Archiv der Kategorie: S-Bahn Stuttgart

Pünktlichkeitsstatistik Februar 2016

Wie an jedem Monatsbeginn, veröffentlichen wir auch am heutigen 1.3.2016, die von uns aus den Daten des Live-Fahrplans der S-Bahn Stuttgart ermittelten Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien für den gerade zu Ende gegangenen Monat Februar 2016.

Um die Pünktlichkeitswerte auch mit dem Vorjahresmonat vergleichen zu können, werden die hier ebenfalls verfügbaren Jahresvergleichsübersichten ab sofort immer für die letzten 13 bzw. 25 Monate erstellt, also in dieser Statistik von Februar 2014 bzw. 2015 bis Februar 2016.

Sie finden den Pünktlichkeitsverlauf der letzten 12+1 Monate weiter unten und die ↓Pünktlichkeitsentwicklung der letzten 25 Monate sowie einen ↓lediglich prozentualen Vergleich zwischen den letzten 13 Monaten und den davorliegenden 13 Monaten am Ende dieses Beitrags.

Hier die Pünktlichkeit im Februar 2016 als Balkendiagramm:

Februar 2016 als Balkendiagramm

Februar 2016 als Balkendiagramm

Und hier die Pünktlichkeitswerte vom Februar 2016 in Tabellenform:

3-Minuten 6-Minuten 3-Minuten 6-Minuten
(GVZ) (GVZ) (nur HVZ) (nur HVZ)
Ziel-Wert 94,5 % 98,0 % 91,5 % 98,0 %
Ist-Wert (alle Ø) 88,3 % 97,5 % 82,9 % 96,7 %
Einzelne Linien
S1 86,0 % 96,5 % 79,3 % 96,1 %
S2 84,0 % 97,0 % 75,4 % 95,1 %
S3 84,6 % 97,0 % 74,3 % 94,8 %
S4 92,6 % 98,1 % 91,2 % 98,3 %
S5 90,2 % 98,4 % 88,7 % 98,1 %
S6 94,4 % 98,9 % 91,0 % 98,5 %
S60 95,2 % 99,2 % 93,2 % 98,9 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:30, außer an Feiertagen),
GVZ = Gesamt-Verkehrszeit (alle Tage 0-24 Uhr)

Die Pünktlichkeit im Februar 2016 hat sich gegenüber dem Vormonat nicht unwesentlich verbessert. Bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit wurden selbst in der HVZ die Sollwerte nahezu erreicht. Nur bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit schwächeln die Durchmesserlinien S1-S3 weiterhin, während die S4-S6(0) die Zielwerte erreicht haben.

Wenn es dabei bleibt, scheint die Talsohle tatsächlich überwunden zu sein.

Sehen Sie in der folgenden Animation wie sich die Pünktlichkeit im Februar 2016 gegenüber dem Vormonat Januar 2016 entwickelt hat:

Animation Februar 2016 vs. Januar 2016

Animation Februar 2016 vs. Januar 2016

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Begeisterung über WLAN in S-Bahn hält sich in Grenzen

Die Stuttgarter Nachrichten berichteten in dieser Woche über den WLAN-Test bei der Stuttgarter S-Bahn. Ein Artikel beschrieb die Erfahrungen einiger Fahrgäste mit dem kostenlosen Angebot, ein anderer lieferte Hintergrundinformationen und eine erste Einschätzung von Jürgen Wurmthaler, dem Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur beim Verband Region Stuttgart.
Zum zweiten Artikel habe ich folgende Anmerkungen:

  1. Die WLAN-Router im Zug empfangen zwar Mobilfunksignale, verstärken diese aber nicht, sondern leiten nur die Datenpakete per WLAN weiter. Mobilfunkverstärker werden eingesetzt um den Mobilfunkempfang in Zügen zu verbessern, falls dieser z.B. aufgrund von metallbedampften Fensterscheiben gedämpft ist. Auf diese Technik bauen z.B. die Schweizer Bundesbahnen (SBB), die WLAN im Zug höchstens ergänzend einsetzen wollen.
  2. Das WLAN hat bei den Tests von Herrn Wurmthaler sicher immer funktioniert, es fährt ja schließlich in Form des WLAN-Routers im Zug mit. Was nicht zuverlässig funktionierte war der Internetzugang, welcher vom WLAN-Router über das Mobilfunknetz bereitgestellt wird. Wer im Zug mit dem Smartphone ins Internet geht, kennt dieses Problem. Auf praktisch jeder Strecke gibt es Abschnitte in denen keine brauchbare Verbindung zustande kommt. Der direkte Internetzugang kann u.U. sogar zuverlässiger sein, weil er direkter erfolgt als über den Umweg WLAN:

    Internetzugang über Mobilfunk direkt im Vergleich zum Umweg WLAN

    Internetzugang über Mobilfunk direkt im Vergleich zum Umweg WLAN

  3. Laut CDU-Nachwuchsmann Jan Tielesch fährt die S1 zum Flughafen. Zum Flughafen fahren aber nur die S-Bahnlinien S2 und S3. Die S1 biegt bereits in Stuttgart Rohr nach Herrenberg ab. Außerdem kann man nicht nur mit der analogen Postkarte abstimmen, sondern auch mit einem PDF-Formular per E-Mail. Dies funktioniert jedoch weder einfach noch anonym. Man benötigt einen PDF-Reader, mit dem man ein PDF-Formular ausfüllen und anschließend per E-Mail verschicken kann.
  4. Die geschätzten bis zu 16 Millionen Euro sind nur die initialen Einmalkosten zum Einbau der Technik in die Züge. Hinzu kommen laufende Kosten z.B. an die Mobilfunkprovider. Dass die CDU diese Kosten nicht den Fahrgästen aufbürden will ist zwar löblich, sie sagt aber nicht wer letzlich für die enormen Kosten aufkommen soll. Letztendlich wird es früher oder später entweder direkt auf alle Fahrgäste oder versteckt auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
  5. Die Politik nötigt die Schienenverkehrsunternehmen Gratis-Internet per WLAN anzubieten, aber die Qualität ist oft bedenklich schlecht. So besteht die Gefahr, dass hier ein teurer, aber schlechter Service vom Fahrgast zu zahlen ist, den er aufgrund eines ohnehin bestehenden Mobilfunkzugangs sowieso schon besitzt und bezahlt.

Heute Nachmittag hatte ich übrigens wieder einmal das seltene Glück, in einem Testzug mitfahren zu können. Nach dem Einsteigen in Feuerbach hat es bis kurz vor Stuttgart Hbf gedauert, bis ich über WLAN ins Internet kam. Nach der Einfahrt in den Tunnel ging dann nichts mehr und das Smartphone schaltete selbstständig auf Mobilfunk um. Danach gelang es mir zwar noch einmal eine Internet-Verbindung über das WLAN aufzubauen, aber kurze Zeit später war auch schon die Endstation Schwabstraße erreicht und ich musste aussteigen.

Somit decken sich meine Erfahrungen weitgehend mit denen von Herrn Wurmthaler. Begeisterung kommt bei der Nutzung von WLAN in der S-Bahn derzeit keine auf.

Neue Fahrgastinformation Stuttgart Hbf (tief)

Kürzlich wurden hinter den Scheiben der Fahrgastinformation in der S-Bahn Station Stuttgart Hbf (tief) zwei Bildschirme aufgestellt, auf denen die aktuelle Web-Bahnhofstafel der Station zu sehen ist (ein Klick auf das Bild öffnet diese und zeigt die aktuellen Live-Daten an):

Abfahrtstafel Stuttgart Hbf (tief)

Abfahrtstafel Stuttgart Hbf (tief)

Dieser Testbetrieb soll vermutlich die Mitarbeiter der Fahrgastinformation entlasten und Hilfesuchenden ohne Smartphone eine schnellere und bessere Informationsquelle bieten.

Wir begrüßen diese zusätzliche Fahrgastinformation und haben noch folgende Verbesserungsvorschläge (ein Klick auf den Vorschlag öffnet ihn mit aktuellen Live-Daten):

Falls Sie sich für zuhause oder in der Firma einen ähnlichen Abfahrtsmonitor bauen wollen, finden Sie hier unter der Überschrift Bahnhofstafel die notwendigen Informationen für die möglichen Anpassungen an Ihre Bedürfnisse. Man kann damit z.B. einem alten Android-Tablet, dessen Akku wegen Defekt schon entfernt wurde, ein 2. Leben einhauchen:

Abfahrtsmonitor auf altem Android-Tablet

Abfahrtsmonitor auf altem Android-Tablet

Viel Erfolg beim Ausprobieren und Basteln!

Ursachenforschung der S-Bahn-Verspätungen

Am 3.2.2016, einen Tag nach einer Pressekonferenz des VCD mit dem Titel VCD-Konzept für den Ausbau des Stuttgarter Eisenbahnnetzes, die StZ und StN berichteten,  fand eine Sitzung des Verkehrsausschusses des Regionalverbands Stuttgart (VRS) statt, bei dem vorrangig S-Bahn-Themen besprochen wurden. Die StZ berichtete.

Bei der VCD-Pressekonferenz war die S-Bahn zwar nicht das Hauptthema, trotzdem wurden einige interessante Punkte auch für die S-Bahn thematisiert. So wurde u.a. das nicht zukunftssichere Konzept der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße bemängelt, bei dem der Geburtsfehler der Stuttgarter Stammstrecke wider besseres Wissens wiederholt wird. Durch sie wird die bereits schon heute überlastete Stammstrecke durch eine weitere Station mit nur einem Mittelbahnsteig und der bereits vor der Station zusammengeführten Tunnelstrecken von Bad Cannstatt und Feuerbach verlängert, statt dem bewährten Beispiel München zu folgen. Dort wurden die Außenäste nämlich erst nach den Haltepunkten mit dort noch getrennten Gleisen in die Stammstrecke eingefädelt und die besonders stark frequentierten Stationen der Stammstrecke wie zum Beispiel am Hauptbahnhof mit ‚Spanischen Bahnsteigen‘ ausgestattet, d.h. Bahnsteige auf beiden Seiten der Stationen angelegt, um Ein- und Aussteiger voneinander zu trennen.

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Pünktlichkeitsstatistik Januar 2016

Wie an jedem Monatsbeginn, veröffentlichen wir auch am heutigen 1.2.2016, die von uns aus den Daten des Live-Fahrplans der DB Regio ermittelten Pünktlichkeitswerte der Stuttgarter S-Bahn-Linien für den gerade zu Ende gegangenen Monat Januar 2016.

Die hier ebenfalls verfügbaren Jahresvergleichsübersichten werden ab sofort immer für die letzten 12 bzw. 24 Monate erstellt, also in diesem Monat von Februar 2014 bzw. 2015 bis Januar 2016.

Sie finden den Pünktlichkeitsverlauf der letzten 12 Monate weiter unten und die ↓Pünktlichkeitsentwicklung der letzten 24 Monate sowie einen ↓lediglich prozentualen Vergleich zwischen den letzten 12 Monaten und den davorliegenden 12 Monaten am Ende dieses Beitrags.

Hier die Pünktlichkeit im Januar 2016 als Balkendiagramm:

Januar 2016 als Balkendiagramm

Januar 2016 als Balkendiagramm

Und hier die Pünktlichkeitswerte vom Januar 2016 in Tabellenform:

3-Minuten 6-Minuten 3-Minuten 6-Minuten
(GVZ) (GVZ) (nur HVZ) (nur HVZ)
Ziel-Wert 94,5 % 98,0 % 91,5 % 98,0 %
Ist-Wert (alle Ø) 85,8 % 95,9 % 75,1 % 92,5 %
Einzelne Linien
S1 82,1 % 94,4 % 69,3 % 89,9 %
S2 80,5 % 94,2 % 66,1 % 89,2 %
S3 81,8 % 94,8 % 67,2 % 89,6 %
S4 92,6 % 98,1 % 85,9 % 96,5 %
S5 90,0 % 98,0 % 81,7 % 96,3 %
S6 92,3 % 97,9 % 83,3 % 95,7 %
S60 93,1 % 98,3 % 89,3 % 97,2 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:30, außer an Feiertagen),
GVZ = Gesamt-Verkehrszeit (alle Tage 0-24 Uhr)

Im Großen und Ganzen sind die Veränderungen bei der Pünktlichkeit sowohl gegenüber dem Vorjahres-Januar als auch dem Vormonat  Dezember 2015 nicht spektakulär gewesen, auch wenn auffällt, dass die Schere zwischen den ‚kritischen‘ Linien S1-S3 und den weniger kritischen Linien S4-S60 immer weiter aufgeht. Keinesfalls kann jedoch bereits von einer wirklichen Überwindung der Talsohle gesprochen werden.

Sehen Sie, wie sich die Pünktlichkeit aller Linien im Januar 2016 gegenüber Januar 2015 sowohl in der GVZ als auch der HVZ entwickelt hat:

Animation Januar 2015<->Januar 2016

Animation Januar 2015 <-> Januar 2016

Sehen Sie wie sich die Pünktlichkeit gegenüber dem Vormonat Dezember 2015 entwickelt hat:

Animation Dezember 2015<->Januar 2016

Animation Dezember 2015 <-> Januar 2016

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Kommentar zur Pünktlichkeitsentwicklung 2014-2015

Der Artikel Pünktlichkeit: S-Bahn hat Tiefpunkt durchfahren in den Stuttgarter Nachrichten vom 26.01.2016 von Konstantin Schwarz und einige Aussagen darin haben uns zum folgenden Beitrag veranlasst.

Ja, es stimmt, 2015 war die S-Bahn Stuttgart tatsächlich pünktlicher als im Jahr zuvor unterwegs und das ist erfreulich, auch wenn die aktuell erreichte durchschnittliche Pünktlichkeit immer noch weit unter der Zielvorgabe liegt, die bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit noch nie und bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit zum letzten Mal in 2011 erreicht wurde. Allerdings halten wir es für verfrüht, schon jetzt von einer Trendwende zu sprechen, denn vom Tiefpunkt 2014 aus gesehen, kann es eigentlich nur besser werden, alles andere wäre eine Bankrotterklärung. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Und dann noch etwas: Bekanntlich gehen komplett ausgefallene Züge überhaupt nicht in die Statistik ein und gerade in 2015 war die Zahl der Ausfälle streikbedingt besonders hoch. Stellen Sie sich vor, es wäre überhaupt kein Zug gefahren, dann wäre die Pünktlichkeit sogar 100% gewesen! Unsere Forderung an DB und VRS lautet daher: Ein ausgefallener Zug muss mit dem aktuellen Taktabstand in die Verspätungsstatistik eingehen, auch wenn die DB der Ansicht ist, dass  dies nirgendwo in Deutschland so gemacht wird.

DB-Jahrespünktlichkeit 2004-2014 (GVZ)

DB-Jahrespünktlichkeit 2004-2014 (GVZ)

Bitte beachten Sie den sehr feinen vertikalen Maßstab (nur 2,5% pro Raster)  in obigem Diagramm. Die Verbesserung zwischen 2014 und 2015 beträgt bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit 1% (95,6 → 96,6% bei einem Zielwert von 98%), bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit immerhin doch fast 3% (85,8 → 88,5%, Zielwert 94,5%).

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Internet per WLAN in der S-Bahn im Praxistest

Da derzeit nur zwei Züge der S-Bahn Stuttgart testweise mit einem Internetzugang per WLAN ausgestattet sind, dauerte es ein paar Tage, bis wir das Angebot testen könnten. Hier nun unser erster Praxisbericht.

Mit WLAN ausgestattete S-Bahn

Mit WLAN ausgestattete S-Bahn

Technik

Die mit WLAN ausgerüsteten Wagen sind an den Türen und Fenstern auffällig gekennzeichnet. Anscheinend ist immer nur ein Wagen des Zuges mit WLAN ausgestattet. Im Zug wird der kostenlose Internetzugang per WLAN auch auf den Monitoren und in ausgelegten Flyern beworben und erklärt.

Monitor mit Hinweis auf WLAN

Monitor mit Hinweis auf WLAN

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Internet per WLAN in der S-Bahn

Hintergrund und Status

WLAN-Sticker

Klicken Sie auf das Bild, um das Original zu sehen.

Laut einem Artikel der StZ hatte der Verband Region Stuttgart (VRS) im Herbst beschlossen, Strafzahlungen für nicht erreichte Ziele nicht von der DB Regio als Betreiber der S-Bahn Stuttgart einzufordern, sondern dieses Geld stattdessen für einen WLAN-Probebetrieb in zwei S-Bahnzügen einzusetzen. Dieser Probebetrieb sollte eigentlich im 4. Quartal 2015 starten, aber erst am Montag 11.1.2016 ging das neue Angebot offiziell in Betrieb. Verspätungen sind wir ja bei der S-Bahn gewohnt.

Wir begegnen diesem Vorhaben mit der gebotenen Skepsis, da es die Deutsche Bahn mit Unterstützung der Telekom bis heute nicht geschafft hat, in den ICEs wirklich verlässliche Internetverbindungen per WLAN zu betreiben und werden das Angebot deshalb genau unter die Lupe nehmen.

Zusätzlich will der VRS die Mobilfunkabdeckung entlang der S-Bahnstrecken untersuchen lassen und darauf hinwirken, dass erkannte Defizite von den Netzbetreibern abgestellt werden. Eine ständige gute Mobilfunkverbindung ist nötig um über WLAN im Zug eine verlässliche Internetverbindung bereitstellen zu können. Ein Ergebnis der Untersuchung wurde bislang nicht veröffentlicht.

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Das „S“ kam wieder zurück

Am 28.12.2015 kündigten die StN im Artikel Das „S“ feiert bald Comeback eine baldige Rückkehr des „S“ und des „nach“ für den 11.1.2016 an, die ja bekanntlich beide seit 14.12.2015 durch einen Softwarefehler aus den Ansagen verschwunden waren.

Und tatsächlich, heute war es so weit. Jetzt heißt es wieder beispielsweise „S3 nach Flughafen/Messe“ und nicht mehr nur „3 Flughafen/Messe“.

Zu mehr hat es allerdings bis jetzt noch nicht gereicht, denn nach wie vor wird an manchen Haltestellen die falsche Ausstiegsrichtung angezeigt und gesprochen. So z.B. in Stuttgart-Sommerrain, wo allen Ernstes der lebensgefährliche Ausstieg auf das Ferngleis angekündigt wird:

Falsche Ausstiegsrichtung

Falsche Ausstiegsrichtung

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Neuer Schiebetritt – erste Erfahrungen

Die erste Woche mit Testfahrten von S-Bahnzügen des Modells ET 430 mit überarbeitetem Schiebetritt ist vorüber. Zeit zu berichten und eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Aktuell sind 3 Züge mit aktiven neuen Schiebetritten auf der Linie S1 unterwegs, die Wahrscheinlichkeit auf einen zu treffen ist somit nicht sehr hoch. Nach unseren Erfahrungen haben diese Züge einen runden, blauen Aufkleber auf der Frontscheibe, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist. In den sonst unbesetzten Fahrerkabinen der hinteren Wagen saß zumindest im beobachteten Zug je ein Mitarbeiter, wohl um  bei Problemen schnell eingreifen zu können.

Blauer Aufkleber auf Frontscheibe

Blauer Aufkleber auf Frontscheibe – Schiebetritte sind ausgefahren

Spätestens nach dem Halt des Zuges bemerkt man, dass sich etwas verändert hat. Wenn die Türen piepsen und die Türtaster blinken, hört man nun zusätzlich das Surren der Elektromotoren, die die Schiebetritte ausfahren. Drückt man währenddessen schon auf den blinkenden Taster, dann öffnet sich nicht wie bisher die Tür, sondern sie bleibt mindestens so lange verschlossen, bis der Schiebetritt in seine Endposition ausgefahren ist.

So wie im folgenden Video geht es deshalb gerade vielen Fahrgästen, die mehrfach auf den Taster drücken, bis die Tür endlich aufgeht:

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