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Rede von Christoph Ozasek bei der 234. Montagsdemo am 18.8.2014 zum S-Bahn-Chaos

Der Regionalrat Christoph Ozasek (DIE LINKE) ist Mitglied des Regionalparlaments der Region Stuttgart, Mitglied im Planungsausschuss und Stv. Mitglied im Verkehrsausschuss. Die direkte Veröffentlichung seines Redemanuskripts auf dieser Seite erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Christoph Ozasek.

Liebe Freundinnen und Freunde schöner Kopfbahnhöfe und einer zuverlässigen S-Bahn,

täglich nutzen fast 400.000 Menschen in der Region die feuerroten Nahverkehrszüge. Auf 6 durchgebundenen Linien verbindet die S-Bahn mit 215 Kilometern Schienenstrecke sternförmig Stuttgart und die Städte und Gemeinden in den vier umliegenden Landkreisen. Für viele Gemeinden ist die S-Bahn die Lebensader ihrer Zukunft.

Und ohne diese leistungsfähigen Bahnen würde die Landeshauptstadt Stuttgart längst im Blechstau und Feinstaub ersticken. Würden die hunderttausenden Pendler auf das Auto umsteigen – es ginge nichts mehr auf den Straßen. Eine ökologische und wirtschaftliche Katastrophe wäre die Folge, wenn die S-Bahn für die Pendler dauerhaft nicht mehr die notwendige Verlässlichkeit bietet.

Doch genau dieses Szenario ist nicht ausgeschlossen. Der zentrale S-Bahn-Tunnel ist längst ein betriebliches Nadelöhr, denn er war nie für diese Betriebslast ausgelegt. In der Hauptverkehrszeit reiht sich heute im S-Bahn-Stammast zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße im 2,5 Minuten-Takt eine S-Bahn an die nächste. Die S-Bahn ist betrieblich an der absoluten Auslastungsgrenze angelangt.

Hier zeigt sich seit vielen Jahren die Schwäche eines tunnelgeführten Schienenverkehrs: Wer öffentlichen Personenverkehr in Tunnels verlagert, der will politisch den öffentlichen Transport begrenzen, abschnüren und Ausbauoptionen zunichte machen. Diese Leistungsbegrenzer sind wesentliche Bestandteile von S21 und dienen nur einem Zweck: Der Verkehrslenkung auf die Straße.

Eine zweite Schwäche der S-Bahn ist der Mischverkehr auf 80 % aller Streckenabschnitte mit dem Regional-, Fern- und Güterverkehr. In Störungssituationen erhält der Fernverkehr Vorrang, schlicht aufgrund der Entschädigungsmodalitäten gegenüber den Fahrgästen. Auch dieses Betriebserschwernis ist in der Infrastruktur von S21, insbesondere auf den Fildern, eingeplant worden.

Der wirkliche Skandal und die Ursache für das S-Bahn-Chaos aber ist, dass die Schienen-Infrastruktur auf den S-Bahnstrecken marode und veraltet ist. Leit- und Sicherungstechnik, Weichen, Relais wurden verschlissen, halten dem Hitzestress im Sommer nicht mehr stand.

Die Schienen sind – genauso wie bundesweit die vielen Bahnbrücken und Bahnhöfe – als Betriebsinfrastruktur der Kannibalisierung zum Opfer gefallen. Die notwendige Wartung wurde unterlassen und die Bahn hat jahrzehntelang erst dann Komponenten ausgetauscht als diese unter der Betriebslast versagten, anstatt notwendige Vorsorge zu betreiben!

Und natürlich fehlt es am Personal, insb. hier vor Ort. So sitzt die Betriebszentrale und damit auch das Entstörungsmanagement für die S-Bahn Stuttgart in Karlsruhe. Bei Störungen blättern dort die Beschäftigten in dicken Leitz-Ordnern. Eine automatisierte Heilung durch computergesteuerte Prozesse gibt es nicht, obwohl wir uns nicht erst seit gestern im 21. Jahrhundert befinden.

Das S-Bahn-Chaos ist also keine Naturkatastrophe, sondern Kalkül! Chaos und Stillstand ist kalkuliertes Betriebsprogramm der Deutschen Bahn!

Zuständig für die S-Bahn ist das Regionalparlament, dem ich nun seit 5 Jahren angehöre und auch in der kommenden Amtszeit angehören werde. Es ist als Aufgabenträger politisch verantwortlich für den reibungslosen Betrieb und die Vertragsbeziehungen zur Deutschen Bahn. 2013 wurde der Betrieb mit dem neuen S-Bahn-Vertrag für weitere 15 Jahre – bis 2028 – an die DB Regio vergeben. Die Details dieses 700-seitigen S-Bahn-Vertrags sind indes geheime Verschlusssache.

Und die Bahn weigert sich, – trotz S-Bahn-Chaos und massivem Vertrauensverlust bei den abertausenden betroffenen VVS-Kunden — diesen Vertrag endlich offen zu legen!

Spätestens seit 2010, als die DB die S-Bahn-Rampe am HBF lahmlegte, strahlt Stuttgart 21 für die Öffentlichkeit negativ auf die S-Bahn aus. Und der hochgeheime S-Bahn-Vertrag bindet dem Regionalparlament die Hände. Er immunisiert die DB gegenüber Regressansprüchen durch schlechte Leistung. Die Region hat bewusst jede Möglichkeit aus der Hand gegeben, die DB durch Vertragsstrafen zu sanktionieren. Angesichts der chaotischen Störungsfälle beim S-Bahn-Betrieb ein unhaltbarer Zustand!

Mit Rücksicht auf „Betriebserschwernisse“ im Zuge des Baus von Stuttgart 21 wurde die jährliche „Höchststrafe“ für Verspätungen auf 62.500 Euro gedeckelt. Das ist ein Skandal! Dieses bescheidene Nasenwasser zahlt die DB aus der Portokasse!

Es gibt für die DB keinen finanziellen Anreiz einen stabilen Betrieb sicherzustellen. Da verwundert es nicht, dass die Pünktlichkeit der S-Bahn vier Jahre nach den chaotischen Zuständen an der S-Bahn-Rampe noch immer deutlich unter den Sollwerten liegt und täglich neue Störungsmeldungen den Zeitungen zu entnehmen sind.

Darüber hinaus fehlt es im neuen S-Bahn-Vertrag an Qualitätsstandards, z.B. zur Ausstattung von Bahnhöfen, der Fahrgastinformation oder beim Störungsmanagement. Und die Region verzichtet auf eine eigenständige Qualitätssicherung beim S-Bahn-Betrieb, überlässt also einseitig der Bahn die Kontrolle der Vertragsbestandteile. Das unterstreicht die Machtlosigkeit der politischen Entscheider! Die Region hat als Aufgabenträger auf Blindflug-Modus geschalten!

So jagt ein „S-Bahn-Gipfel“ im regionalen Verkehrsausschuss den nächsten, bei dem die Vertreter der DB mit treuherzigem Augenaufschlag „Besserung“ geloben, während die Regionalräte, die sich selbst mit dem schlechten Vertrag entmachtet haben, in langatmigen Predigten mahnende Worte zum besten geben.

In dieses Bild der Selbstentmachtung passt auch, dass Preiserhöhungen der DB Station und Service für die Nutzung der Schienen Eins zu Eins der Region in Rechnung gestellt werden, ohne dass die Region die Angemessenheit dieser Preissteigerungen prüfen darf. Die Bahn bedient sich also großzügig bei der Region.

Die große Mehrheit des Regionalparlaments hat diese Umstände längst geschluckt. Wir LINKEN waren in den letzten Jahren die einzige Kraft, die in aller Härte diese Missstände angeprangert haben! Alle anderen Fraktionen haben es sich längst auf dem Kuschelsofa der DB bequem gemacht.

Da verwundert es überhaupt nicht, dass quasi alle Initiativen zur Verbesserung der S-Bahn: z.B. die Beseitigung des skandalösen Umstands, dass bis heute nur 1/3 aller S-Bahnhaltepunkte den ohnehin ärmlichen Standards der Barrierefreiheit entsprechen, von übergroßen Mehrheiten abgelehnt wurden!

Und es verwundert auch nicht, dass die jahrelangen Beteuerungen, mit der Neubaustrecke wäre endlich die S-Bahn ins Filstal realisierbar, nun plötzlich wie eine Seifenblase geplatzt sind. Die Göppinger und Geislinger glotzen nun genauso in die Röhre wie die Oberschwaben weitere Jahrzehnte Fürbitten zur Elektrifizierung der Südbahn sprechen müssen.

Liebe Freundinnen und Freude,

leider kann ich euch nicht vermelden, dass es mit der S-Bahn besser wird. Die zehntausenden Pendler, die ihre Anschlüsse verpassen oder zu spät auf der Arbeit ankommen und deswegen Abmahnungen riskieren, sind weiterhin den Versprechungen der Bahn ausgeliefert und müssen sich mit deren Beruhigungsdrops begnügen, z.B. mit prekär beschäftigten Niedriglöhnern die an den Haltestellen Ein- und Aussteigevorgänge optimieren sollen.

Tendenziell wird es für die VVS-Kunden eher schlechter. Der neue „Meilenstein“, die Sperrung des S-Bahn-Abgangs am Hauptbahnhof, beschert den Umsteigern zwischen S-Bahn und dem Regional- und Fernverkehr seit dem 12. August deutliche Erschwernisse. Besonders für Menschen mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Menschen mit Handicap ist dieser Missstand eine deutliche Zusatzbelastung.

Alle Umsteiger müssen längere Wege zurücklegen und sind mit drangvoller Enge konfrontiert. Das bedeutet Stress und längere Umsteigezeiten denn nur in der großen Schalterhalle sind Rolltreppen vorhanden. Sofern sie denn nicht, wie häufig, durch Störungen ausgefallen sind. Im Extremfall steigt die Umsteigezeit dadurch von 7 auf 13 Minuten, um die um 120 Meter verlegten Bahnsteige zu erreichen.

Liebe Freundinnen und Freunde,

bitte unterstützt und verbreitet unsere Forderung nach einer Nachverhandlung und Offenlegung des S-Bahn-Vertrags, damit die Region endlich mittels Vertragsstrafen die DB Regio zum Handeln verpflichten kann!

Und selbstverständlich gilt: Eine leistungsfähige und verlässliche S-Bahn, ein Ende des S-Bahn-Chaos, gibt es nur mit dem Ende von Stuttgart 21, deshalb – Oben bleiben!

Informationen von der VRS Verkehrsausschuss-Sitzung am 25. Juni 2014

Am 25. Juni 2014 fand die 47. VRS Verkehrsausschuss-Sitzung statt, die zumindest zum TOP 1 „Pünktlichkeits- und Qualitätsoffensive bei der S-Bahn sowie Bericht zum aktuellen Stand der Ausstattung der S-Bahn-Stationen mit Videokameras“ öffentlich war. Der Tagesordnungspunkt ist Anträgen der SPD Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu verdanken, die nach der Sondersitzung des Verkehrsausschusses zur S-Bahn-Qualität vom Oktober 2013, dem sogenannten S-Bahn Gipfel, die von der Bahn angekündigten Maßnahmen nicht aus dem Blick verlieren wollten.

Ich bin der Meinung, dass die Pressemitteilung des VRS den Verlauf der Sitzung recht gut wiedergibt. Sie verlinkt auch auf die Sitzungsvorlage, die Präsentation der Bahn, sowie die Pressemitteilung jeweils als PDF, sodass ich im folgenden nur einen kurzen Überblick über die Sitzung gebe und mich ansonsten auf meine Kommentare zur Sitzung beschränken werde.

Etwa eine Stunde lang trugen verschiedene Vertreter diverser Bahntöchter, ein Vertreter des VVS und der Deutschland-Chef des Zugherstellers Bombardier den Stand ihrer Bemühungen vor. Dabei wurde recht schnell klar, dass die Vortragenden zumindest den Eindruck vermitteln wollten, dass in den letzten Monaten viel Geld investiert und viel Aufwand betrieben wurde, diese Aktivitäten sich noch 1-2 Jahre hinziehen werden, bis das Geplante komplett umgesetzt und wirksam sein wird. Herr Krause von der S-Bahn Stuttgart sprach am Ende zwar noch nicht von einer Trendwende, aber immerhin von einer Stabilisierung und versuchte das anhand von aktuellen Pünktlichkeitswerten zu belegen

Danach folgten eine weitere Stunde Wortmeldungen der einzelnen Fraktionen. Kritik gab es wie nicht anders zu erwarten von den Grünen, der SPD, den Linken und erstaunlicherweise auch von der CDU. Deren Vertreter machte auf mich den kompetentesten Eindruck und legte den Finger in die richtigen Wunden. Die Kritik der Grünen hingegen war mir zu unkonkret und der Vorschlag einzelne S-Bahnzüge in der HVZ regelmäßig über den Kopfbahnhof zu leiten nicht zielführend. Die FDP und die FW hingegen nahmen die Bahn in Schutz und warnten davor die S-Bahn Stuttgart schlechtzureden. Im Vergleich zu S-Bahnen in manchen anderen Städten wäre die Lage doch gar nicht so schlecht.

Obwohl ich die Maßnahmen der Bahn durchaus für geeignet halte die Probleme zu entschärfen, zählt für mich letztendlich nur, ob sie messbare oder noch besser spürbare Erfolge zeigen. Mir ist klar, dass die Bahn die von uns selbst ermittelten Pünktlichkeitswerte in Zweifel zieht, deshalb nutze ich im folgenden lediglich offizielle, von der Bahn veröffentlichte Zahlen.

Die von der Bahn auf den letzten Folien ihrer Präsentation vorgelegten Pünktlichkeitsverbesserungen vergleichen das erste Halbjahr 2013 mit dem 1. Halbjahr 2014. Normalerweise veröffentlicht die Bahn die Pünktlichkeitswerte eines Monats erst zur Mitte des Folgemonats. Die Zahlen des 2. Halbjahrs 2014 enden laut Folienvermerk in KW 24. Nach diesen Zahlen kann die Bahn Pünktlichkeitsverbesserungen von 0,4 – 2.8 % bei sämtlichen Werten verbuchen.

Was auf den ersten Blick schon wie eine Trendwende aussieht, entpuppt sich bei genauerer Analyse als eine geschickte Mogelpackung, die leider keinem der anwesenden VRS-Mitglieder auffiel. Stellt man die entsprechenden monatlichen Pünktlichkeitswerte grafisch dar, ergibt sich folgendes Bild:

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Pünktlichkeit 1. HJ 2013/2014

Man erkennt auf einen Blick, dass die Pünktlichkeitswerte im Juni 2013 miserabel waren und dass sich die Werte von 2014 nicht wesentlich von denen aus dem Jahr 2013 unterscheiden. Grund für die schlechten Werte im Juni 2013 waren die Züge der neuen Baureihe 430, die im Juni (und auch schon davor) mehrfach wegen klemmender Schiebetritte liegengeblieben waren, was für massive Verspätungen, teilweise auf allen Linien führte. Aus diesem Grund wurden diese Züge Anfang Juli aus dem Verkehr gezogen, wonach die Pünktlichkeitswerte sofort wieder nach oben schnellten.

Vergleicht man stattdessen nur die ersten 5 Monate der Halbjahre miteinander, ergibt sich ein anderes Bild. Bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit ist der Wert 2014 auf dem Niveau von 2013 und bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit sogar 0,3 % schlechter.

Machen wir uns also nichts vor:
Bis zu einer messbaren Verbesserung der Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart ist es noch ein weiter Weg, und messbar heißt noch lange nicht spürbar. Ob die Anstrengungen und Investitionen der Bahn ausreichen um eine Trendwende auszulösen wird die Zukunft zeigen. Und in dieser wartet spätestens mit der Wiederinbetriebnahme der überarbeiteten Schiebetritte der neuen Baureihe 430 ein Faktor, der das System S-Bahn Stuttgart erneut negativ belasten wird. Selbst falls die Tritte problemlos ihren Dienst verrichten sollten, werden sich die Haltezeiten auf den Linien S1-S3 erneut verlängern.

Der aktuelle Slogan der S-Bahn Stuttgart lautet „Jede Sekunden zählt„.
Das ist zwar richtig, gilt jedoch auch in die andere, nicht beabsichtigte Richtung.

Presseschau KW10/2014

Am 6.3.2014 hat die DB Regio früher als sonst die ‚offiziellen‘ Pünktlichkeitswerte für das abgelaufene Jahr 2013 und für Februar 2014 bekannt gegeben. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wurde endlich auch die Pünktlichkeit der einzelnen S-Bahn-Linien veröffentlicht, was wie Thomas Durchdenwald in der StZ richtig bemerkte, früher wie ein Staatsgeheimnis behandelt wurde, das aber nicht zuletzt durch s-bahn-chaos.de enttarnt wurde.

Wie zu erwarten war, sind die Pünktlichkeitswerte für 2013 gegenüber 2012 noch weiter gesunken. Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler vom S-Bahn-Aufgabenträger, dem Verband Region Stuttgart (VRS), eigentlich als sehr verständnisvoller Freund der DB bekannt, war ‚entsetzt’. Man darf gespannt sein, ob die DB die ohne entsprechende Vertragsgrundlage geforderten 1 Mio € so ohne Weiteres zurückzahlt und ob die DB ihre Versprechungen endlich einlöst, in das Netz und den Werterhalt zu investieren, anstatt den für sie sehr lukrativen Nahverkehr, den sie sich sehr teuer entlohnen lässt, weiterhin hängen zu lassen.

Die Presse hat auf die veröffentlichten Pünktlichkeitswerte entsprechend reagiert. Hier eine Übersicht:

StN 07.03.2014: Kommentar zum Nahverkehr / S-Bahn = Trödelbahn
Konstantin Schwarz

Ein sehr bemerkenswerter Ausschnitt aus diesem Artikel:

Erstmals wolle die für Gleise und Streckentechnik verantwortliche DB Netz AG wegen der vielen Störungen 2014 „präventive Instandhaltung“ betreiben. Also vorbeugend in Technik investieren, die 2004 eben noch nicht so abgewirtschaftet war wie heute. Wer Teile rechtzeitig wechselt, beugt dem Systemausfall vor. „Präventive Instandhaltung“ betreibt jeder Autofahrer, der sein Vehikel zur Inspektion bringt.

StN 07.03.2014:  S-Bahnen so unpünktlich wie noch nie
Konstantin Schwarz

StZ vom 06.03.2014: Kommentar zur S-Bahn-Bilanz / S-Bahn muss pünktlicher werden
Thomas Durchdenwald

StZ 06.03.2014: S-Bahn fährt so unpünktlich wie noch nie
Thomas Durchdenwald

StZ 06.03.2014: S-Bahn-Alltag im Selbstversuch / Verspätungen und andere Werte
Thomas Durchdenwald

StZ 06.03.2014: Bahn blockiert Schwabstraße / Störung im Stuttgarter S-Bahn-Verkehr
StN 06.03.2014: Bahn blockiert Schwabstraße / Störung im Stuttgarter S-Bahn-Verkehr

StN 06.03.2014: S-Bahn-Verspätungen schrecken Pendler ab
Alexander Ikrat im Gespräch mit einem resignierten Pendler

ZVW 07.03.2014: Jogi Löw und die S-Bahn
Frank Nipkau zum Thema ‚Fahrgastinformation’

Die S-Bahn 2013: unpünktlich wie nie!

Die Situation rund um die Stuttgarter S-Bahn ist nach wie vor nicht rosig. Seit mittlerweile über 3 Jahren verschlechtert sich zusehends die Zuverlässigkeit. Wer einmal froh war, sich Morgens pünktlich mit der S-Bahn auf den Weg zur Arbeit zu machen und entspannt anzukommen, muss heute fürchten zu spät zu kommen und sich dafür oben drauf vom Arbeitgeber noch einen Rüffel einzuhandeln. Im Herbst 2013 führte dieser Zustand beim Verband Region Stuttgart, dem sogenannten Aufgabenträger für die S-Bahn, endlich zu einer Art Handlungsdruck. Bis dahin tat man sich dort schon schwer, die Ursachen der Misere zu analysieren. Viele der im Regionalparlament sitzenden Politiker wissen zwar seit Jahren, dass allein durch die praktizierte Zugfolge von 2,5min. bei der Einfahrt zur Haltestelle Hauptbahnhof-Tief die Kapazitäts-Grenze des Innenstadttunnels erreicht ist. Sie verweigerten sich jedoch der Tatsache, dass bei steigenden Fahrgastzahlen und somit längeren Haltezeiten an den Innenstadt-Haltestellen zunehmend Verspätungen die Folge sind.

Dazu kamen im Laufe der letzten 3 Jahre zusätzliche Probleme:
Stellwerksstörungen, Signalstörungen – auf immer wieder den selben Streckenabschnitten, Weichenstörungen und schließlich auch die neuen störanfälligen S-Bahnen.
Gesamtwert: € 500 Millionen! Weiterlesen

Die Bedeutung der Panoramastrecke für die S-Bahn

Heutige Nutzung der Panoramastrecke

Derzeit dient die Panoramastrecke zwischen Nordbahnhof und Stuttgart-Vaihingen zur direkten Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof.

Weiterhin wird sie als Umleitungsstrecke für Güterzüge benützt, wenn auf der Strecke zwischen Zuffenhausen–Renningen–Böblingen Störungen auftreten oder Bauarbeiten durchgeführt werden. Diese Züge gelangen dann über eine Abzweigung in der Nähe des Nordbahnhofs auf die Panoramastrecke.

Für die S-Bahn dient sie als alternativer Weg bzw. Bypass für die Linien S1-S3 von und in Richtung Vaihingen bei Ausfall des innerstädtischen S-Bahn-Tunnels. In diesem Fall halten diese Züge im Hauptbahnhof (oben), fahren von dort ohne Halt über die Panoramastrecke nach Stuttgart-Vaihingen (bzw. umgekehrt) und erreichen dort wieder die S-Bahngleise.

Auch in den in der Schlichtung zu Stuttgart 21 vorgelegten Notfallkonzepten für die S-Bahn ist die Panoramastrecke als integraler Bestandteil enthalten. Weiterlesen

Einladung zum (alternativen) S-Bahn-Gipfel mit den Fahrgastverbänden

Nachdem der offizielle S-Bahn-Gipfel des Verband Region Stuttgart am 9.10.2013 ohne aktive Beteiligung der Fahrgastverbände stattfand, lädt jetzt Nikolaus Tschenk, MdL BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Zusammenarbeit mit der Gemeinderatsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stuttgart zu einem alternativen S-Bahn-Gipfel mit den Fahrgastverbänden ein. Weiterlesen

Kommentar von Michael Gauderon zum S-Bahn-Gipfel am 9.10.2013: Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel

Nun ist er also vorbei, der mit Spannung erwartete „S-Bahn-Gipfel“. Und nun? Erst einmal geht alles seinen „normalen“ Gang, soll heißen, es gibt weiterhin Verspätungen in den Spitzenstunden, garniert mit unvorgesehenen Ereignissen, wie Signal-, Fahrzeug- oder Weichenstörungen. Man war am Vorabend des Gipfels fast geneigt zu schreiben, dass es vor allem viel politisches Geplänkel, ein wenig Schelte und viel Powerpoint-Folien geben würde. Weiterlesen

Kommentar zum 15-Punkte-Gesundungsprogramm des VCD für die S-Bahn

Im Vorfeld der 40. Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart (VRS) am 9.10.13, der öffentlichkeitswirksam als S-Bahn-Gipfel bezeichnet wurde, veröffentlichte der Landesverband Baden-Württemberg des Verkehrsclubs Deutschland während einer Pressekonferenz ein 15-Punkte-Gesundungs-Programm für die S-Bahn Stuttgart. Die 15 vorgeschlagenen Punkte sind ein Mix aus sofort, kurz-, mittel- und langfristig umsetzbaren Maßnahmen. Weiterlesen

Was bzw. wer ist der Aufgabenträger der S-Bahn Stuttgart?

Nur wenigen Nutzerinnen und Nutzern der S-Bahnen ist bekannt, dass die Verantwortlichkeit für das Angebot beim Verband Region Stuttgart (VRS) liegt. Der VRS ist einer von zwölf Regionalverbänden in Baden-Württemberg, die als Körperschaften des Öffentlichen Rechts dazu geschaffen wurden, die Regionalplanung gemäß dem Landesplanungsgesetz umzusetzen. Üblicherweise sind Regionalverbände somit kaum in der täglichen Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Doch anders als andere Regionalverbände zeichnet sich der VRS eben dadurch aus, dass er der sogenannte Aufgabenträger für die S-Bahn in der Region Stuttgart ist und damit auch Sie als Fahrgäste direkt tangiert.

Verband Region Stuttgart

Doch wem fällt schon das unscheinbare Logo aus hell- und dunkelblauen Balken an den Seiten der S-Bahnen auf? Weiterlesen