Archiv der Kategorie: S-Bahn Stuttgart

Brief an die Bundestagsabgeordneten der Region Stuttgart

In unserem kürzlich veröffentlichten Beitrag S-Bahnnetz Stuttgart im technischen Notstand? haben wir dazu aufgerufen, die Bundestagsabgeordneten aus unserer Region auf den Missstand – wir nannten es Notstand – der Stuttgarter S-Bahn anzusprechen und sie zum Engagement in dieser Sache aufzufordern. Das war auch Anlass für uns, einen Brief an diese Bundestagsabgeordneten zu senden. Eine Antwort kam bereits. Und sie deutet darauf hin, dass das Bundesverkehrsministerium mit dem Thema Infrastruktur der Deutschen Bahn in der Tat nicht gut umgeht.

Hier der Inhalt unseres Briefes von 09. September 2016:

Die Stuttgarter S-Bahn braucht Ihre Unterstützung

Vor Jahren haben wir unseren Internet-Auftritt S-Bahn-Chaos.de ins Leben gerufen, als Pünktlich­keit und Ausfallsicherheit der Stuttgarter S-Bahn Monat für Monat schlechter wurden. In diesem Auftritt kritisieren wir vieles und heftig. Auf der anderen Seite stellen wir für die S-Bahnreisenden zeit­nahe Informationen z. B. über Störungen zur Verfügung, die es vorher so nicht gab. Wir arbeiten ehrenamt­lich und sind an keine Weisungen gebunden.

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Gefährdung der Fahrgastsicherheit in Zuffenhausen

Von Sa. 27.8. bis Sa. 3.9.2016, also rund eine Woche lang, konnten wegen Bauarbeiten für Stuttgart 21 keine S-Bahnen im Bahnhof Feuerbach halten. Diese wurden dort stattdessen über die bahnsteiglosen Ferngleise umgeleitet. Leider gibt es zwischen Feuerbach und Zuffenhausen keine Weiche zwischen den Fern- und S-Bahn-Gleisen (zumindest nicht mehr), so dass die S6 erst ab bzw. nur bis Zuffenhausen fuhr und die Linie S4 und S5 in Zuffenhausen an den Ferngleisen halten mussten. Die Bahnsteige sind dort recht schmal und neben den Abgängen zur Unterführung sogar so schmal, dass der Aufenthalt dort aus diesem Grund untersagt ist.

Dazu erreichte uns folgende Zuschrift eines besorgten Pendlers, den er an den Kundendialog der DB-Baden Württemberg (kundendialog.baden-wuerttemberg@deutschebahn.com) und in Kopie an das Eisenbahnbundesamt, die Stuttgarter Zeitung und an uns geschickt hat:

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Pünktlichkeit und Ausfälle im August 2016

Wie gewohnt veröffentlichen wir die von uns aus den Daten des Live-Fahrplans der S-Bahn Stuttgart ermittelten Pünktlichkeitswerte, sowie seit einiger Zeit auch die von unserem Ausfallzähler ermittelten Ausfälle der Stuttgarter S-Bahn-Linien für den gerade zu Ende gegangenen Monat August 2016.

Auch dieser Monat kann – zumindest was die S1 und S3 betrifft – nicht mit den Vormonaten verglichen werden, da noch bis zur Monatsmitte die durch die Bauarbeiten zwischen Stuttgart-Rohr und Böblingen bedingten Baustellenlinien S13 und S31 fuhren. Ab der Monatsmitte wurden diese Linien wieder aufgegeben und die S1 und S3 fuhren wieder auf dem Regelweg.

Die temporär eingeführten neuen Linien S13, S31 und S61 wurden wegen des nicht vernachlässigbaren Aufwands auch im August 2016 nur teilweise ausgewertet. Sie wurden nur in der Monatsstatistik, den Twittermeldungen  und unserem S-Bahn-Monitor berücksichtigt.  Sie finden aber weder Eingang in die Pünktlichkeits- und Verspätungsdiagramme noch in die Monatsvergleichsstatistiken. Bitte beachten Sie, dass  insbesondere die ermittelte Pünktlichkeit der Linien S1 und S3 sowieso nicht mit den Vormonaten verglichen werden können, da bis zur Monatsmitte die Mehrzahl der Verkehre auf diesen klassischen Linien teilweise durch S13 und S31 abgewickelt wurden. Die S61 fuhr nur kurzzeitig und geht daher sowieso kaum in die Statistik ein.

Die Monatsverläufe finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Hier die Pünktlichkeit aller Linien im August 2016 als Balkendiagramm:

Pünktlichkeit ALLER Linien im August 2016 als Balkendiagramm

Pünktlichkeit ALLER Linien im August 2016 als Balkendiagramm

Und hier die Pünktlichkeit aller Linien im August 2016 in Tabellenform:

3-Minuten 6-Minuten 3-Minuten 6-Minuten
(GVZ) (GVZ) (nur HVZ) (nur HVZ)
Ziel-Wert 94,5 % 98,0 % 91,5 % 98,0 %
Ist-Wert (alle Ø) 89,4 % 97,0 % 84,4 % 95,8 %
Einzelne Linien
S1 86,5 % 95,8 % 79,8 % 93,9 %
S13 89,0 % 98,0 % 82,5 % 97,0 %
S2 88,3 % 96,7 % 80,8 % 94,8 %
S3 88,9 % 97,1 % 82,7 % 95,5 %
S31 82,2 % 93,3 % 78,3 % 92,8 %
S4 92,3 % 97,8 % 88,5 % 96,7 %
S5 90,1 % 97,7 % 86,0 % 96,3 %
S6 93,0 % 98,3 % 88,8 % 97,3 %
S60 95,4 % 98,8 % 94,0 % 98,3 %
S61 94,5 % 99,3 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:30, außer an Feiertagen),
GVZ = Gesamt-Verkehrszeit (alle Tage 0-24 Uhr)

A priori war klar, dass die  erforderlichen Bauarbeiten auf der Gäubahn erheblichen Einfluss auf die Pünktlichkeit des gesamten Systems haben werden. Dass die Pünktlichkeit gegenüber dem Vormonat besser wurde, ist erstens der Urlaubszeit und zweitens der Tatsache geschuldet, dass ausgefallene Züge nicht in die Statistik eingehen. Ausgefallene Züge gab es jedoch durch Infrastrukturstörungen wie die 4 Brandmelde(fehl)alarme in einer Woche, die fatale Oberleitungsstörung und die geplanten Bauarbeiten jede Menge, so dass sich der gestresste Pendler wundern wird, dass die Pünktlichkeit besser geworden sein soll.

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S-Bahnnetz Stuttgart im technischen Notstand?

Gewiss klingt diese Überschrift nach dramaturgischer Übertreibung. Doch angesichts der furchtbar vielen technischen Störungen werden viele S-Bahnreisende die aktuelle Lage genau so empfinden. Signalstörung, Stellwerksstörung, Weichenstörung, Signalstörung, Fahrbahnstörung, falscher Brandalarm, und so weiter, und so weiter. Wäre es womöglich besser, das Notfallkonzept in den werktäglichen Regelbetrieb zu übernehmen und den Normalbetrieb nur in der verkehrsarmen Zeit zu fahren? Man verzeihe diesen Sarkasmus, aber der jetzige Zustand ist anders kaum zu ertragen.
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Ein Oberleitungsschaden und das desaströse Informationsmanagement

Nicht einmal eine Woche nach den 4 Brandmelde-Fehlalarmen im S-Bahn-Tunnel und der damit verbundenen Sperrung der Stammstrecke hat am frühen Dienstagmorgen (23.08.2016) im Berufsverkehr eine altersschwache Oberleitung ihren Geist aufgegeben und hing herunter. Eine stadteinwärtsfahrende S3  Richtung Backnang kollidierte kurz vor der Einfahrt in die Station Schwabstraße mit ihr. Glücklicherweise hielten im Gegensatz zu einem ähnlichen Ereignis am Abend des 18.2.2015 zu diesem Zeitpunkt gerade alle anderen S-Bahnen auf der Stammstrecke und im Hasenbergtunnel in einem Haltepunkt, so dass bis auf die besagte S3 die Fahrgäste die Bahnen sofort verlassen konnten. Nachdem die Fahrdrahtspannung abgeschaltet, die herabhängende Oberleitung gesichert und der Fahrdraht geerdet war, konnte auch die S3 evakuiert und die mehreren hundert Fahrgäste zur Station Schwabstraße eskortiert werden.

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4 Brandmeldealarme im S-Bahn-Tunnel in einer Woche

Es fällt auf, dass in letzter Zeit im S-Bahn-Tunnel an den 5 Haltepunkten von Stuttgart-Hauptbahnhof (tief) und Stuttgart-Universität immer wieder Brandmeldealarme gemeldet wurden, die sich im Endeffekt als Fehlalarme herausstellten. Den Vogel abgeschossen hat die Woche 33/2016, in der an drei aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt 4 solcher Alarme gemeldet wurden, Am Dienstag in Stuttgart-Hauptbahnhof (tief), am Mittwoch in Stuttgart-Universität und am Donnerstag gleich zweimal in Stuttgart-Schwabstraße. Die Stuttgarter Nachrichten haben noch vor dem 4. Alarm im Artikel  Schon wieder Bahnchaos wegen falschem Brandalarm darüber berichtet.

Ein solcher Alarm führt zwangsläufig zu einer Einstellung des S-Bahn-Verkehrs und der Evakuierung der betroffenen Haltestelle, einem Einsatz der Feuerwehr, bis der herbeizitierte Notfallmanager vor Ort geklärt hat, ob es sich um einen Fehlalarm handelt. Keine Frage, dass zur Sicherheit der Fahrgäste eine sofortige Evakuierung und Sperrung unumgänglich ist, wenn nicht sofort geklärt werden kann, dass es sich lediglich um einen Fehlalarm handelt. Was aber nicht sein darf, dass in diesen stark frequentierten Stationen außer Stuttgart Hauptbahnhof (tief) überhaupt kein Personal mehr vorhanden ist, das ggf. sofort entscheiden kann, ob der Alarm zu recht erfolgte und akuter Handlungsbedarf besteht. Die beiden Alarme in Stuttgart-Schwabstraße wurden übrigens durch Staubentwicklung bei Bauarbeiten hervorgerufen. Es darf schlichtweg nicht sein, dass die beauftragten Firmen nicht schon bei der Beauftragung auf entsprechende Risiken hingewiesen werden und ihre Arbeit nicht entsprechend vorsichtig ausführen. Bei den beiden anderen Fehlalarmen wurde noch kein Grund publiziert.

Nachtrag (02.09.2016):

wie wir aus einer gewöhnlich gut informierten Quelle erfuhren, wurde

  • der Brandmeldealarm im Hbt tief durch einen Mitarbeiter eines Shops ausgelöst, der beim Einräumen im Lager einen Brandmelder beschädigt hat.
  • der Brandmeldealarm in S-Universität durch eine Spinne ausgelöst, die das Netz über den Brandmelder gezogen hat, wodurch dieser ausgelöst hat.

Für die infrastrukturelle Ausrüstung und Betrieb der Stationen ist übrigens die DB Station&Service AG, eine Tochterfirma der DB Netze AG zuständig, die zwar für jeden Halt über das Jahr gerechnet jede Menge Stationsgebühren kassiert, es sich bei der Vielzahl der betroffenen Fahrgäste unserer Meinung nach aber zu einfach macht.

Nur 3 der insgesamt 4 Fehlalarme wurden über den VVS Benachrichtigungsservice per E-Mail gemeldet, beim Alarm am Mittwoch in Universität blieb der E-Mail Service stumm und nur über den @VVS Twitter-Account erfolgte eine Information. Wenn ich mich recht erinnere, gab es zu diesem Zeitpunkt keine sonstige Echtzeitinformation, d.h. die Kunden hatten Mühe sich selbst zu informieren.

Der Live-Fahrplan – das ungeliebte Kind der S-Bahn

In diesem Beitrag möchte ich meinen Unmut über den bedauernwerten Zustand des sogenannten Live-Fahrplan der S-Bahn Stuttgart kundtun, den es sowohl als Web-Anwendung für den Browser, als auch als „Navi S-Bahn Stuttgart“ App für Smartphones gibt.

Seit Anfang 2013 gibt es den Live-Fahrplan der S-Bahn Stuttgart, der verwirrenderweise manchmal auch Navi oder Navigator genannt wird. Er wurde laut Stuttgarter Zeitung im Auftrag der DB Regio von der Firma HaCon für 55.000 Euro entwickelt und wird für 19.000 Euro jährlich betrieben und gewartet. Ob in diesem Betrag auch Fehlerkorrekturen und Anpassungen enthalten sind ist unbekannt.

Live-Fahrplan Web-Anwendung

Die Webanwendung hat seit ihrer Veröffentlichung mindestens zwei Aktualisierungen erfahren.

Aktuelle Version der Live-Fahrplan Web-Anwendung

Aktuelle Version der Live-Fahrplan Web-Anwendung

Bei der ersten Aktualisierung kam die Option hinzu, die Züge des Regional- und Nahverkehrs zusätzlich in die Karte mit einzublenden. Außerdem werden in der Linienpünktlichkeit Störungshinweise angezeigt.

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Pünktlichkeit und Ausfälle im Juli 2016

Nun ist es mit 3 Tagen Verspätung endlich soweit. Hier nun die von uns aus den Daten des Live-Fahrplans der S-Bahn Stuttgart ermittelten Pünktlichkeitswerte, sowie seit einiger Zeit auch die von unserem Ausfallzähler ermittelten Ausfälle der Stuttgarter S-Bahn-Linien für den gerade zu Ende gegangenen Monat Juli 2016.

Dieser Monat war der erste mit dem durch die Bauarbeiten zwischen Stuttgart-Rohr und Böblingen bedingten Linientausch der Südäste von S1 und S3. Wir haben uns entschlossen, die nur während der Bauarbeiten temporär eingeführten neuen Linien S13, S31 und S61 wegen des nicht vernachlässigbaren Aufwands nur teilweise auszuwerten. Sie werden nur in der Monatsstatistik, den Twittermeldungen  und unserem S-Bahn-Monitor berücksichtigt.  Sie finden aber weder Eingang in die Pünktlichkeits- und Verspätungsdiagramme noch in die Monatsvergleichsstatistiken. Bitte beachten Sie, dass  insbesonders die ermittelte Pünktlichkeit der Linien S1 und S3 sowieso nicht mit den Vormonaten verglichen werden können, da die Mehrzahl der Verkehre auf diesen klassischen Linien derzeit durch S13 und S31 abgewickelt werden.

Die Monatsverläufe finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Hier die Pünktlichkeit aller Linien im Juli 2016 als Balkendiagramm:

Pünktlichkeit ALLER Linien im Juli 2016 als Balkendiagramm

Pünktlichkeit ALLER Linien im Juli 2016 als Balkendiagramm

Die Pünktlichkeit der S31 hat sich zwar gegen Ende des Monats etwas erholt, aber unter 60% bei der 3-Minuten-Pünktlichkeit innerhalb der HVZ ist natürlich ein sehr schlechter Wert.

Und hier die Pünktlichkeit aller Linien im Juli 2016 in Tabellenform:

3-Minuten 6-Minuten 3-Minuten 6-Minuten
(GVZ) (GVZ) (nur HVZ) (nur HVZ)
Ziel-Wert 94,5 % 98,0 % 91,5 % 98,0 %
Ist-Wert (alle Ø) 83,0 % 94,4 % 75,9 % 92,3 %
Einzelne Linien
S1 80,4 % 94,1 % 73,6 % 92,3 %
S13 82,2 % 95,0 % 71,1 % 91,7 %
S2 83,0 % 95,4 % 71,9 % 91,8 %
S3 81,5 % 94,7 % 72,1 % 91,3 %
S31 69,0 % 83,8 % 59,6 % 80,5 %
S4 88,8 % 97,0 % 84,2 % 95,8 %
S5 84,9 % 96,6 % 79,1 % 94,8 %
S6 87,1 % 95,7 % 81,0 % 94,1 %
S60 91,0 % 97,2 % 88,7 % 96,6 %
S61 91,6 % 97,6 %

HVZ = Hauptverkehrszeit (Mo.-Fr. 6:00-9:00 und 15:30-19:30, außer an Feiertagen),
GVZ = Gesamt-Verkehrszeit (alle Tage 0-24 Uhr)

Es war klar, dass die  erforderlichen Bauarbeiten auf der Gäubahn erheblichen Einfluss auf die Pünktlichkeit der S31 haben werden. Die teilweise riesigen Verspätungen der S31 sind natürlich auch bei den anderen Linien nicht ohne Folgen geblieben, denn auf den nur 2 Gleisen der S-Bahn-Strecke zwischen Vaihingen, Schwabstraße und Hauptbahnhof (tief) können die Züge eben nur hintereinander herfahren und sich nicht überholen.

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Pünktlichkeitstendenz für Juli 2016

Die Instandsetzungsarbeiten auf der Gäubahn vom 13.7. bis 10.9.2016 zwischen Stuttgart-Rohr und Böblingen haben nicht nur die Pendler wegen den ungewohnten Linienbezeichnungen und Fahrplänen verwirrt, sondern auch unsere gewohnten Auswertungen durcheinander gebracht.

Nicht zuletzt deswegen wird es in diesem Monat etwas länger dauern, bis die finalen Werte zur Verfügung stehen. Daher schon vor Monatsende ein Zwischenstand.

Im Balkendiagramm und der dazugehörigen numerischen Tabelle sowie in unserem Monitor haben wir die neuen Linien (S13, S31 und S61) berücksichtigt, nicht jedoch in unseren Übersichten über mehrere Monate, die daher während den Monaten mit den Bauarbeiten mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht erstellt werden.

Vorläufige Pünktlichkeit Juli 2016 (Stand 26.7.2016 - 20:30)

Zwischenstand der Pünktlichkeit Juli 2016 (Stand 26.7.2016 – 20:30)

Pünktlichkeit in Tabellenform

3-Minuten 6-Minuten 3-Minuten 6-Minuten
(GVZ) (GVZ) (nur HVZ) (nur HVZ)
Ziel-Wert 94,5 % 98,0 % 91,5 % 98,0 %
Ist-Wert (alle Ø) 82,5 % 94,2 % 75,7 % 92,4 %
Einzelne Linien
S1 79,8 % 93,8 % 73,2 % 92,0 %
S13 80,4 % 94,5 % 69,4 % 91,5 %
S2 82,6 % 95,2 % 71,3 % 91,3 %
S3 82,0 % 95,0 % 72,3 % 91,6 %
S31 66,5 % 82,1 % 57,5 % 78,8 %
S4 88,3 % 96,9 % 83,6 % 95,5 %
S5 84,1 % 96,4 % 78,7 % 94,8 %
S6 87,3 % 96,0 % 81,7 % 95,1 %
S60 91,3 % 97,4 % 89,1 % 97,2 %
S61

Wie bei einer realistischen Einschätzung eigentlich zu erwarten war, hat die auf der derzeit zwischen Rohr und Böblingen eingleisigen Gäubahnstrecke eingesetzte Linie S31 (Backnang ↔ Herrenberg) zu Zeiten hohen Fahrgastandrangs (HVZ) ganz besonders schlechte Ergebnisse erzielt. Die Linien S1 und S3 fahren auf ihren Südästen bekanntlich derzeit nur bis Schwabstraße bzw. Vaihingen und sind daher von sich aus weniger betroffen. Schon deswegen ist ein Vergleich mit den Vormonats- bzw. Vorjahresergebnissen nicht sinnvoll bzw. nicht aussagekräftig.

Weiterhin muss man auch fairerweise feststellen, dass die Zielwerte während der Bauarbeiten zumindest bei der am meisten betroffenen Linie S31 schlichtweg nicht einzuhalten sind.

Zum Andern gab es auch im Juli wieder sehr viele Infrastrukturstörungen.

„Test für neuen S-Bahn-Lotsen gefordert“ …

Mit dieser Überschrift hat das European Train Control System (ETCS) für die Stuttgarter S-Bahn am 9.7.2016 wieder den Weg in die Stuttgarter Zeitung gefunden. Prof. Martin von der Universität Stuttgart formulierte deutlich: „Es ist höchste Zeit, das ETCS auf einer S-Bahnstrecke zu testen.“ Für den Redakteur Wolfgang Schulz-Braunschmidt ist es in seinem Kommentar „höchste Eisenbahn“ für ein leistungsfähiges Steuerungssystem für unser wichtigstes Nahverkehrssystem. Allerdings sind Artikel und Kommentar geeignet, eine überhöhte Erwartungshaltung zu erzeugen, die keinen Beitrag zur Lösung liefern würde. Weiterlesen