92,8%
S1 78,3% 93,5% 68,2% 90,9%
S2 85,3% 95,4% 74,1% 91,8%
S3 82,0% 94,8% 68,9% 90,6%
S4 89,3% 97,5% 81,7% 95,3%
S5 83,7% 96,3% 75,2% 94,2%
S6 90,1% 97,3% 81,8% 95,3%
S60 89,2% 97,5% 80,3% 95,2%

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:00, außer an Feiertagen)

Welchen Einfluss der mögliche Osterurlaub zu Beginn des Monats und der Maifeiertag mit dem anschließendem Brückentag auf die Fahrgastzahlen und damit auch der Pünktlichkeit insbesondere in der HVZ ausgeübt hat ist uns nicht bekannt.

Erfreulicherweise hat die S1 bei allen Werten, insbesondere bei der Ganztagespünktlichkeit den Abwärtstrend der vergangenen Monate im Mai wenigstens tendenziell umkehren können. Vielleicht ist es der Herstellerfirma der neuen Züge der BR 430 doch mittlerweile gelungen, die bisherigen Mängel wenigstens zu verringern.

Auch wenn sich die Pünktlichkeit der S3 im Mai leicht verschlechtert hat, sind die Werte für die S-Bahn-Linien S2 und S3 auch nach der vorübergehenden Umstellung auf die alten Züge der BR 420 gegenüber den Aprilwerten doch im Wesentlichen gleich geblieben, die Umstellung von S4-S60 von Zügen der BR 420 auf Züge des Typs BR 423 hat sich in der Statistik ebenfalls nicht besonders bemerkbar gemacht.

Dazu der bisherige Pünktlichkeitsverlauf 2014 aller Linien zusammen und der einzelnen S-Bahn-Linien: Alle | S1 | S2 | S3 | S4 | S5 | S6 | S60
Alle Verlaufsdiagramme auf einer Seite