Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Schnitzeljagd und Namika-Konzert zum 40-jährigen Jubiläum

Mit 40 wird der Schwabe gscheid, bei der S-Bahn Stuttgart war es am 1. Oktober 2018 soweit.

Stimmungsvoll beleuchtete Werkstatt der S-Bahn Stuttgart in Plochingen

Stimmungsvoll beleuchtete Werkstatt der S-Bahn Stuttgart in Plochingen

Am 1.10.1978 nahm die S-Bahn in Stuttgart ihren fahrplanmäßigen Betrieb mit drei Linien auf: Die S1 nach Plochingen, die S5 nach Ludwigsburg sowie die S6 nach Weil der Stadt. Im 65 km langen Grundnetz kamen Fahrzeuge der mittlerweile abgelösten Baureihe 420 zum Einsatz.

Dieses Jubiläum nahm die S-Bahn Stuttgart am Sa. 6. Oktober 2018 zum Anlass für eine interaktive Schnitzeljagd zu Themen aus den vergangenen 40 Jahren und zur damit verbundenen Geschichte der S-Bahn. Teams aus bis zu 10 Personen konnten sich anmelden und als Anreiz erwartete die 200 besten Teilnehmer, noch am gleichen Abend, ein exklusives Pop-Konzert mit Namika in der S-Bahn Werkstatt in Plochingen.

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Bericht vom 4. S-Bahn-Gipfel am 13.4.2016

Am 13.4.2016 fand im Sitzungssaal des Verbands Region Stuttgart in der Kronenstraße im Rahmen einer Verkehrsausschuss-Sitzung der mittlerweile bereits vierte S-Bahn-Gipfel statt. Die DB Regio, DB Netz, DB Station&Service und der VVS berichteten über den Stand der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit und der Fahrgastinformation.

Die gezeigte Präsentation kann bei Interesse von ↓ HIER heruntergeladen werden. Die Presse informierte ebenfalls ausführlich. Die Berichte in StZ und StN sind nach dem Zusammenschluss der beiden Redaktionen praktisch identisch, daher hier stellvertretend nur die Beiträge der StZ:

Die Pünktlichkeit hat sich im Jahr 2015 zwar gegenüber 2014 nicht unwesentlich verbessert, aber nach dem Tiefstand 2014 wäre eine weitere Verschlechterung ein Offenbarungseid gewesen. Insofern ist es verfrüht, bereits jetzt von einer Trendwende zu sprechen, so wie es die DB und das Direktorium des VRS getan hat. Sowohl die Presse als auch die Regionalräte haben praktisch unisono ein solches Resumée abgelehnt. Auch aus unserer Sicht ist es erst mal nur ein Hoffnungsschimmer auf eine hoffentlich nachhaltige und für die Kunden spürbare Verbesserung der Lage in der Zukunft.

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Pünktlichkeitsstatistik Mai 2015

Anbei finden Sie unsere, aus dem Live-Fahrplan der DB Regio ermittelten Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien für den gestern zu Ende gegangenen Monat Mai 2015.
(Hinweis: Die Pünktlichkeitsentwicklung von Januar 2014 bis heute finden Sie am Schluss dieses Beitrags).

Mai 2015 als Balkendiagramm

Mai 2015 als Balkendiagramm

Die Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart war im Mai 2015 erfreulicherweise auf allen Linien besser als im Vormonat und mit Ausnahme der S4 auch besser als im Mai des Vorjahres. Die S4 liegt allerdings nur ganz unwesentlich unter dem Vorjahreswert.

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Vorschau zum S-Bahn-Gipfel am 15.4.2015

Am Mittwoch, den 15.4.2015,  laut Einladungsschreiben um 14:30 (oder um 15:30 wie auf der Einstiegsseite des VRS bei Aktuelle Termine verzeichnet?), findet beim Verband Region Stuttgart, Kronenstraße 25 im Sitzungssaal 5. OG im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses der Region Stuttgart der nächste S-Bahn-Gipfel statt.

Themen des S-Bahn-Gipfels sind laut Einladung:

  1. S-Bahn-Gipfel – Gesamtbericht der DB, Antrag der SPD-Fraktion vom 03.11.2014, Pünktlichkeit der S-Bahn: ÖPNV-Pakt umsetzen, Monitoring aufrechterhalten – Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 31.10.2014.
  2. Notfallmanagement bei der S-Bahn – Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 23.02.2015.
  3. Fahrgastinformation bei Schienenersatzverkehr verbessern – Antrag der SPD-Fraktion vom 03.11.2014.
  4. Notfallsäulen auf S-Bahn/U-Bahnsteigen – Antrag der FDP-Fraktion vom 18.10.2013.
  5. Sicherheit und Sauberkeit bei der S-Bahn – Antrag der SPD-Fraktion vom 02.02.2015.

Man darf gespannt sein, wie man sich nach dem in der Geschichte der S-Bahn-Stuttgart schlechtestem Jahr 2014 trotz der Pünktlichkeits- und Qualitätsoffensive (Programm  4+1) und bereits durchgeführter Maßnahmen – teilweise auch aus dem bereits 2013 entwickelten 15-Punkte Gesundungsprogramm des VCD – aus der Affäre zieht. Es ist zu befürchten, dass behauptet wird, dass 2014 ein bedauerlicher Ausreißer war und man auf einem guten Weg sei, wie die bisherigen Statistiken des Jahres 2015 deutlich zeigten. Die Wahrheit werden die nächsten Monate zeigen.

Einen kleinen Vorgeschmack können Sie sich bei der Stuttgarter Zeitung im Artikel „Die S-Bahnen sind blitzsauber, aber zu oft verspätet“ holen. Immerhin wird auch vom VRS die Pünktlichkeitssituation 2014 als unerfreulich bezeichnet.

Kein Thema scheint das Dilemma um die neuen S-Bahn-Züge ET 430 mit den nach wie vor deaktivierten Schiebetritten zu sein. Wenn es stimmt, dass – wie hinter vorgehaltener Hand behauptet – die DB-Regio den Verband Region Stuttgart dringend vor einer Beschaffung der ET 430 mit Schiebetritten gewarnt habe, dann darf eine solche Information wirklich nicht im stillen Kämmerlein abgetan werden. Sie erinnern sich: Der VRS hat als einziger S-Bahn-Aufgabenträger in Deutschland die ET 430 mit Schiebetritt bestellt. Das hatte zur Folge, dass die Fußbodenhöhe der Stuttgarter ET 430-Flotte um ca. 6 cm erhöht werden musste und dadurch zwischen Schiebetritt und Wagenfußboden eine ca. 6 cm hohe Schwelle entstand. Diese ist nach Aussage von Rollstuhlfahrern für schwere Rollstühle selbst bei Bahnsteigen mit 96 cm Höhe nicht überwindbar, ganz abgesehen davon, dass der Schiebetritt eine ziemlich wacklige Angelegenheit ist. Experten sind der Meinung, dass der Schiebetritt und der Ausfahrmechanismus bei einer Einbauhöhe von gerade einmal 5 cm nicht robust genug sei, im harten Dauereinsatz zu bestehen.

Einladung, Anträge usw. zum →Download von der Portalseite des VRS.

Informationen von der VRS Verkehrsausschuss-Sitzung am 25. Juni 2014

Am 25. Juni 2014 fand die 47. VRS Verkehrsausschuss-Sitzung statt, die zumindest zum TOP 1 „Pünktlichkeits- und Qualitätsoffensive bei der S-Bahn sowie Bericht zum aktuellen Stand der Ausstattung der S-Bahn-Stationen mit Videokameras“ öffentlich war. Der Tagesordnungspunkt ist Anträgen der SPD Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu verdanken, die nach der Sondersitzung des Verkehrsausschusses zur S-Bahn-Qualität vom Oktober 2013, dem sogenannten S-Bahn Gipfel, die von der Bahn angekündigten Maßnahmen nicht aus dem Blick verlieren wollten.

Ich bin der Meinung, dass die Pressemitteilung des VRS den Verlauf der Sitzung recht gut wiedergibt. Sie verlinkt auch auf die Sitzungsvorlage, die Präsentation der Bahn, sowie die Pressemitteilung jeweils als PDF, sodass ich im folgenden nur einen kurzen Überblick über die Sitzung gebe und mich ansonsten auf meine Kommentare zur Sitzung beschränken werde.

Etwa eine Stunde lang trugen verschiedene Vertreter diverser Bahntöchter, ein Vertreter des VVS und der Deutschland-Chef des Zugherstellers Bombardier den Stand ihrer Bemühungen vor. Dabei wurde recht schnell klar, dass die Vortragenden zumindest den Eindruck vermitteln wollten, dass in den letzten Monaten viel Geld investiert und viel Aufwand betrieben wurde, diese Aktivitäten sich noch 1-2 Jahre hinziehen werden, bis das Geplante komplett umgesetzt und wirksam sein wird. Herr Krause von der S-Bahn Stuttgart sprach am Ende zwar noch nicht von einer Trendwende, aber immerhin von einer Stabilisierung und versuchte das anhand von aktuellen Pünktlichkeitswerten zu belegen

Danach folgten eine weitere Stunde Wortmeldungen der einzelnen Fraktionen. Kritik gab es wie nicht anders zu erwarten von den Grünen, der SPD, den Linken und erstaunlicherweise auch von der CDU. Deren Vertreter machte auf mich den kompetentesten Eindruck und legte den Finger in die richtigen Wunden. Die Kritik der Grünen hingegen war mir zu unkonkret und der Vorschlag einzelne S-Bahnzüge in der HVZ regelmäßig über den Kopfbahnhof zu leiten nicht zielführend. Die FDP und die FW hingegen nahmen die Bahn in Schutz und warnten davor die S-Bahn Stuttgart schlechtzureden. Im Vergleich zu S-Bahnen in manchen anderen Städten wäre die Lage doch gar nicht so schlecht.

Obwohl ich die Maßnahmen der Bahn durchaus für geeignet halte die Probleme zu entschärfen, zählt für mich letztendlich nur, ob sie messbare oder noch besser spürbare Erfolge zeigen. Mir ist klar, dass die Bahn die von uns selbst ermittelten Pünktlichkeitswerte in Zweifel zieht, deshalb nutze ich im folgenden lediglich offizielle, von der Bahn veröffentlichte Zahlen.

Die von der Bahn auf den letzten Folien ihrer Präsentation vorgelegten Pünktlichkeitsverbesserungen vergleichen das erste Halbjahr 2013 mit dem 1. Halbjahr 2014. Normalerweise veröffentlicht die Bahn die Pünktlichkeitswerte eines Monats erst zur Mitte des Folgemonats. Die Zahlen des 2. Halbjahrs 2014 enden laut Folienvermerk in KW 24. Nach diesen Zahlen kann die Bahn Pünktlichkeitsverbesserungen von 0,4 – 2.8 % bei sämtlichen Werten verbuchen.

Was auf den ersten Blick schon wie eine Trendwende aussieht, entpuppt sich bei genauerer Analyse als eine geschickte Mogelpackung, die leider keinem der anwesenden VRS-Mitglieder auffiel. Stellt man die entsprechenden monatlichen Pünktlichkeitswerte grafisch dar, ergibt sich folgendes Bild:

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Man erkennt auf einen Blick, dass die Pünktlichkeitswerte im Juni 2013 miserabel waren und dass sich die Werte von 2014 nicht wesentlich von denen aus dem Jahr 2013 unterscheiden. Grund für die schlechten Werte im Juni 2013 waren die Züge der neuen Baureihe 430, die im Juni (und auch schon davor) mehrfach wegen klemmender Schiebetritte liegengeblieben waren, was für massive Verspätungen, teilweise auf allen Linien führte. Aus diesem Grund wurden diese Züge Anfang Juli aus dem Verkehr gezogen, wonach die Pünktlichkeitswerte sofort wieder nach oben schnellten.

Vergleicht man stattdessen nur die ersten 5 Monate der Halbjahre miteinander, ergibt sich ein anderes Bild. Bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit ist der Wert 2014 auf dem Niveau von 2013 und bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit sogar 0,3 % schlechter.

Machen wir uns also nichts vor:
Bis zu einer messbaren Verbesserung der Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart ist es noch ein weiter Weg, und messbar heißt noch lange nicht spürbar. Ob die Anstrengungen und Investitionen der Bahn ausreichen um eine Trendwende auszulösen wird die Zukunft zeigen. Und in dieser wartet spätestens mit der Wiederinbetriebnahme der überarbeiteten Schiebetritte der neuen Baureihe 430 ein Faktor, der das System S-Bahn Stuttgart erneut negativ belasten wird. Selbst falls die Tritte problemlos ihren Dienst verrichten sollten, werden sich die Haltezeiten auf den Linien S1-S3 erneut verlängern.

Der aktuelle Slogan der S-Bahn Stuttgart lautet „Jede Sekunden zählt„.
Das ist zwar richtig, gilt jedoch auch in die andere, nicht beabsichtigte Richtung.

Einladung zum (alternativen) S-Bahn-Gipfel mit den Fahrgastverbänden

Nachdem der offizielle S-Bahn-Gipfel des Verband Region Stuttgart am 9.10.2013 ohne aktive Beteiligung der Fahrgastverbände stattfand, lädt jetzt Nikolaus Tschenk, MdL BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Zusammenarbeit mit der Gemeinderatsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stuttgart zu einem alternativen S-Bahn-Gipfel mit den Fahrgastverbänden ein. Weiterlesen