Archiv der Kategorie: Technik

PolygoCard pay und polygoCard Presseschau

In diesem Beitrag meiner Beitragsreihe zur polygoCard werde ich die polcgoCard pay, eine Karte mit zusätzlicher Kreditkartenfunktion auf Guthabenbasis näher beleuchten. Sie wird derzeit nur optional von der SSB angeboten, d.h. der SSB-Kunde muss sich bei der Bestellung der polygoCard entscheiden, ob er sie mit oder ohne kontaktloser Bezahlfunktion haben möchte.

Außerdem möchte ich die diversen, in den letzten Wochen erschienenen Artikel der Stuttgarter Zeitung zum Thema polygoCard unter die Lupe nehmen und einzelne Aussagen daraus kommentieren.

Wir wurden übrigens gefragt, was die polygoCard mit der S-Bahn zu tun hat und warum sich S-Bahn-Chaos.de damit beschäftigt. Nun, direkt hat die polygoCard nichts mit der S-Bahn zu tun, aber indirekt natürlich schon. Wir untersuchen und berichten über die polygoCard weil wir es können und weil es sonst niemand macht. Wir wollen auch in Zukunft immer wieder Randthemen im Dunstkreis der S-Bahn Stuttgart aufgreifen und hoffen, dass dies auch im Sinne unserer Leserschaft ist.

Was ist die „polygoCard pay“?

Auf dieser derzeit nur von der SSB in Kooperation mit der BW Bank angebotenen speziellen Form der polygoCard befindet sich eine zusätzliche Electronic Purse Anwendung, die aus der Karte eine kontaktlose Bezahlkarte auf Guthabenbasis macht.

polygoCard - Elecronic purse

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Aussagen des VVS zum Datenschutz bei der polygoCard

Wahrscheinlich losgetreten durch unsere Beiträge und dadurch ausgelöste Rückfragen einiger Leser, hat der VVS mittlerweile seine Informationsseite zur polygoCard überarbeitet. Die im folgenden Screenshot abgebildeten früheren Aussagen, dass keine Fahrten, Bewegungsprofile und personenbezogene Daten gespeichert werden, sind verschwunden.

PolygoCard Information beim VVS

PolygoCard Information beim VVS

Stattdessen wurde die Seite unter der Überschrift „Welche Daten sind auf der Karte gespeichert und wie werden diese geschützt?“ um detailliertere Informationen zu den auf den Karten gespeicherten Kundendaten, deren Schutz und den gespeicherten Transaktionen ergänzt.

Wer die aktuelle Version der polygoCard Seite des VVS selbst mit der früheren Version vergleichen möchte, findet die alte Version unter folgender Adresse im Internet-Archiv:
http://web.archive.org/web/20160428131657/http://www.vvs.de/polygocard/

Außerdem hat der VVS unsere im ersten polygoCard Beitrag gestellten Fragen nun in einer Stellungnahme (PDF) auf einen Antrag der Fraktion DIE LINKE (PDF) im Verkehrsausschuss des VRS beantwortet. Alle diese Informationen bestätigen weitgehend unsere Beobachtungen und sollen im folgenden genauer durchleuchtet werden.

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Wer speichert was auf der PolygoCard?

In unserem 1. Beitrag über die polygoCard haben wir beschrieben, welche Daten wir auf den uns zur Verfügung stehenden polygoCards gefunden haben und wie einfach diese auszulesen sind.

polygoCard (Name/Bild ausgegraut)

polygoCard (Name/Bild ausgegraut)

Wir haben aufgezeigt, dass diese aufgezeichneten Daten im Widerspruch zu den Aussagen des VVS stehen und haben Fragen gestellt, die aus unserer Sicht vom VVS beantwortet werden sollten. Dieser Beitrag soll unsere bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen.

Die polygoCard wird derzeit in zwei Fällen gelesen und kann bei diesen Lesevorgängen prinzipiell auch beschrieben werden:

  1. Beim Einstieg in einen Bus vorne beim Busfahrer
  2. Bei der Fahrkartenkontrolle durch einen Kontrolleur

Beim Einstieg in einen Bus vorne beim Busfahrer

Seit dem 27. Februar 2011 gilt auf allen Buslinien im gesamten VVS-Gebiet die klare Regel: Vorne einsteigen, hinten aussteigen. Die Tickets werden beim Einsteigen vom Busfahrer kontrolliert. Hierbei muss man hierbei entweder einen gültigen Fahrschein vorweisen oder einen kaufen. Inhaber einer polygoCard sollen diese nicht vorzeigen, sondern an das hierfür vorgesehene Kontrollgerät halten.

Innerhalb des VVS fahren Busse diverser Busunternehmen. Einen guten Überblick gibt die Liste der VVS Verkehrsunternehmen. Neben vielen kleinere Busunternehmen dominieren die DB Bahn Regiobus Stuttgart (RBS), sowie die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Aufgrund dieser Vielfalt ist auch davon auszugehen, dass es zwischen den einzelnen Busunternehmen Unterschiede bei der Hardware, Software und Konfiguration der Kontrollgeräte gibt:

  • Laut unseren Beobachtungen und den erhaltenen Rückmeldungen wird in RBS Bussen bei den Einstiegskontrollen zumindest teilweise auf die polygoCards geschrieben, ohne dass wegen der Zeitkarten hierfür beim VVS eine Notwendigkeit gäbe. Der VVS ist sich dessen wohl bewusst und möchte aus diesem Grund das Schreiben auf die polygoCards deaktiviert lassen.
    Der Grund für das Schreiben von Fahrtransaktionen dürfte sein, dass die RBS-Busse auch in den Verkehrsverbünden „KreisVerkehr Schwäbisch Hall“ und HNV verkehren. Dort kommt die KOLIBRICARD zum Einsatz, die mittels CICO funktioniert. Die Check-Ins und Check-Outs werden dort für Abrechnungszwecke benötigt, zentral gespeichert und zu Kontrollzwecken auch auf die Karten geschrieben. Mit der mytraQ App können Kunden dann selbst Ihre Fahrten auslesen und kontrollieren (siehe Seite 6 links im PDF des HNV). Aber auch dort gilt: Jeder der eine solche Karte in die Finger bekommt kann sie auch auslesen.
    Da die Karten nur maximal 10 Transaktionen, also 5 Fahrten speichern können, hat die Speicherung auf der Karte wahrscheinlich primär den Zweck, dass ein Kontrolleur im Bus auch offline überprüfen kann, ob ein Fahrgast beim Einstieg in den Bus ordnungsgemäß einen Check-In durchgeführt hat und somit im Besitz eines Fahrscheins ist.
  • Die SSB bestreitet jemals auf die polygoCards geschrieben zu haben. Das deckt sich bislang mit unseren Beobachtungen und einer Aussage des VVS.
  • In Bussen der Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH (OVR) wurde zumindest bis Januar 2016 auf Karte geschrieben, seither nach unseren Erkenntnissen nicht mehr.
  • Schreibzugriffe konnten wir bei der „Omnibus Dannenmann Linien- und Reiseverkehr GmbH“ zumindest aktuell nicht feststellen.

Bei der Fahrkartenkontrolle durch einen Kontrolleur

Bislang ist uns kein Fall bekannt, bei dem bei einer Fahrkartenkontrolle durch einen Kontrolleur etwas auf die polygoCard geschrieben wurde. Eine Notwendigkeit für eine solche Schreiboperation gäbe es auch nicht. Es fällt allerdings auf, dass die eingesetzten Kontrollgeräte zuweilen nicht funktionieren oder zu lange zum Erreichen der Betriebsbereitschaft benötigen, falls das Gerät zuerst hochgefahren werden muss.

Fazit und Aufruf

So unterschiedlich wie in manch anderen Verkehrsverbünden scheint die Situation beim VVS nicht zu sein. Wenn der VVS die Schreibzugriffe beim RBS deaktivieren lässt, sollte die Problematik entschäft sein. Hierzu fehlt aber bislang eine offizielle Aussage des VVS.

Ungelöst ist bisher, wie die bereits auf die polygoCard geschriebenen Daten gelöscht werden können. Andere Verkehrsverbünde bieten hierfür einen Service an. Der VVS schweigt offiziell zur gesamten Problematik, Transparenz sieht anders aus.

Wie Sie diesem Beitrag entnehmen konnten, fehlen uns noch Erfahrungen bzw. Rückmeldungen bezüglich diverser Busunternehmen. Falls Sie auf Ihrer polygoCard Transaktionen entdecken, die entweder im Widerspruch zu den gemachten Aussagen stehen oder diese ergänzen, bitte wir Sie um Rückmeldung per Kommentarfunktion in diesem Blog oder per Twitter an @earlybird445.

Die VVS polygoCard speichert Bewegungsprofile

Haben Sie auch schon die lang angekündigte polygoCard erhalten? Der VVS ersetzt ja gerade schrittweise den alten Verbundpass mit diesem neuen eTicket. Falls Sie die polygoCard Informationsseite beim VVS aufmerksam gelesen haben, ist Ihnen vielleicht der folgende, beruhigende Abschnitt in Erinnerung geblieben:

polygoCard Information beim VVS

polygoCard Information beim VVS

Ich bekomme meine PolygoCard zwar erst im Herbst, bin beim Lesen des Artikels „Big Brother Awards – Mit dem gläsernen Ticket auf Datenfang“ in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung aber trotzdem hellhörig geworden. Eine schnelle Recherche bestätigte meine Vermutung, dass auch die polygoCard des VVS nach den bundesweit einheitlichen Standards der VDV-Kernapplikation arbeitet und über eine Logbuch für die Speicherung von Transaktionen verfügt. Weitere Recherchen lieferten wertvolle Informationen vom IT-News Portal golem.de und vom Berliner Fahrgastverband IGEB. Mit Hilfe dieser Informationen und der tatkräftigen Unterstützung der s-bahn-chaos.de Community, die zum Teil schon die polygoCard besitzt, haben wir sehr schnell herausgefunden, dass die zuvor zitierten Aussagen auf der polygoCard-Seite des VVS so nicht stimmen und auch diese Karte einen Big Brother Award verdient hätte.

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Vorschau auf den S-Bahn-Gipfel am 13.4.2016

Am Mittwoch 13.4.2016 findet um 15:30 im Sitzungssaal des Verband Region Stuttgart (VRS) in der Kronenstraße eine öffentliche Sitzung des VRS-Verkehrsausschusses statt. Dieser trägt dieses Mal wieder den Beinamen S-Bahn-Gipfel, weil er im wesentlichen S-Bahn-Themen behandelt. Die Sitzungsunterlagen stehen auf der Webseite des VRS zum →Download bereit.

Unter anderem sind folgende Tagesordungspunkte vorgesehen:

  1. Qualitätsbericht S-Bahn und Abrechnung des Verkehrsvertrags
  2. Bericht von DB-Regio, DB Netz, DB Station&Service und VVS zur Verbesserung der S-Bahn-Qualität und der Fahrgastinformation

Bericht für 2015 zur Betriebsleistung mit gewährten Ausgleichszahlungen und Beurteilung der Qualität gemäß Verkehrsvertrag:

  • Betriebsleistung: 10,4 Mio. Fahrplankilometer
  • Ausgleichsleistung: 79,1 Mio. Euro

Bonus-Malus-Regelung

Im Verkehrsvertrag ist zwischen Region und der DB Regio AG eine Bonus-Malus-Regelung im Zusammenhang mit den Qualitätsmessungen vereinbart. Für das Jahr 2015 hat die DB Regio AG daraus eine Zahlung in Höhe von 230.716 € (in 2014 222.168 € ) an die Region zu leisten.

Hinweis:
Bemerkenswert ist, dass die aus der Bonus-Malus-Regelung resultierenden Zahlungen während der Bauzeit von Stuttgart 21 grundsätzlich auf die vor Baubeginn erreichten Qualitätswerte festgelegt sind und nicht unmittelbar mit den Ergebnissen der aktuellen Pünktlichkeit korrelieren.

Zusammenfassung der Zahlungen von DB Regio an die Region

Gemäß Sitzungsvorlage beläuft sich die Pönalezahlung für das Jahr 2015 von DB Regio an die Region auf insgesamt 2.445.264 Euro, davon

  • Bonus-Malus-Regelung 230.716 €
  • Zugausfälle 2.214.548 €

Pünktlichkeit 2014/2015 gemäß Sitzungsvorlage

Zielwert 2014 2015
Pünktlichkeit (Gesamt-VZ*)
< 3 Min. verspätet 94,5 % 85,8 % 88,5 %
< 6 Min. verspätet 98,0 % 95,6 % 96,7 %
Pünktlichkeit (HVZ**)
< 3 Min. verspätet 91,5 % 75,2 % 80,8 %
< 6 Min. verspätet 98,0 % 92,8 % 94,7 %
Sauberkeit 92,0 % 94,9 % 95,6 %

* Gesamt-Verkehrszeit, ** Hauptverkehrszeit

Bewertung durch die Fahrgäste (Schulnotensystem) gemäß Sitzungsvorlage

Zielwert 2014 2015
Pünktlichkeit 2,5 3,2 3,2
Sicherheit 2,5 2,0 1,9
Information
…im Regelfall 2,5 2,6 2,6
… bei Verspätungen 2,5 3,1 3,1
Sauberkeit 2,5 2,5 2,4

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30 Minuten gratis WLAN an Bahnhöfen

Einen kostenlosen Internetzugang per WLAN bietet die Bahn nicht nur in ihren ICEs, sowie in zwei Test-Zügen der S-Bahn Stuttgart an, sondern bundesweit auch an über 125 Bahnhöfen. Das hört sich bei bundesweit über 5.000 Bahnhöfen nach wenig an, aber immerhin liegen einige davon im VVS-Gebiet:

  • Ehningen (b Böblingen)
  • Leinfelden Echterdingen
  • Ludwigsburg
  • Schorndorf
  • Stuttgart-Bad Cannstatt
  • Stuttgart Hbf
  • Waiblingen

Bei den grün markierten Bahnhöfen haben wir den Zugang erfolgreich getestet. In Leinfelden war kein WLAN zu finden, stattdessen aber in Echterdingen. Hier hat sich in den Listen der Bahn wohl ein Fehler eingeschlichen.

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Begeisterung über WLAN in S-Bahn hält sich in Grenzen

Die Stuttgarter Nachrichten berichteten in dieser Woche über den WLAN-Test bei der Stuttgarter S-Bahn. Ein Artikel beschrieb die Erfahrungen einiger Fahrgäste mit dem kostenlosen Angebot, ein anderer lieferte Hintergrundinformationen und eine erste Einschätzung von Jürgen Wurmthaler, dem Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur beim Verband Region Stuttgart.
Zum zweiten Artikel habe ich folgende Anmerkungen:

  1. Die WLAN-Router im Zug empfangen zwar Mobilfunksignale, verstärken diese aber nicht, sondern leiten nur die Datenpakete per WLAN weiter. Mobilfunkverstärker werden eingesetzt um den Mobilfunkempfang in Zügen zu verbessern, falls dieser z.B. aufgrund von metallbedampften Fensterscheiben gedämpft ist. Auf diese Technik bauen z.B. die Schweizer Bundesbahnen (SBB), die WLAN im Zug höchstens ergänzend einsetzen wollen.
  2. Das WLAN hat bei den Tests von Herrn Wurmthaler sicher immer funktioniert, es fährt ja schließlich in Form des WLAN-Routers im Zug mit. Was nicht zuverlässig funktionierte war der Internetzugang, welcher vom WLAN-Router über das Mobilfunknetz bereitgestellt wird. Wer im Zug mit dem Smartphone ins Internet geht, kennt dieses Problem. Auf praktisch jeder Strecke gibt es Abschnitte in denen keine brauchbare Verbindung zustande kommt. Der direkte Internetzugang kann u.U. sogar zuverlässiger sein, weil er direkter erfolgt als über den Umweg WLAN:

    Internetzugang über Mobilfunk direkt im Vergleich zum Umweg WLAN

    Internetzugang über Mobilfunk direkt im Vergleich zum Umweg WLAN

  3. Laut CDU-Nachwuchsmann Jan Tielesch fährt die S1 zum Flughafen. Zum Flughafen fahren aber nur die S-Bahnlinien S2 und S3. Die S1 biegt bereits in Stuttgart Rohr nach Herrenberg ab. Außerdem kann man nicht nur mit der analogen Postkarte abstimmen, sondern auch mit einem PDF-Formular per E-Mail. Dies funktioniert jedoch weder einfach noch anonym. Man benötigt einen PDF-Reader, mit dem man ein PDF-Formular ausfüllen und anschließend per E-Mail verschicken kann.
  4. Die geschätzten bis zu 16 Millionen Euro sind nur die initialen Einmalkosten zum Einbau der Technik in die Züge. Hinzu kommen laufende Kosten z.B. an die Mobilfunkprovider. Dass die CDU diese Kosten nicht den Fahrgästen aufbürden will ist zwar löblich, sie sagt aber nicht wer letzlich für die enormen Kosten aufkommen soll. Letztendlich wird es früher oder später entweder direkt auf alle Fahrgäste oder versteckt auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
  5. Die Politik nötigt die Schienenverkehrsunternehmen Gratis-Internet per WLAN anzubieten, aber die Qualität ist oft bedenklich schlecht. So besteht die Gefahr, dass hier ein teurer, aber schlechter Service vom Fahrgast zu zahlen ist, den er aufgrund eines ohnehin bestehenden Mobilfunkzugangs sowieso schon besitzt und bezahlt.

Heute Nachmittag hatte ich übrigens wieder einmal das seltene Glück, in einem Testzug mitfahren zu können. Nach dem Einsteigen in Feuerbach hat es bis kurz vor Stuttgart Hbf gedauert, bis ich über WLAN ins Internet kam. Nach der Einfahrt in den Tunnel ging dann nichts mehr und das Smartphone schaltete selbstständig auf Mobilfunk um. Danach gelang es mir zwar noch einmal eine Internet-Verbindung über das WLAN aufzubauen, aber kurze Zeit später war auch schon die Endstation Schwabstraße erreicht und ich musste aussteigen.

Somit decken sich meine Erfahrungen weitgehend mit denen von Herrn Wurmthaler. Begeisterung kommt bei der Nutzung von WLAN in der S-Bahn derzeit keine auf.

Neue Fahrgastinformation Stuttgart Hbf (tief)

Kürzlich wurden hinter den Scheiben der Fahrgastinformation in der S-Bahn Station Stuttgart Hbf (tief) zwei Bildschirme aufgestellt, auf denen die aktuelle Web-Bahnhofstafel der Station zu sehen ist (ein Klick auf das Bild öffnet diese und zeigt die aktuellen Live-Daten an):

Abfahrtstafel Stuttgart Hbf (tief)

Abfahrtstafel Stuttgart Hbf (tief)

Dieser Testbetrieb soll vermutlich die Mitarbeiter der Fahrgastinformation entlasten und Hilfesuchenden ohne Smartphone eine schnellere und bessere Informationsquelle bieten.

Wir begrüßen diese zusätzliche Fahrgastinformation und haben noch folgende Verbesserungsvorschläge (ein Klick auf den Vorschlag öffnet ihn mit aktuellen Live-Daten):

Falls Sie sich für zuhause oder in der Firma einen ähnlichen Abfahrtsmonitor bauen wollen, finden Sie hier unter der Überschrift Bahnhofstafel die notwendigen Informationen für die möglichen Anpassungen an Ihre Bedürfnisse. Man kann damit z.B. einem alten Android-Tablet, dessen Akku wegen Defekt schon entfernt wurde, ein 2. Leben einhauchen:

Abfahrtsmonitor auf altem Android-Tablet

Abfahrtsmonitor auf altem Android-Tablet

Viel Erfolg beim Ausprobieren und Basteln!

Internet per WLAN in der S-Bahn im Praxistest

Da derzeit nur zwei Züge der S-Bahn Stuttgart testweise mit einem Internetzugang per WLAN ausgestattet sind, dauerte es ein paar Tage, bis wir das Angebot testen könnten. Hier nun unser erster Praxisbericht.

Mit WLAN ausgestattete S-Bahn

Mit WLAN ausgestattete S-Bahn

Technik

Die mit WLAN ausgerüsteten Wagen sind an den Türen und Fenstern auffällig gekennzeichnet. Anscheinend ist immer nur ein Wagen des Zuges mit WLAN ausgestattet. Im Zug wird der kostenlose Internetzugang per WLAN auch auf den Monitoren und in ausgelegten Flyern beworben und erklärt.

Monitor mit Hinweis auf WLAN

Monitor mit Hinweis auf WLAN

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Internet per WLAN in der S-Bahn

Hintergrund und Status

WLAN-Sticker

Klicken Sie auf das Bild, um das Original zu sehen.

Laut einem Artikel der StZ hatte der Verband Region Stuttgart (VRS) im Herbst beschlossen, Strafzahlungen für nicht erreichte Ziele nicht von der DB Regio als Betreiber der S-Bahn Stuttgart einzufordern, sondern dieses Geld stattdessen für einen WLAN-Probebetrieb in zwei S-Bahnzügen einzusetzen. Dieser Probebetrieb sollte eigentlich im 4. Quartal 2015 starten, aber erst am Montag 11.1.2016 ging das neue Angebot offiziell in Betrieb. Verspätungen sind wir ja bei der S-Bahn gewohnt.

Wir begegnen diesem Vorhaben mit der gebotenen Skepsis, da es die Deutsche Bahn mit Unterstützung der Telekom bis heute nicht geschafft hat, in den ICEs wirklich verlässliche Internetverbindungen per WLAN zu betreiben und werden das Angebot deshalb genau unter die Lupe nehmen.

Zusätzlich will der VRS die Mobilfunkabdeckung entlang der S-Bahnstrecken untersuchen lassen und darauf hinwirken, dass erkannte Defizite von den Netzbetreibern abgestellt werden. Eine ständige gute Mobilfunkverbindung ist nötig um über WLAN im Zug eine verlässliche Internetverbindung bereitstellen zu können. Ein Ergebnis der Untersuchung wurde bislang nicht veröffentlicht.

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